Jetzt ist es also endlich soweit, die Amerikaner schreiten zur Wahlurne und entscheiden, wer sich künftig Mr oder Ms President nennen darf. Hillary Clinton oder Donald Trump? Und so spektakulär die Präsidentschaftswahlen immer sind, dieser Wahlkampf hatte es in sich. 

Denn so wenig Inhalt und so viel persönliche Schlammschlacht, Lügen und Anfeindungen gab es selbst in den USA noch nie. Aber was will man erwarten bei diesen Kandidaten? Sicher scheint, dass Amerika eine Rolle rückwärts bevorsteht, wenn es um soziale Absicherung geht. Wer das Rennen macht, scheint schon fast nicht mehr wichtig.

Von den 219 Millionen wahlberechtigten US-Bürgern waren bis Freitag nur 146 Millionen in den Wahlregistern eingetragen. Das muss aber jeder tun, der auch wählen will. Nachdem die Beteiligung 2012 auf 58 Prozent gesunken war, hatten für diese Wahl viele mit einer Rekordbeteiligung gerechnet. Aber vielleicht haben die Bürger auch keinen Bock, Clinton oder Trump ihre Stimme zu geben. Denn mit Ruhm haben sich beide im Wahlkampf nicht wirklich bekleckert.Hier unsere Highlights aus der Berichterstattung und den Debatten im Wahlkampf:

 

So wird gewählt

Wer von beiden besser geeignet ist, Platz im Weißen Haus zu nehmen? Das werden wir sehen. Optimisten tippen auf Trump und hoffen, dass er so viel Mist baut, dass er noch vor Ende der Wahlperiode aus dem Amt gejagt wird. Wohingegen es sich Clinton auch für länger im Präsidentensessel bequem machen könnte.

Erste Prognosen wird es sicher noch am Wahlabend geben. Aber in den USA entscheidet das Volk nur indirekt über den Präsidenten. Nach der Wahl tritt das sogenannte Electoral College zusammen, die 538 Wahlmänner aus den Bundesstaaten und dem District of Columbia mit der Hauptstadt Washington. Das findet am 19. Dezember statt. Sie richten sich mit ihrem Votum nach der Entscheidung der Wähler in ihrem Bundesstaat. Mindestens 270 Wahlmänner-Stimmen sind nötig, um Präsident zu werden. Am 6. Januar zählt der Kongress aus und verkündet das Ergebnis. Am 20. Januar darf der neue Präsident oder die neue Präsidentin den Amtseid ablegen. Aus Deutschland können wir nur zusehen und abwarten.

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