Premiere der „Päpstin“ mündet in Party im Schlosstheater

So fett wie am Freitagabend wurde noch nie ein Musical in Fulda gefeiert: Rund um die Premiere der „Päpstin“, mit der der Musicalsommer eröffnet wurde, gab es im Schlosstheater eine Megaparty. Bereits einige Minuten nach eins, zweieinhalb Stunden nach Ende der Vorstellung,  hieß es an den Theken: „Wein ist leider aus!“ Dabei hatten sich die Mambo Kingx gerade erst richtig schön warm gespielt. Sie sorgten dann auch dafür, dass bis in die frühen Morgenstunden im Foyer des Theaters getanzt wurde – was in den Heiligen Hallen extrem selten vorkommt. Ein Text von Bernd Loskant Laune auf die Party hatte natürlich einmal mehr die Vorstellung der „Päpstin“ gemacht. Gibt’s eigentlich noch etwas zu sagen über ein Musical, das in diesem Jahr in die siebte Spielzeit geht und schon 300 Mal in Fulda aufgeführt wurde? Oh ja, gibt es. Denn langweilig wird es auch diesmal nicht, selbst wenn man das Stück schon fünfmal gesehen hat und die meisten Songs inzwischen nicht nur mitsummen, sondern auch mitsingen kann. Das Team um Komponist Dennis Martin verändert die Geschichte der Johanna, die zur Päpstin wird, regelmäßig in Details, schafft neue Bühnenbilder und rüstet technisch auf, so dass das Stück immer und immer wieder sehenswert ist. Im Ensemble sind in diesem Jahr einige neue Gesichter zu sehen, insbesondere Isabel Trinkaus sticht hervor, die die kurzfristig krank gewordene Sabrina Weckerlin als „Päpstin Johanna“ toll ersetzt. Bei den männlichen Darstellern ein Highlight: Mark Seibert, der den Marktgrafen Gerold spielt, der schließlich Johannas große Liebe wird.

Ein Stück welches immer und immer wieder sehenswert ist

Die Story spielt im finsteren Mittelalter – in einer Zeit, in der Menschen noch an germanische Götter glaubten, in der die Kirche immer mehr Macht an sich riss, in der es normal war, dass Päpste und Kardinäle ein ausschweifendes Liebesleben führten, und in der Frauen nichts wert waren. Zentrales Thema der „Päpstin“ ist die Gleichberechtigung. Um überhaupt eine Chance in der Welt zu haben, muss sich Johanna als Johannes ausgeben. Sie macht Karriere als Kirchengelehrter und Arzt, dass sie dann auch noch zum Papst gewählt wird (was sie in große Schwierigkeiten bringt), hätte sie natürlich nicht im Träume gedacht. Erzählt wird der berühmte Roman von Donna W. Cross mit all den Elementen, die Musical-Fans lieben: starke Bühnenbilder, mitreißende Songs, fetzige Tänze.  Nun also ist Fulda wieder für die nächsten zehn Wochen Musicalstadt, die Fans aus dem ganzen Land anzieht. „Die Päpstin“ wird bis zum 6. Juli aufgeführt, anschließend vom 13. Juli bis 14. August „Der Medicus“. Großes Finale ist dann vom 22. bis 28. August mit dem „Bonifatius“-Musical, mit dem der Erfolg der spotlight-Musicals vor vielen Jahren begann. Zum Stadtjubiläum gibt es eine Neuinszenierung mit Orchester auf dem Domplatz.   Tickets für die Vorstellungen, die noch nicht ausverkauft sind, gibt es unter anderem bei den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung.

https://www.youtube.com/watch?v=CcPNOjGYF-Y&feature=youtu.be&fbclid=IwAR1k6V_3Q_l7ZLINBbMSdPH_QAbT977h7Q00YnxOtFTkt4v-pL-2r73A8wM

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