Italienische Praktikanten zu Gast an der Konrad-Zuse-Schule

Von Michael Kühlthau

Seit August arbeiten Lucrezia und Giorgio als Praktikanten in Hünfeld.
(Foto: Michael Kühlthau)

Seit August arbeiten Lucrezia und Giorgio als Praktikanten in Hünfeld bzw. in Fulda. Beide kommen von der Schule „Istituto Superiore Cillario Ferrero in Alba“, an der Lucrezia im vergangenen Schuljahr ihr Abitur mit dem Schwerpunkt Önogastronomie und Hotelwirtschaft in der Fachrichtung Süßwarenprodukte ablegte und Giorgio in dem Schwerpunkt „Made in Italy“ für Industrie- und Handwerksbetriebe. 

Heute sind sie zu Gast an der Konrad-Zuse-Schule und werden von Schulleiterin Susanne Diegelmann begrüßt. Während Lucrezia in Hünfeld bei der Bäckerei Wilke sowohl in der Backstube als auch im dortigen Bistro arbeitet, lernt Giorgio die Arbeit eines Brauers an der Wiesenmühle kennen und arbeitetet in verschiedenen Abteilungen bei der Herzberger Bäckerei in Fulda. Es ist für beide ein großes Abenteuer, denn sie sprechen kein Deutsch und dies ist ihr erster Aufenthalt in Deutschland. Finanziert wird dieser Aufenthalt von der „Fondazione  CRT“ der „Cassa di risparmio“ in Turin – vergleichbar mit einer deutschen Sparkasse. 

Nach den Unterschieden zu ihren Erfahrungen in Italien befragt sagt Giorgio: „Ich mag zwar deutsches Bier sehr, aber keine Schupfnudeln mit Zimt und Zucker.“ Darauf ergänzte Lucrezia: „Ja, das Bier ist viel besser als in Italien. Allerdings ist hier doch alles etwas anders, angefangen beim Wetter über den Lebensstil bis hin zum deutschen Essen.“ Den Auftakt bildete für sie der Besuch in der Abteilung für Hauswirtschaft in der Konrad-Zuse-Schule, wo sie mit einer Klasse gleich am ersten Tag Kuchen backen konnte. 

„Ich dachte, in Deutschland sprechen alle Englisch.“

Wie wichtig im heute vereinten Europa Sprachkompetenzen sind, zeigte die Aussage von Giorgio, der noch vor Beginn der Reise überzeugt war: „Ich dachte, in Deutschland sprechen alle Englisch. Das war aber eher nur bei den Jüngeren der Fall, so dass es oft schwierig an der Arbeit war, wenn ich mit fünf Deutschen versuchte Englisch zu sprechen.“

Mit einem Praktikumszertifikat der Betriebe und einer Mobilitätsbescheinigung mit Gastgeschenk der Zuse-Schule wurden die beiden Praktikanten verabschiedet und ihnen für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute gewünscht.

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