Düsterer, spannender und heißer: die zweite Staffel „Stranger Things“

Kennst du schon ..? Jede Woche kommen neue Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets – generell neuer Kram auf den Markt, den wir unbedingt haben müssen. Wir picken uns aus Neuerscheinungen den besonders heißen Scheiß raus und geben unseren Senf dazu. Heute: die zweite Staffel der Netflix-Serie „Stranger Things“. 

Lange haben wir ausgeharrt, die Erwartungen an die zweite Staffel der Science-Fiction-Mysteryserie „Stranger Things“ aus dem Hause Netflix waren riesig. Die Zwillingsbrüder und Ideengeber Matt und Ross Duffer haben sie erfüllt. Die weltweite Veröffentlichung zum Halloween-Wochenende war zudem super getimt.

Aber zuerst: Was passiert? Der Jahrestag des Verschwindens von Will Joyce im November 1983 in die parallele Horrordimension rückt näher – und mit ihm kehren die übernatürlichen Ereignisse in die Kleinstadt Hawkins in Indiana zurück. Will wird geplagt von düsteren Flashbacks, wie die Wissenschaftler des neuen Forschungszentrums vermuten, die versuchen, das Tor zu anderen Dimension zu schließen. Doch schnell wird klar: Das sind keine Flashbacks. Will steht nach wie vor in Verbindung mit ihr – und über einen Virus mit einem riesigen, dunklen Tentakelwesen, das in die irdische Welt vordringen und töten will – alle.

Die Geschichte von Elfi

Darüber hinaus treten neue Charaktere auf. Die toughe, junge und skateboardfahrende Max freundet sich mit Mike, Dustin, Lucas und Will an. Und Bob zeigt als neuer Freund von Joyce Byers, Wills Mutter, den Jungs, was man auch als Nerd alles reißen kann. Die Geschichte des kleinen Mädchens Elfi mit übernatürlichen Kräften wird weiter erzählt – wodurch die Skepsis gegenüber den dubiosen, staatlichen Institutionen aufrechterhalten wird. Natürlich sind beim Staffelfinale nicht sie, sondern die vier Jungs, Sheriff Hopper, Joyce und die Teenies Nancy (Mikes Schwester) und Jonathan (Wills Bruder) die Helden.

Die Duffer-Brüder bleiben dem für diese Serie so passenden 80er-Retro-Chic in Bild und Melodie treu. Bei Nostalgiefans schlagen hier die Herzen höher. Auch Mystery- oder Horrorliebhaber kommen auf ihre Kosten: An die Ereignisse vor einem Jahr anknüpfend, wird eine Spannung aufgebaut, die dich sofort in das Feeling der ersten Staffel versetzt. Die gleichsam faszinierende und bösartige Dimension wird in den ersten paar Folgen erweitert. Visuell setzen die Macher neue Maßstäbe: Vor allem das riesige, schwarze Etwas mit Tentakeln in dem bedrohlich-roten Gewitter versetzt dich in Endzeit-Stimmung. Auch die Demogorgons, die menschenfressenden Wesen aus der anderen Dimension, die nun in Rudeln auftreten, sind überzeugend diabolisch desgint. Die Spannung wird nicht nur aufrechterhalten, sie nimmt stetig zu und entlädt sich schließlich in einem fulminanten Mystery-Showdown, das Seinesgleichen sucht.

Großartige Schauspieler

Insgesamt ist die Staffel düsterer, gewalttätiger; mehr Thrill- und Horror-Elemente, die die Atmosphäre bereichen. Wodurch das Erzählen der dramatischen Geschichte der Familie Byers oder der neuen Liebesgeschichte zwischen Nancy und Jonathan jedoch nicht leiden. Zu guter Letzt sollte man die schauspielerischen Leistungen hervorheben: Die vier jungen Protagonisten spielen einfach klasse, und wie sich Winona Ryder in die Rolle der verzweifelt-hysterischen, aber dennoch powervollen Mutter, die für ihren Sohn sterben würde, reinversetzt, ist mit einem Wort: großartig!

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