Wohngebiete in Fulda
Blick über Fulda mit dem Aschenberg und dem Kloster Frauenberg im Hintergrund.

Im vergangenen Jahr haben Wohnungen in Fulda zu teils deutlich höheren Preisen als 2017 den Besitzer gewechselt. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht für die Stadt hervor. Nicht alle Immobilien sind aber derart teurer geworden – Grundstücke aus einem bestimmten Grund sogar billiger.
Weniger verkaufte Immobilien, dafür teils deutliche Anstiege der Quadratmeterpreise. Das geht laut einer Mitteilung auf der Website der Stadt Fulda aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht für die Stadt hervor. Der Bericht analysiert sämtliche Verkäufe von Immobilien – Häuser, Wohnungen, Grundstücke – im Stadtgebiet.
In der Mitteilung heißt es, dass 2018 431 Immobilien den Eigentümer gewechselt hätten. Das seien 57 oder 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr gewesen. Dieser Rückgang geht demnach vor allem auf die Kappe der Verkäufe unbebauter Grundstücke. „Hier sank die Zahl der Verträge um gut 47 Prozent“, schreibt die Stadt. Und weiter: „Die Quadratmeterpreise für unbebaute Wohnbaugrundstücke lagen bei durchschnittlich 191 Euro.“ Dieser Preisanstieg hänge damit zusammen, dass 2017 viele, in der Regel günstigere kommunale unbebaute Grundstücke verkauft worden seien.

Eigentumswohnungen in Fulda 22 Prozent teurer

Anders als bei den Grundstücken, haben Eigentümer 2018 in Fulda deutlich mehr Wohnungen als im Jahr davor verkauft. Laut der Stadt sind die Verkaufszahlen um 22 Prozent gestiegen. Demnach haben auch die Quadratmeterpreise zum Teil deutlich angezogen. Beim Erstverkauf Eigentumswohnungen sei einer von durchschnittlich 2800 Euro im Jahr 2017 auf 3100 Euro gestiegen. Damit liegt der Preis wieder auf dem Niveau von 2016. Auch im Bereich des Wiederverkaufts legte der Quadratmeterpreis um 300 Euro zu – und zwar auf 1800 Euro. Bei in Eigentum umgewandelte Wohnungen mussten die neuen Eigentümer nicht mehr als 2017 zahlen.
Auch der Häuserpreis ist in Fulda recht konstant geblieben. Der Durchschnittspreis von freistehenden Einfamilienhäusern ist laut der Stadt nur um ein Prozent gestiegen. Bei Zweifamilienhäusern seien es zwei Prozent gewesen.
Wie genau die Zahlen aus dem Immobilienmarktbericht 2019 für die Stadt Fulda zu interpretieren sind, ist nicht so leicht zu sagen – zumindest nicht auf Basis der Mitteilung der Stadt. Klar, Eigentumswohnungen sind, was den durchschnittlichen Quadratmeterpreis angeht teils einiges teurer geworden. Ob es sich bei den verkauften Wohnungen im Schnitt um gleichwertige oder höherwertige Wohnungen handelt – was den Preisanstieg erklären könnte – geht aus der Mitteilung nicht hervor.
(Foto: Stadt Fulda)

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Über Sascha-Pascal Schimmel

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