Freiwilligendienst in Südafrika: Bewerber aus Biosphärenreservat Rhön bevorzugt

Seit mehr als zehn Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem UNESCO- Biosphärenreservat und der Biosphärenregion Kruger to Canyons. Foto: Dr. Doris Pokorny

Jungen Menschen aus der Rhön, die sich nach dem Abitur oder nach ihrem Bachelor-Studium weltweit für nachhaltige Entwicklung engagieren möchten, bietet sich ab dem kommenden Jahr eine neue Möglichkeit. Im Rahmen des Freiwilligendienstes „naturweit“ der Deutschen UNESCO-Kommission wird ein sechsmonatiger Aufenthalt in der Biosphärenregion Kruger to Canyons in Südafrika angeboten. Das Besondere: Bewerber aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön werden bei der Auswahl bevorzugt.

Vom Biosphärenreservat Rhön

Der neue Programmschwerpunkt „naturweit“ ergänzt den internationalen Kultur-Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. „Wir freuen uns, dass die Kommission unsere Partnerregion Kruger to Canyons in das Programm mit aufgenommen hat“, sagt Dr. Doris Pokorny von der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Seit mehr als zehn Jahren betreut sie die Partnerschaft zwischen den Biosphärenreservaten Rhön und Kruger to Canyons (K2C). Ein Weg, diese „Fernbeziehung“ zu gestalten, sei es, junge Menschen aus der Rhön in die Partnerregion zu vermitteln. Neben dem bereits länger etablierten Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) gibt es für Interessierte zwischen 18 und 26 Jahren nun erstmals die Möglichkeit, sechs Monate in der Verwaltungsstelle des südafrikanischen Biosphärenreservats K2C in Hoedspruit ehrenamtlich mitzuarbeiten. Auf Initiative von Dr. Doris Pokorny sind dort zwei Einsatzstellen geschaffen worden. Ein halbes Jahr lang unterstützen die jungen Menschen die Arbeit der Verwaltungsstelle, engagieren sich in Forschungs- und Bildungsprojekten und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen wie nachhaltige Entwicklung in Südafrika auf den Weg gebracht wird. Mango statt Apfel, Canyon statt Kreuzberg, Löwe statt Wildkatze – Freiwillige aus der Rhön können Gemeinsamkeiten und Unterschiede erleben, die die Partnerschaft der beiden Regionen auszeichnet.

„Rhöner werden im Auswahlverfahren bevorzugt“

Der erste Einsatz startet im September 2020, Bewerbungen sind bis zum 2. Dezember 2019 möglich. Vor ihrer Reise nach Südafrika werden die Freiwilligen intensiv auf den Aufenthalt vorbereitet. Wichtig: „Rhönerinnen und Rhöner werden im Auswahlverfahren bevorzugt“, erklärt Pokorny. Hierzu müssen Bewerber unter „Sonstiges“ angeben, dass ihr Wohnsitz in einem der fünf Rhönlandkreise liegt und dass sie an die Einsatzstelle Biosphärenreservat Kruger to Canyons möchten. Nach ihrer formellen Bewerbung auf https://bewerbung.kulturweit.de melden sich die Interessierten zudem bei Dr. Doris Pokorny in der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön.

Telefon: (0931) 380 16 60 (Mo, Di ganztägig, Mi vormittags)
E-Mail: 
doris.pokorny@reg-ufr.bayern.de

Hintergrund: Vom Mount Elgon in Uganda bis zu den Palast-Grotten in Uruguay gibt „naturweit“ jungen Menschen seit 2019 eine Möglichkeit, sich für das Naturerbe zu engagieren. Einsatzorte sind die UNESCO-Weltnaturerbestätten, Geoparks und Biosphärenreservate weltweit. Dadurch können die Freiwilligen ihr Verständnis für die enge Beziehung zwischen Mensch und Umwelt vertiefen. An dem Programm können alle Menschen zwischen 18 und 26 Jahren teilnehmen, die in Deutschland leben. Sie werden intensiv auf ihre Zeit im Ausland vorbereitet, pädagogisch begleitet und finanziell unterstützt. Ausreisen sind im März und September (erster Einsatz in Südafrika: September 2020). Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen, Bewerbungsfristen und Ablauf erhalten Interessierte unter www.kulturweit.de oder von Dr. Doris Pokorny.

Im neuen Freiwilligenprogramm „naturweit“ hat die Deutsche UNESCO-Kommission erstmals zwei Einsatzstellen in Südafrika geschaffen. Foto: Dr. Doris Pokorny

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