Futtern bis zum Umfallen – was das Schützenfest kulinarisch zu bieten hat

Besser könnten die Bedingungen kaum sein: Bei rund 35 Grad und strahlendem Sonnenschein hat am Freitag das Schützenfest eröffnet. Ein volles Programm, Karussells und Futterstände locken in den nächsten zehn Tagen auf die Ochsenwiese. Letztere haben wir uns dieses Jahr mal genau angeschaut und sagen dir, wo es was leckeres zum Schmausen gibt – und was du dir vor der Achterbahnfahrt lieber nicht zu Gemüte führen solltest. An diesem Freitag sind an dem wolkenlosen Himmel über der Barockstadt zwei Sonnen zu sehen – die, die uns seit ein paar Tagen schon ordentlich einheizt, und eine in Form eines weißen, kreisrunden Gestells mit mehreren Waggons dran: das Riesenrad „Grand Soleil“. Es weist schon von weitem den Weg zum Schützen- und Volksfest 2018 auf der Fuldaer Ochsenwiese. Dort angekommen, steigen einem direkt die unterschiedlichsten, leckeren Gerüche in die Nase. Bratwurst, Crêpes, Zuckerwatte, … alles, was es auf einem Volksfest halt so gibt. Lecker – aber gewöhnlich.

Probier doch mal was anderes

Etwas, was du sicher nicht überall siehst, gibt es bei „Kartoffelglück“. Dort bereitet Fredi Klimkeit-Agtsch frisch vor deinen Augen hauchdünne, knusprige Kartoffelchips zu. Gerade ist der Inhaber noch am Dekorieren, als schon die erste Kundin vorbeikommt. Er legt eine Kartoffel in eine Maschine ein, die diese zu langen Spiralen verarbeitet. Diese frittiert er anschließend in Pflanzenöl – reinem Pflanzenöl, wie er betont. „Unsere Kartoffelchips sind vegan, vegetarisch und glutenfrei.“ Genauso wie die selbstgemachten Dips – bis auf einen mit Chili con Carne. Der „Fulda-Special-Dip“ ist übrigens eine eigens hergestellte Guacamole. Schmeckt super, das Ganze ist aber mit 5 Euro pro Tüte recht preisintensiv. Dafür ist die Portion riesig und kaum alleine zu bewältigen. Also am besten teilen, dann passt auch noch Gang Nummer zwei rein.Den bekommst du bei der Schlemmerpfanne, nur ein paar Meter weiter. Neben Schaschlikspießen und Champignonpfanne bietet Chef Andi Beinhorn hier im Bierteig ausgebackenen Blumenkohl an. Aus einer riesigen Schale fischen die Mitarbeiter die schmackhaften Teile. Dazu gibt es eine deftige Käse-Sahne-Sauce, alternativ: Knoblauchdip. „90 Prozent der Kunden entscheiden sich für die Käsesauce“, weiß Beinhorn. Der frittierte Snack ist mal was anderes als Brat- und Currywurst oder Pommes. „Und weil er sehr aufwendig zuzubereiten ist, klauen nicht so viele die Idee“, lacht der Standbetreiber. Hier bist du mit 4,50 Euro pro Schale dabei. Gang Nummer zwei ist durch. Und Platz für ein Dessert ist immer. Nein, die Rede ist nicht von Schokofrüchten. „Die Mandelkutsche“ hat da etwas ganz Leichtes: frische Kokosnuss. Die gibt’s im Becher für 1,50 Euro oder als Stück für einen Euro. Wasser hält die Portionen frisch. Das macht nicht nur optisch was her und schmeckt gut. „Die Kokosnuss ist sehr gesund, ich habe sogar mal gelesen, dass sie Alzheimer vorbeugen kann“, berichtet Standbetreiberin Hedwig Kaufmann. „Außerdem essen sie die Leute gerne, weil sie bei dem Wetter erfrischt.

Eine etwas andere Erfrischung gibt’s nach dem Drei-Gänge-Menü im Ochsenzelt. Für das Schützenfest in diesem Jahr hat die Hochstift-Brauerei ein eigenes Festbier gebraut. Ein sehr süffiges. „Genau diesen Effekt wollten wir erreichen“, erklärt Festwirt Thomas Bronswyk die Hintergründe für das Jubiläums-Helle. Ein Pils sei für den Anlass zu hochprozentig und verkaufe sich nicht so gut. Das Ochsenzelt habe in den vergangenen Jahren immer mehr Zuspruch gehabt. „Diese Tendenz möchten wir gerne fortsetzen.“

Karussell fahren lieber vor dem Essen

Gute Erwartungen an die diesjährige Auflage des Schützenfests hat auch Heiner Distel, der mit seinem Vater, ebenfalls Heiner Distel, das Volksfest veranstaltet. Daran ändert auch die Hitze nichts. „Warm ist es ja um die Zeit immer“, meint er. „Nur dass wir das Feuerwerk zur Eröffnung absagen mussten, tut weh.“Apropos Wehtun. Es ist übrigens nicht empfehlenswert, nach den drei Mahlzeiten und dem Bier noch aufs Karussell zu gehen. Zumindest nicht auf eins der neuen: „High Impress“. Das geht ganz schön ab. Vor dem Essen aber zu empfehlen. Danach tut’s auch eine gemütliche Runde auf dem Riesenrad, wo einem die Sonne, die vom Himmel lacht, den vollgefutterten Bauch wärmt.

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