Thailand-Tagebuch (8): Housesittung auf Phuket

Thailand-Tagebuch move36
Jacqueline und Stephan haben Spaß an ihrem Job als Housesitter.

Jacqueline Bohrmann und Stephan Depta sind seit Juni in Südostasien unterwegs. Im Moment machen sie Housesitting auf der thailändischen Insel Phuket.

Von Jacqueline Bohrmann

Neuerdings kümmern wir uns um drei Hunde, machen Gartenarbeit, gucken ob in vier Bungalows alles in Ordnung ist und machen den Pool sauber. So sieht unser Leben als Housesitter aus. Hier auf Phuket passen wir auf ein Haus auf, das einem deutschen Paar gehört. Ich wollte immer schon mal Housesitting ausprobieren. Die Idee dahinter finde ich nämlich super: Menschen, die Tiere oder ein großes Haus haben, können beruhigt in den Urlaub fahren während andere auf ihr Hab und Gut und ihre Lieblinge aufpassen. Eine Hand wäscht die andere so zu sagen. Denn für das Kümmern und Aufpassen können die Housesitter gratis im Haus wohnen.

Thailand-Tagebuch move36

Bei uns sieht es ein bisschen anders aus. Wir wohnen nämlich in einem der Bungalows, der neben vier weiteren, einem Haupthaus, einem großen Garten inklusive Pool und drei Hunden noch zum „Anwesen“ gehört. Und um all das kümmern wir uns im Moment. Dafür dürfen wir die Außenküche und den Pool benutzen und auch das kleine Fitnessstudio, das sich die Besitzer gebaut haben. Sowieso sind die beiden sehr locker und super nett. Während den ersten Wochen unseres Aufenthalts waren die Besitzer auch noch hier. In der Zeit haben sie uns alles gezeigt und erklärt was unsere Aufgaben sind. Jetzt sind die Auswanderer, die seit gut 20 Jahren in Thailand leben, auf Rundreise durch ihre Wahlheimat.

Weit weg von den schicken Läden

Für ein paar Tage haben wir Housesitting schon in Singapur ausprobiert. Dort haben wir auf einen Hund und zwei Hasen über ein verlängertes Wochenende aufgepasst. Das hat uns auch schon sehr gut gefallen, weil man so noch mal anders in das Leben in einer Stadt eintauchen kann. Wir haben eben nicht in einem anonymen Hotel gewohnt, sondern da, wo die normalen Einwohner auch wohnen. So ist es jetzt auch. Unser Housesitting-Haus ist im Norden von Phuket, mitten im Nirgendwo. Weit weg von Phuket-Stadt mit seinen Cafés und schicken Läden oder Patong mit seinem wilden Nachtleben. Wir wohnen umgeben von Kautschuk-Plantagen und Feldern voller Ananas.

Diese Ruhe genießen wir gerade sehr. Und da wir uns wieder einen Roller gemietet haben, können wir auch gut die Umgebung erkunden. Wir haben schon drei schöne Cafés entdeckt, in denen wir öfter an unseren Laptops sitzen und arbeiten. Der nächste Strand ist gut zehn Minuten entfernt. Und nach Phuket-Stadt kommen wir einfach und in gut 40 Minuten mit dem Bus. Neben den ganzen Vorteilen bedeutet Housesitting aber auch ein gutes Stück Arbeit.

Es ist ein kleiner Test

Jeden Morgen füttern wir die drei Hunde, manchmal auch noch zwei mehr, die von den Nachbarn rüberkommen. Wir untersuchen die Hunde auf Zecken und geben ihnen Medizin. Dann ist der Garten dran. Je nach Bedarf jäten wir Unkraut, das irgendwie nie weniger wird, schlagen Bäume um und schneiden Hecken. Den Pool machen wir mit einem Kescher sauber, checken den Chlor- und Salzgehalt und lassen die Pumpe mehrere Stunden am Tag laufen. Dann kontrollieren wir noch die leerstehenden Bungalows: Wir gucken dass sich keine Tiere eingenistet haben, schneiden die Pflanzen, die im Bad wachsen und putzen das Zimmer. Wie gesagt, es gibt einiges zu tun.

Thailand-Tagebuch move36

Für uns ist das hier gerade auch ein kleiner Test. Wir überlegen nämlich selbst später Hunde zu haben und vielleicht auch einen Garten. Hier erleben wir hautnah wie das sein könnte und mit wie viel Arbeit das Ganze verbunden ist. Im Moment finde ich noch alles super, mir macht sogar das Unkraut jäten Spaß, wenn ich dabei Podcasts hören kann. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich das nach ein paar Wochen ändert und die Aufgaben lästig werden. Wie es uns hier auf Phuket ergeht und was wir neben dem Housesitting noch alles erleben, kannst du übrigens auch gut auf unserem Instagram-Kanal @reiseritis.de verfolgen und natürlich auch hier, in der nächsten Story.


Jacquelines vorangegangene Storys

Thailand-Tagebuch (1): Touri-Attraktionen und eine Horror-Tour

Thailand-Tagebuch (2): Bootsfahrt, Hippie-Insel und Full Moon Party

Thailand-Tagebuch (3): Ein Loch im Knie und brutale Kämpfe

Thailand-Tagebuch (4): Wildlebende Hunde im thailändischen Dschungel

Thailand-Tagebuch (5): Korallen, ein kleiner Hai und ein atemberaubender Ausblick

Thailand-Tagebuch (6): Hinduistische Tempel und verrückte Affen

Thailand-Tagebuch (7): „Singapur ist die teuerste Stadt der Welt“

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: