Azubi-Mangel: Region Fulda kämpft um Talente von außerhalb

Der Mangel an Azubis im Kreis Fulda verschärft sich. Dieses Jahr dürften deutlich mehr Lehrstellen als in den vergangenen Jahren unbesetzt bleiben. Die Region blickt nun über den Tellerrand und startet eine Initiative.

Azubi-Mangel im Kreis Fulda. Klar, das ist nichts Neues. Da sich der Mangel verschärft, bleibt er aber ein brandheißes Thema. Dieses Jahr kommen in unserem Kreis auf jeden Bewerber 2,5 Lehrstellen. Das schreibt die Fuldaer Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe. Rechnerisch bleiben demnach 1500 Stellen unbesetzt. Von 2016 bis 2018 sind es laut dem Artikel 1000 gewesen.

Damit das nicht so bleibt, will die Region eine Initiative starten. „Landrat Bernd Woide und OB Dr. Heiko Wingenfeld haben deshalb angeregt, außerhalb Osthessens zu suchen – in Regionen, in denen es mehr Bewerber als Lehrstellen gibt“, zitiert die Zeitung Christoph Burkard, Geschäftsführer der Region Fulda, in der Stadt, Kreis und IHK ihre Aktivitäten in der Wirtschaftsförderung bündeln. „Hier werden wir ab Herbst mit Filmclips, Social Media und auf anderem Weg für die Azubi-Region Fulda werben.“

Azubi-Campus pings zentraler Bestandteil

Ein zentraler Teil bei der Werbung ist der Azubi-Campus pings. „Wir bieten Unternehmen die Möglichkeit, außerhalb der Region Azubis zu gewinnen und zu wissen, dass diese auch außerhalb der Arbeitszeit gut betreut sind“, erklärt pings-Geschäftsführer Steffen Kempa in der Fuldaer Zeitung. Pings bietet Azubis ein hochwertig möbliertes Zimmer mit Bad und WLAN, sozialpädagogische Betreuung rund um die Uhr, Frühstück, zweimal pro Woche ein gemeinsames Essen sowie Freizeit- und Bildungsangebote.  Es gibt zahlreiche Gemeinschaftsräume. Auch gekocht wird in Gemeinschaft.

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So wird das Pings am Ende aussehen. (Grafik: Kolpings)

Der Campus verfügt über 120 Plätze. Die ersten 20 Plätze wurden jetzt fertig und sind bereits bezogen. Die weiteren 100 Zimmer werden jetzt im Zwei-Wochen-Rhythmus nach und nach bis in den Herbst fertiggestellt und bezogen. Zimmer kostet – je nach Einkommenslage des Azubis und seiner Familie – zwischen 180 und 650 Euro. Oft teilen sich Lehrling und Ausbildungsfirma die Kosten.

Titelbild: Volker Nies | Fuldaer Zeitung

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