Es ist Wahlkampf. An jeder Ecke hängen Wahlplakate und das noch bis 24. September. Dann ist nämlich die Bundestagswahl 2017.  Apps wie WahlSwiper oder der Wahl-O-Mat 2017 wollen mir die Frage, was ich denn wählen soll, erleichtern. Ob die Apps wirklich hilfreich sind oder einfach nur totaler Schwachsinn, habe ich versucht, für euch herauszufinden.

Ein Test von Samira Berger

Der Tag der Bundestagswahl 2017 rückt immer näher. Wie drei Millionen andere Erstwähler stelle ich mir die Frage aller Fragen: Was soll ich wählen? Keiner hat mich im Politikunterricht über die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien aufgeklärt. Ich fühle mich ehrlich gesagt, ein wenig alleine gelassen, obwohl ich weiß, dass ich nicht die einzige bin mit diesem Problem. Alle Wahlprogramme mit teilweise über 150 Seiten zu lesen, ist auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

WahlSwiper

Doch es gibt Menschen, die sich genau für dieses Problem etwas überlegt haben. Zum Beispiel die Entwickler der App WahlSwiper. Die App verspricht, dass ich „spielend leicht“ heraus finde, welche Partei meine Positionen zur Bundestagswahl 2017 am besten vertritt. Mir werden 30 Ja-oder-Nein- Fragen zu verschiedensten Themen wie Asylpolitik, der Europäischen Union oder Umwelt gestellt. Swipe nach links heißt nein, Swipe nach rechts heißt ja. Anhand dieser Fragen und meiner Antworten wird dann ermittelt, welche Partei zu mir passt. Ob das so funktioniert, wage ich immer noch zu bezweifeln! Doch so weit so gut, ich habe die App getestet.

Während meiner Schulzeit war ich nicht unbedingt das Politik-Ass. Wie ein auf Facebook veröffentlichtes Zitat aber zugespitzt zeigt, die Jugend „kann eine Gedichtsanalyse auf fünf verschiedenen Sprachen schreiben, aber nicht eigenständig eine Steuererklärung anfertigen“.  Die Politik ist ein staubtrockenes Thema und Politiker bemühen sich auch nicht darum, die Jugend für politische Themen zu begeistern.

Unverständliche Fragen

Das erste Problem hat sich sehr schnell ergeben, denn ich hatte Probleme dabei, einzelne Fragen zu verstehen. Sollte Edward Snowden politisches Asyl gewährt werden? Sorry, aber wie ich mich bei meinen Kollegen informiert habe, liegt die NSA-Affäre bereits einige Jahre zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir damals 14- bis 16-Jährigen Erstwähler diese Frage sinnvoll beantworten können, bezweifle ich. Mir blieb also nichts anderes als die Frage auszulassen. Eine andere Möglichkeit wäre jedoch gewesen, sich die Frage durch ein Video erklären zu lassen. Nur blöd, wenn die App es nicht schafft, das Video zu laden. Das Ende vom Lied: von 30 Fragen habe ich maximal 20 beantworten können.  Das Ergebnis der App zeigt mir, mit wie viel Prozent meine Antworten mit den Antworten der Parteien übereinstimmen. Klartext: Ich glaube nicht, dass mein Ergebnis ein gut begründetes war. Der WahlSwiper ist vielleicht ganz interessant, erleichtert mir aber nicht die Entscheidung, wen ich wählen soll.

Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat ähnelt dem WahlSwiper enorm. Statt 30 Fragen sind es beim Wahl-O-Mat 38. Doch komischerweise fällt es mir leichter, die Fragen zu beantworten. Die Fragestellungen sind klar und deutlich, somit verständlicher. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt wurde. Nachdem ich alle Fragen beantwortet habe, kann ich dann meine Positionen mit bis zu acht Parteien vergleichen. Von der CDU und SPD bis hin zu den Piraten, es ist jede Partei vorhanden. Obwohl ich nach dem Test des WahlSwipers solchen Apps zur Bundestagswahl 2017 gegenüber abgeneigt war, muss ich sagen, dass ich positiv überrascht vom Wahl-O-Mat bin. Mir stehen nicht wie beim WahlSwiper nur Ja und Nein als Antworten zur Verfügung, sondern ich kann auch Neutral als Antwort wählen.

