Eine Wohnung in Fulda zu finden, ist ein Kampf – gerade für Studis und Azubis. Damit du’s in Zukunft einfacher hast, wird an jeder Ecke gebaut, doch die Projekte reichen nicht. Was sich aktuell in Sachen Wohnen in Fulda tut, liest du ab 29. August in der Septemberausgabe von move36. Vorab erklärt dir Shreya Harkangi, wie verdammt schwer es für sie war, ein Apartment in Fulda zu finden. Shreya ist 25. Die Inderin kam dieses Jahr fürs Studium nach Deutschland.  

Wieso bist du nach Deutschland gekommen?

Weil ich weiß, dass der Master in Deutschland viel besser ist als in Indien. Die Möglichkeiten, Standards und die Qualität der Ausbildung sind echt gut.

War es schwierig, die Zulassung zum Studium in Deutschland zu bekommen?

Ich habe mich für das Sommersemester beworben. Es gab nur zwei Unis, die infrage kamen – Fulda und Bonn. Die Zusage in Fulda habe ich im März gekriegt.

Magst du Fulda? Wie ist es hier verglichen mit Mumbai?

Ja, die Stadt ist schön. Ich mag Fulda. Hier ist es so sauber, die Menschen sind sehr nett, und es gibt kaum Verkehr. Im Gegensatz zu Mumbai sind hier weniger Leute unterwegs, und die Umweltverschmutzung ist geringer. Auch das Wetter ist anders. In Mumbai ist es ziemlich heiß, 40 Grad Celsius im Sommer sind normal.

Welche Erfahrungen hast du bei der Wohnungssuche in Fulda gemacht?

Die Hochschule hat mir gesagt, dass ich ein Formular auf deren Website ausfüllen muss. Das habe ich dem International Office weitergereicht. Dort hat man mir gesagt, dass die Hochschule keine freien Räume mehr hat und mich gebeten, beim Studentenwerk nachzufragen. Das hab ich gemacht – und stand für drei Monate auf der Warteliste.

Victoria vom AStA hat sich dann bei mir gemeldet. Von ihr habe ich Links zu Websites bekommen, wo Privatleute Wohnungen anbieten. Viele von denen wollten aber, dass ich persönlich vorbeikomme, um mir die Apartments anzuschauen. Sie sagten ‘Wir leben zusammen und müssen daher auch gut miteinander auskommen.’ Die wollten mich erst einmal kennenlernen. ‘Wir können dir leider keine Wohnung geben, weil du gerade in Indien bist’, haben sie gesagt. Einige haben sich gar nicht bei mir gemeldet.

Ich habe bestimmt 15 Vermieter angeschrieben. Einige wollten 340 Euro im Monat für eine unmöblierte Wohnung. Internet und Strom hätten auch extra gekostet. Das war mir zu viel. In der Zeit habe ich fast täglich mit Vermietern hin- und hergeschrieben und auf Antworten gewartet.

Dann hab ich mich noch mal beim Studentenwerk gemeldet und doch noch eine Wohnung angeboten bekommen, am Heinrich-von-Bibra-Platz. Die war allerdings nur für drei Monate frei. Ich hab zugesagt, weil ich glaubte, dass es einfacher ist, eine Wohnung zu finden, wenn ich erst mal in Fulda bin. Ende Juli musste ich aus dem Apartment raus. Jetzt wohne ich in einem in der Wiesenmühlenstraße.

War die Sprache ein Problem?

Ja, einige Vermieter haben mich gefragt, ob ich Deutsch spreche. Das war ihnen sehr wichtig.

War dir klar, dass es so schwierig sein würde, ein Apartment zu finden?

Nein, überhaupt nicht.

Ist es in Mumbai genauso schwer, ein Apartment zu finden?

Das ist kein Problem. Die Uni stellt den Studenten, die von weiter weg kommen, Hostels zur Verfügung. Du bekommst automatisch ein Zimmer.

Wie hast du reagiert, als du endlich ein Apartment in Fulda gefunden hast?

Ich war richtig glücklich. Ich habe mich durch so viele Websites gewühlt und kaum positive Rückmeldungen gekriegt.

Wie viel zahlst du für dein Apartment?

Mein Zimmer am Heinrich-von-Bibra-Platz war 23 Quadratmeter groß. Ich hatte mein eigenes Bad, musste mir die Küche aber mit anderen teilen. Insgesamt habe ich 317 Euro im Monat gezahlt. Selbst Internet war dabei. In der Wiesenmühlenstraße wohne ich in einem Single-Apartment mit eigener Küche. Hier zahle ich nur 270 Euro.

War es schwierig für dich, das neue Apartment zu finden?

Nein. Magdalena vom Studentenwerk hat mich gefragt, ob sie mir bei der Suche helfen soll. Da hab ich ja gesagt.

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