Vor 50 Jahren trafen sich zum ersten Mal Hippies an der Burg Herzberg bei Breitenbach, um zu feiern. Seit Ende der 90er ist das Festival auf dem großen Acker unterhalb der Burg. In den kommenden Wochen liest du bei uns Geschichten und Anekdoten rund um das Event. So hat sich der Mann fürs Öffentliche, Gunther Lorz, zum Jubiläumsjahr eine ganz persönliche Aktion überlegt, bei der ihm “bald die Finger abgefallen sind”, wie er erzählt. 

“Hans Cath und mir kam irgendwann die Idee, dass das ja ein ganz netter Gruß des Festivals wäre”, so Herzberg-Geschäftsführer Gunther. Zunächst sollten es nur ein paar Hundert Postkarten mit persönlichem Gruß an Herzberg-Fans sein, die natürlich auch für dieses Jahr Tickets haben. Daraus wurden jetzt sage und schreibe rund 9000 Postkarten, auf denen Gunther Love & Peace verbreitet. “Aber irgendwann sind mir dir Finger abgefallen, mein Sohn hat dann noch ein paar Hundert unterschrieben”, grinst er. Die ganze Aktion habe Wochen gedauert.

Herzberg, Postkartenaktion, Gunther Lorz

“Wirtschaftlich lässt sich das natürlich nicht erklären, das ist eher eine Kunstaktion”, so Gunther. “Und das Feedback ist super. Hätten wir über Facebook Grüße geschickt, wäre das längst nicht so.” Eine Frau habe die Karte gar für eine Einladung gehalten und stand plötzlich vorm Kreuz-Büro. “Das war schon witzig.” Das Herzberg-Team möchte damit eine andere, persönlichere Art der Werbung machen. “Man muss die Leute zu Hause abholen”, sagt er entspannt, weil inzwischen endlich alle Karten unterschrieben sind.

Herzberg, Postkartenaktion, Gunther Lorz

Links ist nur ein Bruchteil der Tausenden Grußkarten zu sehen, die Gunther unterschrieben hat.

Ein halbes Jahrhundert Burg Herzberg Festival – ein Anlass, mal nach interessanten Storys und witzigen Anekdoten rund um das osthessische Event zu stöbern, das in Europa eines der größten seiner Art ist. move36 hat sich umgehört in der Szene und veröffentlicht in den kommenden Wochen einige Herzberg-Storys. Natürlich berichten wir auch wieder von vor Ort.

Überhaupt wird der Medienrummel um das Festival dieses Jahr groß. Der “Hessische Rundfunk” und ein Kamera-Team der “WDR”-Sendung Rockpalast machen Beiträge von dem Hippie-Event, und der “Deutschlandfunk” macht am Sonntag, 29. Juli, ab 15 Uhr eine einstündige Liveübertragung. Zudem hat der Schriftsteller und Journalist Frank Schäfer in Zusammenarbeit mit dem Festival-Team das Buch “Burg Herzberg Festival – since 1968” herausgebracht. Es erzählt die Geschichte von den Anfängen bis heute, mit vielen witzigen, skurrilen, aber auch selbstkritischen Anekdoten und einer Menge schöner Fotos.

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