Informiert euch woanders

Meiner Meinung nach solltet ihr aber lieber in die Wahlprogramme der Parteien reinschauen, gegebenenfalls mit Leuten sprechen, die sich mit Politik auskennen, sich politisch engagieren, als eure Stimme nur nach den Ergebnissen dieser Apps zu richten.Es ist Wahlkampf. An jeder Ecke hängen Wahlplakate und das noch bis 24. September. Dann ist nämlich die Bundestagswahl 2017.  Apps wie WahlSwiper oder der Wahl-O-Mat 2017 wollen mir die Frage, was ich denn wählen soll, erleichtern. Ob die Apps wirklich hilfreich sind oder einfach nur totaler Schwachsinn, habe ich versucht, für euch herauszufinden.

Ein Test von Samira Berger

Der Tag der Bundestagswahl 2017 rückt immer näher. Wie drei Millionen andere Erstwähler stelle ich mir die Frage aller Fragen: Was soll ich wählen? Keiner hat mich im Politikunterricht über die Wahlprogramme der verschiedenen Parteien aufgeklärt. Ich fühle mich ehrlich gesagt, ein wenig alleine gelassen, obwohl ich weiß, dass ich nicht die einzige bin mit diesem Problem. Alle Wahlprogramme mit teilweise über 150 Seiten zu lesen, ist auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

WahlSwiper

Doch es gibt Menschen, die sich genau für dieses Problem etwas überlegt haben. Zum Beispiel die Entwickler der App WahlSwiper. Die App verspricht, dass ich „spielend leicht“ heraus finde, welche Partei meine Positionen zur Bundestagswahl 2017 am besten vertritt. Mir werden 30 Ja-oder-Nein- Fragen zu verschiedensten Themen wie Asylpolitik, der Europäischen Union oder Umwelt gestellt. Swipe nach links heißt nein, Swipe nach rechts heißt ja. Anhand dieser Fragen und meiner Antworten wird dann ermittelt, welche Partei zu mir passt. Ob das so funktioniert, wage ich immer noch zu bezweifeln! Doch so weit so gut, ich habe die App getestet.

Während meiner Schulzeit war ich nicht unbedingt das Politik-Ass. Wie ein auf Facebook veröffentlichtes Zitat aber zugespitzt zeigt, die Jugend „kann eine Gedichtsanalyse auf fünf verschiedenen Sprachen schreiben, aber nicht eigenständig eine Steuererklärung anfertigen“.  Die Politik ist ein staubtrockenes Thema und Politiker bemühen sich auch nicht darum, die Jugend für politische Themen zu begeistern.

Unverständliche Fragen

Das erste Problem hat sich sehr schnell ergeben, denn ich hatte Probleme dabei, einzelne Fragen zu verstehen. Sollte Edward Snowden politisches Asyl gewährt werden? Sorry, aber wie ich mich bei meinen Kollegen informiert habe, liegt die NSA-Affäre bereits einige Jahre zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir damals 14- bis 16-Jährigen Erstwähler diese Frage sinnvoll beantworten können, bezweifle ich. Mir blieb also nichts anderes als die Frage auszulassen. Eine andere Möglichkeit wäre jedoch gewesen, sich die Frage durch ein Video erklären zu lassen. Nur blöd, wenn die App es nicht schafft, das Video zu laden. Das Ende vom Lied: von 30 Fragen habe ich maximal 20 beantworten können.  Das Ergebnis der App zeigt mir, mit wie viel Prozent meine Antworten mit den Antworten der Parteien übereinstimmen. Klartext: Ich glaube nicht, dass mein Ergebnis ein gut Begründetes war. Der WahlSwiper ist vielleicht ganz interessant, erleichtert mir aber nicht die Entscheidung, wen ich wählen soll.

Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat ähnelt dem WahlSwiper enorm. Statt 30 Fragen sind es beim Wahl-O-Mat 38. Doch komischerweise fällt es mir leichter, die Fragen zu beantworten. Die Fragestellungen sind klar und deutlich, somit verständlicher. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt wurde. Nachdem ich alle Fragen beantwortet habe, kann ich dann meine Positionen mit bis zu acht Parteien vergleichen. Von der CDU und SPD bis hin zu den Piraten, es ist jede Partei vorhanden. Obwohl ich nach dem Test des WahlSwiper solcher Apps zur Bundestagswahl 2017 gegenüber abgeneigt war, muss ich sagen, dass ich positiv überrascht vom Wahl-O-Mat bin. Mir stehen nicht wie beim WahlSwiper nur Ja und Nein als Antworten zur Verfügung, sondern ich kann auch Neutral als Antwort wählen.

Informiert euch woanders

Meiner Meinung nach solltet ihr aber lieber in die Wahlprogramme der Parteien reinschauen, gegebenenfalls  mit Leuten sprechen, die sich mit Politik auskennen, sich politisch engagieren, als eure Stimme nur nach den Ergebnissen dieser Apps zu richten.

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