„Weltweiter Klimastreik“: 500 Teilnehmer in Fulda | Ex-OB unterstützt „Fridays for Future“

Fridays for Future Fulda
Fridays for Future: In Fulda haben am 20. September etwa 500 Menschen für das Klima gestreikt.

Ordentlich was los auf dem Uniplatz in Fulda. Etwa 500 Menschen sind dem Aufruf von „Fridays for Future“ gefolgt und haben für das Klima gestreikt. Ex-OB Hamberger unterstützt die Bewegung und kritisiert einen Minister.

„Wir finden das ja gut, was ihr macht, aber langsam reicht’s doch.“ Das müssen sich die Teilnehmer von „Fridays for Future“-Demos immer wieder anhören. Dass es ihnen noch nicht reicht, haben am Freitag in Fulda etwa 500 Demonstranten gezeigt. So viele haben laut Schätzungen der Polizei am Klimastreik auf dem Uniplatz teilgenommen. Im Vorfeld hatten die Organisatoren mit 400 Teilnehmern gerechnet.

Fridays for Future Fulda

Für’s Klima: Mit erhobenen Händen signalisieren Demonstranten in Fulda Bereitschaft zum Verzicht. (Foto: Sascha-Pascal Schimmel | move36)

 

Die Redner von „Fridays for Future“ kritisierten, dass bisher kaum etwas zur Rettung des Klimas geschehen sei. „Wenn die Politiker nix machen, machen wir es halt besser“, schallte es über den Uniplatz. Mittels Klatschen zeigten sich die Demonstranten bereit, künftig auf Plastikstrohhalme, kurze Fahrten mit dem Auto – wenn nicht unbedingt nötig -, und auf Plastikzahnbürsten zu verzichten. Was jedoch nicht heißt, dass sie auf das Zähneputzen verzichten sollten. „Allein schon im Sinne des Gemeinwohls nicht.“

Fuldaer Ex-OB stärkt „Fridays for Future“ und kritisiert Minister

Einer der Gastredner am Freitag ist Wolfgang Hamberger gewesen. Der ist von 1970 bis 1998 Oberbürgermeister von Fulda gewesen. Hamberger dankte den Schulen, die es ihren Schülern ermöglicht hätten, an der Demo teilzunehmen. Ohnehin unterstützte der Ex-OB in seiner Rede die Bewegung. „Macht weiter“, forderte Hamberger die 500 Teilnehmer auf. Er hat beim Kampf gegen den Klimawandel nicht nur die Zustände bei uns, sondern auch die in den Entwicklungsländern im Blick. „Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern darf nicht größer werden.“

Fridays for Future Fulda

Ex-OB Wolfgang Hamberger beim Klimastreik auf dem Uniplatz in Fulda. (Foto: Sascha-Pascal Schimmel | move36)

 

Kritik richtete Hamberger in Richtung eines Ministers, den er namentlich aber nicht genannt hat. Der habe gesagt: „Wir brauchen keine schwänzenden Schüler, wir brauchen aktive Politiker.“ Mit dem zweiten Teil seiner Aussage habe der Minister recht, sagte der Ex-OB. „Der erste Teil ist aber eine Beleidigung.“ Dem Minister wolle er seine Kritik nun schriftlich mitteilen.

Fridays for Future Fulda

Blick auf die Klimademonstranten.

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