Netflixserie „Verdorben“: Was wirklich hinter der Lebensmittelindustrie steckt

Immer billiger, immer mehr: Die Nachfrage nach Lebensmitteln ist riesig. Und wir scheinen unersättlich. Die Netflix-Dokureihe „Verdorben“ deckt auf, wie die Unternehmen den Verbraucher täuschen. Achtung: Nichts für schwache Nerven.

Wir alle wissen vom Bienensterben, der Massentierhaltung und Pestiziden. Ein Lebensmittelskandal folgt dem nächsten. Erst kürzlich starben zwei Menschen an Keimen, welche sich in Wurst der Firma Wilke befanden.

Das Firmen solche negativen News am liebsten vertuschen wollen, scheint logisch. Je weniger die Verbraucher von Skandalen wissen, desto besser. Die Netflix-Dokuserie „Verdorben“ will aufdecken, was wirklich hinter den Kulissen der Lebensmittelkonzerne abgeht. Dabei wühlt sie ganz tief in den kriminellen Machenschaften und Taktiken der Unternehmen.

Schon in der erste Folge „Anwälte, Waffen und Honig“ wird klar: Die Serie verdirbt wortwörtlich die Lust auf einige Lebensmittel und stärkt den Ärger auf die Industrie.

Verbrauchertäuschung auf höchsten Niveau

Beginnend mit dem „süßen Gold“ Honig zeigt sie, dass wir eigentlich keine Ahnung haben, was in den Lebensmitteln steckt, die wir im Supermarkt kaufen. Und wie Lebensmittelkontrolleure über mehrere Umwege getäuscht werden. Es geht um Zusätze zum Strecken bis hin zu Giftstoffen im Endprodukt, die Produzenten wissentlich an den Verbraucher verkaufen. Dabei spielt China eine entscheidende Rolle. Unternehmen dort leiten Waren um, täuschen Lebensmittelkontrolleure mit billigen Zusätzen und machen den kleinen Imkerbetrieben das Geschäft zur Hölle.

In jeder Folge beleuchtet „Verdorben“ ein anderes Lebensmittel von der Herstellung bis hin zum Verbrauch. Und die Serie geht vielen Fragen nach. Warum steigt die Anzahl von Menschen die allergisch auf Erdnüsse reagieren? Können sich Milchbauern überhaupt noch über Wasser halten?

In der jüngsten Folge nehmen die Macher der Serie die Avocado unter die Lupe. Das einst so gehypte Superfood hat nämlich einen großen Markel: Die Umweltbilanz. Zum Beispiel gehen für die Produktion eines Kilos der Frucht mehr als tausend Liter Wasser drauf. Da wird die Avocado gleich ziemlich unattraktiv, oder?

Folge für Folge stellt sich daher die Frage: Können wir überhaupt noch ohne schlechtes Gewissen unser Essen genießen?

Eins leistet Netflix mit der Serie auf jeden Fall: Aufklärung. Sie ist deshalb unser heißer Scheiß der Woche.

Foto: Netflix

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