Besuch in Berlin: Merkel ehrt das Welcome In Wohnzimmer

Eine große Ehre wurde dem Projekt Welcome In Wohnzimmer zuteil: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die 25 besten Projekte des Wettbewerbs Startsocial geehrt – darunter auch das Fuldaer Projekt, das Flüchtlingen und Fuldaer Bürgern Raum geben soll, sich ungezwungen kennenzulernen.

Die Pressemitteilung von „Welcome In Wohnzimmer“ im Wortlaut:

Im vergangenen Jahr ist in Fulda ein großer Freundeskreis entstanden. Ein Freundeskreis, bestehend aus etwa 100 Menschen aus neun verschiedenen Ländern, die ein Ziel vereint: Sie wollen sich für ein harmonisches Zusammenleben aller Menschen in Fulda einsetzen. Das Besondere: Etwa die Hälfte dieser Ehrenamtlichen sind als Flüchtlinge in die Region gekommen. Gemeinsam haben sie es innerhalb von eineinhalb Jahren geschafft, mitten in Fulda, in der Robert Kircher Straße 25, das „Wohnzimmer“ anzumieten, zu renovieren und den Probebetrieb zu beginnen.

Das Wohnzimmer ist ein Begegnungsraum, in dem man sich in entspannter Atmosphäre kennenlernen, miteinander kochen, Filme schauen, Kickern, Sprachen lernen und vieles weitere unternehmen kann. All das funktioniert kostenlos, gegen freiwillige Spenden. Diese Art und Umsetzung freundschaftlicher Integration ist neu in Fulda – weshalb die gemeinnützige Initiative „Welcome In“, die das Projekt initiierte, kürzlich mit dem Integrationspreis der Stadt Fulda ausgezeichnet wurde. Nun wurde das „Wohnzimmer“ im Berliner Kanzleramt durch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ein weiteres Mal prämiert – als eine der 25 besten sozialen Initiativen Deutschlands und als einziges vertretenes Projekt Hessens.

„Wir freuen uns natürlich riesig über diese tolle Anerkennung von höchster Stelle“, so Projektkoordinator Jochen Schiersch. „Das tut gut und gibt uns noch einmal viel Aufwind, denn es ist richtig viel Arbeit, so ein anspruchsvolles Projekt auf die Beine zu stellen. Im Wohnzimmer stecken tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit, ich bin so stolz auf die vielen aktiven Menschen. Unser Dank geht auch an unsere vielen Förderer, die Privatleute, die uns jeden Monat mit kleinen finanziellen Beiträgen unterstützen, aber auch an die evangelische Kirche, die Stadt und den Landkreis Fulda, die Caritas und viele mehr, die dazu beigetragen haben, dass das Wohnzimmer Realität geworden ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Leute zu uns kommen und an diesem Projekt teilhaben, denn es ist wirklich für alle Menschen in der Region gedacht.“ Von Dienstag bis Samstag hat das Wohnzimmer in den Abendstunden für alle Interessierten geöffnet. „Wir freuen uns auch sehr über Gäste, die selbst mit anpacken und das Projekt weiter voranbringen wollen“, so Schiersch.

Die Auszeichnung in Berlin war der krönende Abschluss des einjährigen Wettbewerbs „Startsocial“ – einer Initiative der deutschen Wirtschaft unter der Schirmherrschaft der Kanzlerin. Startsocial hat zum Ziel, junge soziale Projekte mit Stipendien zu unterstützen, in deren Rahmen zwei professionelle Coaches den Projektteams mit Rat und Tat zur Seite stehen. Über vier Monate arbeitete die bunte Fuldaer Gruppe mit ihren Coaches Markus Hillenbrand und Arne Hartung zusammen. Durch die Expertise der beiden erfahrenen Unternehmensberater wurden die Projektstrukturen und die Finanzplanung des „Wohnzimmer“-Projekts professionalisiert, was ein Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft der Initiative sein kann. Ursprünglich hatten sich 400 Initiativen um ein solches Stipendium beworben, 100 Initiativen erhielten den Zuschlag und die 25 besten Projekte wurden nun im Bundeskanzleramt geehrt.

Mehr Informationen zum „Welcome In Wohnzimmer“ gibt es auf der Website wohnzimmer-fulda.de. Per E-Mail kannst du direkt Kontakt mit der Projektgruppe aufnehmen. Mit Spenden auf das Konto mit der IBAN DE52 5306 0180 0100 6197 44 (VR-Bank Fulda) kannst du das Projekt finanziell unterstützen.

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