Der Verein Tages-Eltern-Fulda feiert 15-jähriges Jubiläum

Viele berufstätige Eltern sind bei der Betreuung ihres Kindes auf Unterstützung angewiesen. Sei es durch die Großeltern oder durch Tagesmütter und -väter. Der Verein Tages-Eltern-Fulda setzt sich dafür ein, dass Eltern ihre Kinder in qualifizierte Hände geben können. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums feierte der Verein, im kleinen Kreis, das Engagement langjähriger Mitglieder. Fünfzehn Jahre ist es her, dass elf Frauen sich dazu entschlossen: Wir gründen einen Verein, der die Interessen von Tagesmüttern und -vätern in Fulda vertritt. Am 3. Oktober 2003 war es dann soweit, der gemeinnützige Verein Tages-Eltern-Fulda gründete sich.  „In den 15 Jahren hat sich einiges getan“, sagt Cornelia Hansel erste Vorsitzende der Tages-Eltern-Fulda. „Die Qualität in der Kindertagespflege verbesserte sich kontinuierlich, und ich bedanke mich bei allen, die das möglich gemacht haben und jetzt auch noch tun“. Dabei seien nicht nur die Tageseltern wichtig für den Verein, sondern auch die Leiterinnen der Geschäftsstelle Uta-Charlotte Will und Sonja Stürz „ohne die, die Arbeit des Vereins nicht umsetzbar wäre“, so Hansel.

Mittlerweile 118 Mitglieder

Mit mittlerweile 118 Mitgliedern kümmere sich der Verein um die Praktikumsbegleitung während der Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson, also zur Tagesmutter oder zum Tagesvater. „Wir sind Interessenvertretung für Tageseltern und bieten kollegiale Beratung bei allen Problemen, die in der Praxis auftreten können. Großen Wert legen wir auf die Fortbildung der tätigen Kindertagespflegepersonen. Nur so kann die Qualität der Kindertagespflege gewährleistet werden. Bewerberinnen und Bewerber nehmen mit den Fachdiensten Kontakt auf. Dann werden die Voraussetzungen der Bewerber geprüft. Dazu gehört der Ort, an dem die Kinder betreut werden sollen. Ist es überhaupt möglich, dass dort Kinder betreut werden dürfen“, erklärt Hansel. „Außerdem müssen die Bewerber ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, wie auch von Angehörigen über 18 die mit in der Wohnung leben.  

Bundesweit arbeiten

Habe man diese Voraussetzungen erfüllt, wird man zur eigentlichen Qualifizierung zugelassen. Dazu gehören 160 Pflichtstunden Grundqualifizierung und 140 Stunden tätigkeitsbegleitende Qualifizierung. Außerdem nehmen die Teilnehmer an einer Hygieneschulung sowie einem Erste-Hilfe-Kurs am Säugling und Kleinkind teil. Alle Kurse finden in der Volkshochschule des Landkreises statt. „Am Ende der 300 Unterrichtseinheiten erhalten die Bewerber das Bundeszertifikat für Kindertagespflege, was die Arbeit bundesweit möglich macht“, erklärt Hansel. Tagesmütter undväter dürfen gleichzeitig bis zu fünf Kinder betreuen. Die Betreuung sei dabei, je nach Kind, individuell und dank der Förderung durch Stadt und Landkreis Fulda nie teurer als ein Krippenplatz, so Hansel. „Somit ist das Angebot für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich.“   Ihr eigenes Ding durchziehen dürfen die Tageseltern aber nicht, denn auch sie sind an den hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gebunden. Der Verein bietet seinen Mitgliedern neben der Qualifizierung eine zusätzliche Berufs-Haftpflichtversicherung, die Vernetzung mit Bund und Land, einen Verleih von beispielsweise Kinderwägen, Laufställen oder Hochstühlen und die Möglichkeit zur individuellen Weiterbildung. Wichtig: Der Verein ist nicht für die Vermittlung von Tageseltern zuständig. Eltern müssen sich auf der Suche nach Betreuung beim zuständigen Fachdienst Kindertagespflege der Stadt oder des Landkreises Fulda melden.  

15-jähriges Engagement

Anlässlich des Jubiläums wurden auch die Mitgründerinnen Martina Walker-Hainer, Maria Bühler Frommen und Michaela Schweding für 15 Jahre Mitgliedschaft,  sowie Andrea Bott, Marita Fehr und Elke Hagemann für zehn Jahre Mitgliedschaft bei der Jahreshauptversammlung für ihr Engagement im Verein geehrt. Finanziert wird dieser durch Mitgliederbeiträge, private Spenden und durch die Förderung von Stadt und Landkreis Fulda. 

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