Sat.1-Kochshow „The Taste“: Petersberger gibt Löffel ab

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Heute Abend startet auf Sat.1 wieder die beliebte Koch-Show „The Taste“. Und dieses Mal versucht auch ein Petersberger sein Glück: Max von Bredow (31) ist im TV zu sehen – und setzt auf ein Rezept seiner Oma.

Von Anne Baun

„Ich habe eine Wetter verloren“, antwortet Max von Bredow auf die Frage, warum er sich bei „The Taste“ beworben hat, und lacht. „Ich wollte einfach gucken, wie weit ich komme.“ Tja, wie weit das sein wird, darf er noch nicht verraten. Doch über die erste Runde, die heute Abend bei Sat.1 zu sehen sein wird, kann der 31-jährige Tagungsleiter vom Fuldaer Esperanto Hotel und gelernte Koch gerne plaudern.

Um es überhaupt in die Sendung zu schaffen, sind diverse Vor-Castings nötig, erklärt von Bredow. Für die Runde, die heute im Fernsehen ausgestrahlt wird und in der die vier Coaches – allesamt bekannte Spitzenköche – ihre Teams zusammensetzen, durfte auch die Familie mit anreisen. In von Bredows Fall war das seine Mama, die alles über einen Bildschirm verfolgen konnte. „Meine Mutter hat das ganze Studio zusammengeschrien“, erzählt Max lachend.

Nur ein Löffel für jeweils ein Mitglied der Jury

In diesem Jahr sitzen neben den Sterne-Köchen Alexander Herrmann und Frank Rosin auch der hoch dekorierte Tim Raue und Maria Groß, die freiwillig ihren Michelin-Stern abgegeben hat, in der Jury. „Alexander Herrmann ist mein Favorit als Coach“, sagt von Bredow. Und, hat’s geklappt? Er grinst nur.

Für insgesamt 50 Euro konnte der leidenschaftliche Koch, der aus einer Fuldaer Gastronomenfamilie stammt und mit 15 Jahren für seine Ausbildung erst mal nach England gegangen ist, für seine vier Löffel einkaufen gehen, die er den Jurymitgliedern vorsetzen wollte. Für alle, die „The Taste“ nicht kennen, sei erklärt: Die Bewerber kochen für die Jury ein Gericht, das nicht auf großen Tellern, sondern auf vier kleinen Löffeln – für jeden Coach einen – angerichtet und verkostet wird, ohne dass die Star-Köche den Anwärter sehen können. Dann wird entschieden, ob er eine Runde weiter ist oder nicht. So läuft es zumindest in der ersten Sendung ab.

Insekten mit Kräutern und Knoblauch

„Wir waren 32 Köche, es gab insgesamt 16 Plätze, und ich war einer der Letzten, die gekocht haben“, erzählt von Bredow. „Zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, ob es überhaupt noch freie Plätze gab.“ Dementsprechend groß war seine Aufregung, als er gebratene Forelle auf Karotten-Chilipüree mit Salatgurke und Kartoffelstroh zubereitet hat. Ein Gruß aus der Heimat sozusagen, nach einem Rezept von Max’ Oma.

Privat greift von Bredow auch mal zu Insekten, wenn er kocht. „Mit Kräutern und Knoblauch gewürzt, schmecken die wirklich gut“, sagt er. „Da steckt viel Protein drin und im Vergleich mit Rindfleisch sind Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß natürlich sehr viel geringer.“ Ja, Max macht sich Gedanken, was er in die Pfanne haut. Er selbst isst alles, sagt er, aber wenn er rohe Blutwurstmasse probieren muss, wird’s ihm ein bisschen anders. Doch es muss für Max keine abgehobene Sterneküche sein: „Ich liebe Döner“, sagt er, „und Hauptsache ist, dass es schmeckt!“

Dieser Gedanke begleitete ihn auch bei der Zubereitung seiner „Taste“-Löffel. Und die Aufregung war groß: „Als dann die Coaches meine Löffel probiert haben, war ich so aufgeregt, dass ich am liebsten im Boden versunken wäre“, sagt Max. „The Taste“ läuft ab heute jeden Mittwoch um 20.15 Uhr auf Sat.1.

Foto: Benedikt Müller/SAT.1

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