Taschen und Handyhüllen aus alten Turnmatten und Lederbezügen ausrangierter Barren,  Sitzmöbel aus Papier, Tische aus Schiffsplanken oder Gefäße aus Beton: Was man im Netz nie finden würde, weil man gar nicht wüsste, dass es solche Dinge gibt, wird beim Feinwerk-Markt in Schloss Fasanerie erhältlich sein.

Vom Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Oktober, zeigen und verkaufen beim Feinwerk-Markt 95 Aussteller aus fünf Nationen ausgefallene, besondere Produkte, die nach Aussage von Organisationsleiterin Anja Heil eines verbindet: „Es sind echte Dinge – gut designt und gut gearbeitet. Dinge, die unverwechselbar sind und deren Herkunft nachvollziehbar ist.“ Das Angebot ist breit gefächert, es reicht von besonderen Fahrrädern und Carbon-Portemonnaies bis hin zu Zigarren, Gin und Craft Beer.

7600 Besucher bei der Premiere

Nach der Premiere im vergangenen Jahr mit 7600 Besuchern scheint sich der Markt neben dem Fürstlichen Gartenfest als zweites großes Event im außergewöhnlichen Ambiente der alten Schlossanlage zu etablieren. Wer den Markt besucht, muss zwölf Euro Eintritt zahlen, doch dafür bekommt man einiges geboten: Ziel der Organisatoren ist es, Handwerk erfahrbar zu machen.

Dafür sorgen nicht nur „lebendige“ Werkstätten, in denen man zum Beispiel beobachten kann, wie Stuck entsteht, sondern auch zahlreiche kostenlose Workshops zu Themen wie „Leder nähen“, „Zigarren drehen“ oder „Cocktails mixen“ (Anmeldungen erwünscht, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt). Es gibt auf zwei Bühnen Livemusik von vier coolen Bands, Schnupperführungen durchs Schloss – und es öffnen sich Türen, die sonst für die Besucher verschlossen sind, wie Myriam Weidmann von der Hessischen Hausstiftung „Schloss Fasanerie“ erläutert.

“wertfoll” stellt sich vor

Von den knapp 100 Ausstellern kommen mehr als 20 aus der Region. Einige von ihnen sind Mitglied der neuen Initiative „wertfoll“, die sich im Sommer geründet hat. „Wir sind keine Legastheniker“, sagt Roland Frormann von der regionalen Wirtschaftsförderung in Anspielung auf das Wortspiel „wertfoll“. „Foll“ stehe für das Fuldische. Die Mitgliedsbetriebe eint der Sinn für ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, Nachhaltigkeit und Verbundenheit zur Region. Dazu zählen unter anderem die Maßschneiderei „Der schöne Herr“, der Stuckateur Cosimo Notarangelo und der Juwelier Meister Müller.

Karten für den Feinwerk-Markt gibt es im Vorverkauf zum Beispiel in den Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung oder direkt an der Tageskasse in Schloss Fasanerie. Geöffnet ist der Feinwerk-Markt am Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr.

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