Echte Rarität: Verein aus Osthessen betreibt einen besonderen Sport

Es hätte kein passenderes Wort für diese Sportart geben können: Twirling. Klingt nach Wirbeln – und genau das ist es, was die Jungs und Mädels vom Musikzug Eiterfeld-Arzell auf den Hallenboden zaubern. Sie betreiben einen recht neuen Tanzsport, der seinen Ursprung im Formationstanz des beginnenden 20. Jahrhunderts hat.

Von unserer Praktikantin Nina-Marie Jäger

Was ist denn das schon wieder? Twirling! Es handelt sich um einen recht neuen Sport, einen Tanzsport. An sich ist er eher in Japan, den USA und Frankreich populär. Bei uns in Hessen gibt es nur wenige Vereine, in denen Jungs und Mädels twirlen. Einer von ihnen befindet sich ganz in der Nähe. Es ist der Musikzug Eiterfeld-Arzell.

Die Wurzeln des Twirling-Sports liegen in den Auftritten von Majoretten. Das sind Gruppen, die auf Paraden und Umzügen in Uniform einen Formationstanz aufführen. Aus diesen Auftritten hat sich in den USA das, was wir heute Twirling nennen, entwickelt – circa 1970.

Twirling beim Musikzug Eiterfeld-Arzell

Die Twirling-Abteilung des Musikzuges Eiterfeld-Arzell bietet nicht nur begleitende Choreografie für die Musiker des Musikzuges bei gemeinsamen Auftritten, sondern übt auch eigenständige Showtänze ein. Twirling (Stabdrehen) ist eine anerkannte Sportart, wobei ein Twirling/ Metallstab in der Hand gedreht wird und tänzerische Darbietungen durch Musik begleitet. Der Sport entwickelte sich in den 1980er Jahren in den USA und ist eine Form der Jonglage.

Seit 2005 wird jährlich von jeder Gruppe ein Showtanz für die Faschingssaisson eingeübt. Dazu werden selbst entworfene Choreografien zu passend zusammengeschnittener moderner Disco- und Tanzmusik eingeübt. Über Stil und Outfit entscheiden die einzelnen Gruppen individuell.

(Quelle: Musikzug Eiterfeld-Arzell)]

Das ist beim Twirling besonders wichtig

Beim Twirling solltest du einigermaßen geschickt sein. Im Zentrum steht der sogenannte Bâton. Das ist ein zwölf Millimeter dicker Metallstab. Er ist so lang wie der Arm des Twirlers. Mit dem Bâton stellen die Sportler so einiges an. Sie drehen ihn in der Hand, werfen und schleudern, balancieren und rollen ihn. Ihre Choreografien und Tanzeinlagen mit dem Stab studieren die Twirler dann zu passender Musik ein – dann geht’s ab zu Auftritten und Meisterschaften. Dort treten die Twirler allein, im Duo oder in einer Gruppe auf.

Twirling ist also nicht unbedingt ein Klacks. Um gut darin zu werden, brauchst du Disziplin, Konzentration und musst Lust auf regelmäßiges Training haben. Es braucht Zeit, bis du die verschiedenen Übungen richtig draufhast. Aber keine Angst: Dass dir der Bâton auch einmal runterfällt, ist völlig normal.

Weitere Infos findest du auf der Website des Deutschen Twirlingsport-Verbands.

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