Thailand-Tagebuch (7): „Singapur die teuerste Stadt der Welt“

Jacqueline und Stephan haben vor ihrem Rückflug am Flughafen noch
die Atmosphäre am Wasserfall genossen. Foto: privat

Die Fuldaer Jacqueline Bohrmann und Stephan Depta haben auf ihrer 9-monatigen Reise gerade Singapur besucht. Dabei haben sie das berühmte Marina Bay Sands Hotel gesehen, ein deutsches Orchester gehört und deutsche Burger gegessen.

Von Jacqueline Bohrmann

Wir sitzen am Singapur-River in einem deutschen Burgerladen und lassen uns einen Singapore Sling schmecken. Was soll man hier auch sonst trinken?! Eine leichte Brise lässt uns die knapp 30 Grad, die es auch jetzt am Abend noch sind, gut aushalten. Wir blicken auf das berühmte Marina Bay Sands Hotel, etwas weiter rechts sehen wir das Finanzviertel der Stadt, die Hochhäuser erinnern uns an die Frankfurter Skyline. Im Vergleich zu diesen Wolkenkratzern wirkt die Skyline in Frankfurt jetzt gerade ganz schön klein. Wir genießen unseren Abstecher nach Singapur an diesem Abend in vollen Zügen. Singapur ist die mit Abstand westlichste Stadt hier mitten in Südostasien.

Für mich war von Vornherein klar, dass ich Singapur auf unserer Reise auf jeden Fall sehen und erleben möchte. Der Grund dafür ist ein Podcast. Die zwei Korrespondenten des Norddeutschen Rundfunks, die in Singapur leben, produzieren jede Woche eine Podcast-Folge über ihre Arbeit und ihr Leben in dieser Stadt. Kein Wunder, dass mein Highlight dann auch ein Treffen mit genau diesen zwei Korrespondenten war. Wir haben auf ihrer Terrasse Kaffee getrunken, viel geredet und einen sehr spannenden und interessanten Vormittag verbracht.

Tradition neben Moderne

Aber auch sonst hat Singapur unheimlich viel zu bieten: Stadtviertel wie Chinatown und Little India, in denen noch alte Traditionen gelebt werden. Das Mustafa Center in Little India zum Beispiel ist ein ganz besonderes Kaufhaus. Es ist aus einem kleinen Laden entstanden und über die Jahre immer weiter gewachsen. Mittlerweile sind die Regale bis oben hin vollgestopft, du findest dort alles, was das Herz begehrt – auf acht Etagen. Außerdem hat das Center auch rund um die Uhr geöffnet. Dann ist da Chinatown mit dem ältesten hinduistischen Tempel der Stadt. Dieser ist quasi der Nachbar einer Moschee und die Straße etwas weiter runter fanden wir einen großen chinesischen Tempel mit tausenden Buddha-Figuren. Und gleichzeitig ist Singapur so fortschrittlich. Überall gibt es Grünflächen zum Erholen, schlaue Technik vereinfacht den Alltag der Menschen und vom Funktionieren des öffentlichen Nahverkehrs kann sich so manche europäische Stadt eine Scheibe abschneiden.

Auch ohne viel Geld lässt sich viel erleben

Singapur gilt als die teuerste Stadt der Welt. Trotzdem haben wir mit etwas Suchen viele günstige Alternativen gefunden. Zum Beispiel muss man für viele Sehenswürdigkeiten gar keinen Eintritt zahlen. Dazu gehören die Gardens by the Bay, die direkt hinter dem Marina Bay Sands Hotel sind, diverse Tempel und Moscheen und auch der botanische Garten. Dort haben wir sogar ein gratis Konzert der Nürnberger Philharmoniker besucht. Zusammen mit hunderten Singapurern saßen wir im Gras und haben zugehört, wie das deutsche Orchester Beethoven gespielt hat. Auch eine besondere Erfahrung. Leider zog ein dunkles Gewitter auf, sodass wir nach einer knappen halben Stunde unsere Sachen gepackt haben und schnell zur nächsten U-Bahnstation gelaufen sind. Gerade noch rechtzeitig sind wir trocken angekommen. 

Der schönste Flughafen der Welt: Der Changi Flughafen

Was uns total beeindruckt hat, war der Flughafen von Singapur. Er wurde mehrfach hintereinander zum schönsten Flughafen der Welt gewählt. Bis wir dort waren, dachte ich nur: „Was kann so toll an einem Flughafen sein?!“. Und dann hat er mich echt umgehauen. Der Flughafen ist eigentlich ein riesen großes Shoppingcenter inklusive Kino, Hotel und Freizeitpark. In der Mitte von den ganzen Geschäften fließt ein künstlicher, 40 Meter hoher Wasserfall, vom Dach bis in das unterste Stockwerk. Drum herum wachsen unzählige Pflanzen, Bäume und Blumen. Es ist ein richtig großer Park auf vier Etagen entstanden, in dem man sich erholen kann. Dort sitzend mussten wir schon aufpassen, damit wir unseren Flug nicht verpassen. Es war einfach schön. 

Unseren Flug haben wir wie geplant bekommen, denn auf Phuket wurde schon auf uns gewartet. Auf der thailändischen Insel werden wir für ein paar Monate Housesitting machen. Wie das abläuft, was unsere Aufgaben sind und wie es uns gefällt, das liest du in der nächsten Story von unserer Reise. So lange halte ich dich über Instagram auf dem Laufenden @reisertits.de 


  • Singapur ist ein Stadtstaat mit rund 5,7 Millionen Einwohnern.
  • Mit 725 Quadratkilometern ist Singapur kleiner als Hamburg.
  • Singapur hat vier Amtssprachen: Englisch, Malaiisch, Chinesisch und Tamil.
  • Singapur gilt als die teuerste Stadt der Welt.
  • Erst seit 1963 ist Singapur von Großbritannien unabhängig.

Der 40 Meter hohe Wasserfall im Changi Airport.
Der Singapore Sling schmeckt in Singapur nochmal besser als sowie so schon.
Die beiden haben nicht nur hinduistische und buddhistische Tempel besucht, sondern auch eine Moschee.
Diese Wolkenkratzer stellen die Frankfurter Skyline in den Schatten.
Eines der berühmtesten Hotels der Welt mit Pool auf dem Dach – das Marina Bay Sands.
In den Gardens by the Bay konnte Stephan und Jacqueline ein bisschen entspannen.
Jacqueline und Stephan zusammen mit den Südostasien-Korrespondenten des NDR Lena Bodewein und Holger Senzel.
So sieht die Schuhabteilung im Mustafa Center in Little India aus.
Stephan passt perfekt in die Streetart in Chinatown.
Tausende Singapurer hören zusammen mit unseren Fuldaern ein Konzert von Beethoven.

Jacquelines vorangegangene Storys

Thailand-Tagebuch (1): Touri-Attraktionen und eine Horror-Tour

Thailand-Tagebuch (2): Bootsfahrt, Hippie-Insel und Full Moon Party

Thailand-Tagebuch (3): Ein Loch im Knie und brutale Kämpfe

Thailand-Tagebuch (4): Wildlebende Hunde im thailändischen Dschungel

Thailand-Tagebuch (5): Korallen, ein kleiner Hai und ein atemberaubender Ausblick

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