Im April erlebten Maler- und Lackiererauszubildende der Ferdinand-Braun-Schule an einem besonderen Austauschprogramm teil. Im Rahmen des Förderprojektes der Sto-Stiftung lernten sie beim ersten deutsch-österreichischen Azubi-Austausch Handwerkskollegen von unseren südlichen Nachbarn und der ebenfalls teilnehmenden beruflichen Schule aus Hamburg kennen.

Über den Tellerrand hinauszuschauen und den eigenen Beruf aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, ist seit eh und je eine der Prämissen des Handwerkes. Dieser Tellerrand kann auch Landesgrenzen überschreiten, wie beim neuen deutsch-österreichischen Azubi-Austausch der Sto-Stiftung, an dem kürzlich auch Auszubildende der Ferdinand-Braun-Schule teilnehmen durften. Thomas Mönkemeyer, Studiendirektor und Projektkoordinator von der Beruflichen Schule Holz.Farbe.Textil Gsechs in Hamburg ist überzeugt: „Internationaler Austausch stärkt die berufliche Handlungskompetenz. Das Programm mit Österreich bereichert nicht nur auf fachlicher Ebene.“

Daniela Buchegger und Julia Mayr vom Betrieb MeisterMaler in Gresten/Österreich starteten in Fulda mit Unterricht an der Ferdinand-Braun-Schule. Im Praxiseinsatz standen Putzarbeiten sowie Glattvlieswandbekleidungen an, ungewohnte Aufgaben, die beide mit Bravour bewältigten. Zusammen mit acht Auszubildenden aus Fulda ging es in Woche zwei nach Hamburg, um dort das Traditionsschiff „Nordstjernen“ zu renovieren. Das soll als schwimmendes Museum von der nordeuropäischen Industrie- und Fischereigeschichte erzählen.

Beim ersten deutsch-österreichischen Malerazubi-Austausch der Sto-Stiftung wurde das Traditionsschiff „Nordstjernen“ reno-viert. Foto: Sto-Stiftung/Ferdinand-Braun-Schule Fulda

Dort hatten ihre Kolleginnen Anna Reiner und Justine Pflügl bereits gestartet. In ihrem Heimatbetrieb, den MeisterMalern in Gresten, gestalten die Dekormalerinnen Gasthäuser und Bauernhöfe. Ganz anders in Hamburg: In den Praktikumsbetrieben Thielvoldt sowie Rieß & Lauenstein wurde eine Woche lang auf Baustellen in Industriebetrieben, Altbauwohnungen und Villen angepackt. Berufsschulunterricht an der Gsechs folgte in der zweiten Woche.

Fazit: Ein breites Einsatzspektrum sorgte für Einblicke und unvergessliche Erfahrungen – in ungewohnten Strukturen, mit neuen Aufgaben und anderem Werkzeug. Im Spätherbst treten deutsche Azubis den Weg nach Österreich an.

 

Beim ersten deutsch-österreichischen Malerazubi-Austausch waren Auszubildende von der Ferdinand-Braun-Schule Fulda dabei. Foto: Sto-Stiftung/Gsechs

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