19 Jahre jung, Abiturient und politisch engagiert. Lukas Adomeit ist Schüler am Marianum in Fulda – und seit Kurzem Mitglied bei Pulse of Europe. Als Teil der Bewegung kämpft er für Europa und gegen den Rechtspopulismus.

“Pulse of Europe will alle Menschen erreichen”, betont Adomeit. “Wir arbeiten bewusst auf der Straße, um nah an den Bürgern zu sein und sie für Europa zu begeistern.”

Was motiviert ihn?

Adomeit hat sich aus persönlichen Gründen dafür entschieden, bei Pulse of Europe mitzumachen. Für ihn sei es selbstverständlich, sich für Politik zu interessieren. Europa sei etwas, das bewahrt werden muss. “Es bedeutet Freiheit, Frieden und Menschenrechte.” Der 19-Jährige will anderen genau das klarmachen. Die erreiche er als Teil von Pulse of Europe.

“Ich setze mich persönlich dafür ein, dass die Extremisten und Populisten in Deutschland nicht die Oberhand gewinnen. Außerdem gefällt es mir, direkt auf Menschen zu zugehen und mit ihnen persönlich in Kontakt zu treten. Nur so erreicht man auch wirklich was.” Seit Ende März besucht Adomeit die Kundgebungen auf dem Fuldaer Uniplatz und hilft seit einer Woche aktiv bei der Orga mit. Mehr als 300 Besucher sind jeden Sonntag mit dabei.

Gerade Jugendliche sollen angesprochen werden – ein Kernanliegen von Pulse of Europe. Ihnen müsse man klar machen, dass Europa nichts sei, was einfach so entstanden ist. Ihnen soll bewusst werden, dass man für Europa kämpfen müsse. “Die Jugendlichen, die dabei sind, bringen sich aktiv ein, organisieren mit, halten Reden.” Sie – und dazu zählt auch Adomeit – seien Europas Zukunft.

Die Bewegung wolle verstärkt an den Schulen aktiv werden – Flyer-Aktionen seien geplant. “In meiner Schule, dem Marianum, wollen wir das jetzt angehen.” Auch mit den Studenten solle Kontakt aufgenommen werden.

Kann Pulse of Europe etwas bewegen?

“Ich denke, dass Pulse of Europe etwas bewegen kann, weil es etwas ist, das es vorher so noch nicht gab.” Der Schlüssel seien Emotionen – durch Gesang und Musik sowie gemeinsame Aktionen will man die Menschen an Europa binden.

Konzepte für ein Europa der Zukunft hat Pulse of Europe nicht – die will es auch gar nicht. Um möglichst viele Menschen anzusprechen, müsse man überparteilich sein. Einig sei man sich, dass man nicht weniger, sondern mehr Europa wolle. “Wir müssen näher zusammenrücken.”

Start in Phase Zwei

“Wir sind eine Bewegung, die eine Entwicklung durchmacht. Noch wissen wir auch gar nicht, wohin unser Weg führt.” Im Gegensatz zu vielen Anti-Bewegungen verstehe man sich als Bewegung, die sich klar für etwas ausspricht. Pulse of Europe befindet sich mittlerweile in Phase zwei. Es sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, um die überwiegend regionale Organisation zu zentralisieren.

Ab dem 7. Mai geht man von den bisher wöchentlichen auf monatliche Kundgebungen über. So soll verhindert werden, dass das Interesse der Leute nachlässt. Bis zur Bundestagswahl beziehungsweise Ende des Jahres soll Pulse of Europe weitergehen. Danach könnte Schluss sein. “Genau wissen wir das aber noch nicht.”

Über Lukas Adomeit

Lukas Adomeit ist 19 Jahre jung und Schüler am Marianum in Fulda. Nach der Schule will er Medizin studieren oder davor ein FsJ im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda machen. Politik beschäftigt ihn in seiner Freizeit durch seine Arbeit der Jungen Union. Hauptberuflich kann er sich das aber nicht vorstellen.

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