Von Robotern und 3D-Druckern – 50 Workshops an der Ferdinand-Braun-Schule

(Foto: Constanze Gollbach)

Die Frage „Was mache ich nach meinem Abschluss?“ ist wohl eine der wichtigsten für Schüler, die kurz vor den Prüfungen stehen. Für einige führt der Weg in eine Ausbildung, andere wollen lieber studieren. Um Jugendlichen einen Einblick in verschiedene Berufe und Schulformen zu geben, veranstaltete die Ferdinand-Braun-Schule am Freitag einen Tag der offenen Tür.

Zahlreiche Schüler von Schulen aus der Region wurden am Freitag in der Ferdinand-Braun-Schule erwartet. Dort fand der diesjährige Tag der offenen Tür statt. Auszubildende und Lehrer boten den Besuchern durch Workshops und Infostände Einblicke in die verschiedenen Schulformen und Ausbildungsmöglichkeiten.

Schon am Eingang konnten die Schüler in die Welt der Robotik tauchen: Wie funktioniert ein Industrieroboter? Wie wird dieser gesteuert? Mit Hilfe der Auszubildenden des Fachbereichs Technik wurden diese Fragen beantwortet und anhand von kleinen Robotern erklärt. „Die Roboter, die wir hier haben, sind ein kleinerer Nachbau. In der Industrie werden natürlich größere eingesetzt“, erklärt Maximilian Wenderoth, Azubi im dritten Lehrjahr Elektrotechnik.

Maximilian Wenderoth, Geraldine Wolff und Moritz Brenzel (v.l.) aus dem Fachbereich Technik (Foto: Constanze Gollbach)

Für ihren Tag an der FBS wählten sich die Schüler in die verschiedenen Workshops ein. Dabei wurden sowohl einstündige und Intensiv-Workshops angeboten. Die Auszubildenden und Lehrer im Fachbereich technisches Produktdesign entwickelten mit den Teilnehmern step by step einen Schlüsselanhänger aus dem 3D-Drucker.

Im ersten Schritt der Planung wurden Ideen für die Umsetzung des Anhängers gesammelt. Daraus entwickelte sich ein Konzept, was die Schüler gemeinsam mit den Azubis und Lehrern ausarbeiteten. Anschließend wurde mit Hilfe eines CAD-Programms der Entwurf entwickelt und gestaltet. „CAD bedeutet im Groben, etwas vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale zu übertragen“, sagt Stoytcho Dzorapov, Azubi im ersten Lehrjahr zum technischen Produktdesigner. „Der Drucker erhält somit die Daten des fertigen Entwurfes und druckt daraus den Prototypen.“

Stoytcho Dzorapov, 21, Bad Orb, erstes Lehrjahr zum technischen Produktdesigner

„Das Entwickeln von Produkten hat mich schon immer interessiert. Es ist interessant zu sehen, wie aus einem Entwurf ein Produkt entstehen kann. Nach meiner Ausbildung habe ich später viele Möglihckeiten, mich weiterzubilden und beispielsweise noch den Betriebswirt anzuhängen.“

Lajana Krug, 21, Fulda, drittes Lehrjahr zur Industriemechanikerin

„Besonders gut finde ich an meinem Beruf das Arbeiten mit den unterschiedlichsten Werkstoffen. Du siehst am Ende des Tages einfach, was du geschafft hast.“

Neben den technischen Berufen und Schulformen gibt es in der Ferdinand-Braun-Schule auch zahlreiche Möglichkeiten, gestalterisch tätig zu werden. Im Untergeschoss der Schule finden sich Mediengestalter, angehende Malermeister oder der Bereich Farbtechnik. Hier konnten die Schüler im Laufe des Tages lernen, wie ein Raum farblich gestaltet werden kann, wie Werbung mit Photoshop manipuliert wird und wie du selbst ein Daumenkino zeichnen kannst.

Insgesamt besuchten an diesem Tag bis zu 500 Schüler und Schülerinnen die 50 Workshops und konnten somit einen Tag lang in das Angebot der Ferdinand-Braun-Schule schnuppern.

Fotos: Constanze Gollbach

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