Nervensägen und beste Freunde: Geschwisterliebe bei move36

Spielgefährte, Komplize, Vorbild und Fels in der Brandung. Manchmal aber auch Rivale: Geschwister begleiten dich ein Leben lang. Sie kennen oft deine intimsten Geheimnisse – können dir aber auch höllisch wehtun. In der aktuellen Ausgabe haben wir uns mit dem Thema Geschwister auseinandergesetzt. Wie sie unser Leben beeinflussen und warum sie sich häufig zwischen Hass und Liebe bewegen. Und auch unsere Redakteure und Volontäre erzählen dir, was ihre Geschwister für sie bedeuten.

Redakteur Nico mit Bruder Timo

Nico (rechts): „Ich sehe meinen Bruder Timo sehr selten, da er in Darmstadt studiert. Wenn wir uns sehen, zocken wir aber immer eine Runde Nintendo 64. Was ich dabei sehr an ihm mag: Seine Mario-Kart-64-Fähigkeiten sind längst nicht so gut wie meine. Haha.“

Timo: „Und ich schätze an meinem Bruder, dass er ein schlechter Lügner und ein guter Verlierer ist.“

Volontär Leon mit Schwester Janine

Leon: „Bin ich traurig, zieht sie mich hoch. Ist sie traurig, versuche ich das Gleiche. Deshalb habe ich meine Schwester lieb.“

Volontärin Jenna mit Schwester Jill

Jenna (links): „Ihre Tollpatschigkeit kann schon mal nerven, oft hat Jill Kippen geschnorrt, und bei Diskussionen wird sie genauso schnell bockig wie ich “

Jill: „Was ich an meiner kleinen Schwester liebe und bewundere: Sie genießt das Leben, nimmt Kleinigkeiten wahr, die die meisten Menschen übersehen, und sie stellt sich allen Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringt. Sie wäre aber auch nicht mein Ein und Alles, wenn sie mir nicht auch auf die Nerven gehen kann.

Redakteur Leo mit Bruder Alessio

Leo (links): „Mein Bruder Alessio und
ich sind beide extrem ehrgeizig. Früher flogen beim gemeinsamen Fußballspie- len im Garten regelmäßig die Fetzen.
Da passt es ganz gut, dass wir heute zu- sammen in einer Mannschaft kicken und uns nicht mehr gegenseitig versuchen umzutreten. Ein besonderer Moment war für uns ein Fußballspiel vor drei Jahren, als sich auch unser Vater nochmal die Schuhe schnürte und wir zu dritt auf dem Platz standen.“

Redakteur Daniel mit Bruder Christian

Daniel (rechts): „Unsere Eltern haben uns einen Sinn für gute Musik mitgegeben – den wir ihnen heute mit unserem Geschmack wieder zurückgeben. Bei uns gibt‘s und gab‘s nie anspruchsloses Chartgedudel. Wenn Vater früher zum Musikabend die Boxen aufgedreht hat, haben wir Pimpfe Gitarre und Schlagzeug mit Teppichklopfer, Xylophon-Sticks und Kissen gespielt – und sahen dabei offensichtlich sau cool aus. Auch heute feiern wir, so oft es geht (Mein Bruder wohnt in Dresden, unsere Eltern in Mittelhessen). Christian und ich sind Brüder und beste Freunde zugleich. Und das – da bin ich gewiss – auf Lebenszeit.“

Redakteurin Nadine mit ihrem Bruder 

„An den Haaren ziehen,
sich gegenseitig die Türen vor der Nase zuschmeißen – spätestens wenn mein Bruder und ich uns von unseren Eltern ungerecht behandelt fühlten, waren Streitigkeiten untereinander vergessen. Dann haben wir zusammengehalten wie Pech und Schwefel. Hat man für den anderen eingestanden, dauerte es aber nicht lange und: Päääng, ging die nächste Bombe hoch. Heute ist das immer noch so – wenn auch ohne Haareziehen.“

Fotos: Sharon Mccutcheon/Unsplash, Redaktion

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