Das Präsidium der Hochschule Fulda reiste zu Gesprächen nach Amman in Jordanien. Zum Ausbau der Kooperation mit der Deutsch-Jordanischen Universität wurden Verträge unterzeichnet die die Zusammenarbeit auf neue Studiengänge ausweitet. Langfristig sollen durch das Projekt die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder intensiviert werden.

Ein Text der Hochschule Fulda

Mitglieder des Präsidiums der Hochschule Fulda besuchten die Deutsch-Jordanische Universität (GJU) in der jordanischen Hauptstadt Amman mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschulen in den kommenden Jahren noch weiter auszubauen. Die GJU wurde 2004 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes nach dem Vorbild einer deutschen Fachhochschule gegründet und gilt inzwischen als Vorzeigeprojekt der deutschen Förderpolitik auf dem Gebiet der internationalen Wissenschafts- und Hochschulkooperationen.

An der GJU studieren derzeit circa 4.000 junge Frauen und Männer an einer der acht Fakultäten. Alle Studierenden lernen Deutsch und müssen im Laufe ihres Studiums ein Jahr in Deutschland verbringen, davon ein Semester an einer deutschen Hochschule und sechs Monate im Rahmen eines Praktikums. Hierzu unterhält die GJU Kooperationen mit über 100 deutschen Hochschulen, darunter auch die Hochschule Fulda, die inzwischen zu den vier deutschen Hochschulen mit den höchsten Aufnahmezahlen jordanischer Studierender zählt. Die beiden Hochschulen verbindet auch, dass die ehemalige Vizepräsidentin der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Dorit Schumann, seit circa einem Jahr Vizepräsidentin der Deutsch-Jordanischen Universität ist. Insgesamt haben in den letzten zehn Jahren bereits über 130 jordanische Studentinnen und Studenten ein Semester in Fulda absolviert. Im laufenden Sommersemester waren zwei Professoren der Hochschule Fulda zu Lehr- bzw. Forschungsaufenthalten an der GJU.

Kooperation ausgeweitet

Während der Gespräche mit der jordanischen Hochschulleitung wurde von Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar und seinem Amtskollegen Prof. Dr. Natheer Abu Obeid ein Vertrag zur Ausweitung der Kooperation auf weitere Studiengänge der Fachbereiche Wirtschaft, Angewandte Informatik, Lebensmitteltechnologie und Elektrotechnik und Informationstechnik unterzeichnet. Vorausgegangen waren Gespräche beider Präsidien unter Beteiligung von Vizepräsidentin Prof. Schumann sowie Prof. Dr. Steven Lambeck, Vizepräsident der Hochschule Fulda, und Kanzler Ralf Alberding.

Aus deutscher Sicht nimmt Jordanien auf Grund der relativ stabilen politischen Verhältnisse eine bedeutende Rolle im Nahen Osten ein, die sich durch die Verlegung von Flugzeugen vom türkischen Incirlik ins jordanische Al Azraq noch verstärken wird. Die GJU wird daher auch als wichtiger Beitrag zur Stabilisierung einer ansonsten von schweren Konflikten geprägten Region betrachtet. Über die Ausbildung junger jordanischer Akademikerinnen und Akademiker, die mit dem deutschen Hochschulsystem vertraut sind und darüber hinaus die deutsche Sprache erlernen, sollen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern intensiviert werden.

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