Ab ins Kino! Wir dürfen vor die Leinwand – und erzählen euch, wie es war. Getestet wird, was in Fulda in der Sneak läuft. Unsere Kinoexperten berichten über die Stimmung im Saal, die Sahnehäubchen des Films und vergeben Punkte.

Die Story: Sechs Freunde zischen ab in den brasilianischen Dschungel, weil Franck den Vater seiner geliebten Sonia kennenlernen möchte, der dort ein ökologisches Hotel führt. Mit von der Partie sind Ernest, Sam, Estelle und Alex, der den gesamten Chaosurlaub mit seiner GoPro filmt. Die Jungs haben Bock auf Action und machen einen Ausflug mit dem Flugzeug samt Sonias Großmutti auf ihrem elektrischen Rollator. Als ihr Reiseführer in einer Höhle in die Dunkelheit stürzt, gehen sie im Dschungel verloren. Natürlich passiert ein Patzer nach dem anderen – vom Spinnenbiss in die Weichteile bis zum rettenden Fallschirmsprung aus dem Flugzeug ohne Sprit.

Nach 24 Stunden immer noch kein Lebenszeichen, Estelle und Sonia sind natürlich größter Sorge. Sonias Vater findet auf einmal die Kamera, die Truppe ist nämlich schon näher, als sie denken. Um die Vermissten wiederzufinden, schauen sich die drei – und irgendwann das ganze Hotel das chaotische Spektakel auf dem Flatscreen in der Lobby an – wobei auch die ein oder andere Intrige gelüftet wird. Natürlich finden am Schluss wieder alle zusammen.

Die Stimmung: Ab in den Dschungel ist die Fortsetzung der französischen Komödie “Project: Babysitting – #epicfail” – an dieser Stelle kurz die Frage: Was ist das bitte für ein Filmtitel? Die Komödie kommt dem Stil von Hangover sehr nahe. Hier jagt ein Gag den nächsten und der Film erntet viele Lacher. Entgegen der vielen guten französischen Komödien bleibt der Humor allerdings eher flach und basiert nur darauf, dass irgendwem halt was Dummes passiert. Ganz klar Kategorie Klamauk. Mit ein paar Überraschungsmomenten schafft er es aber, die Spannung zu halten.

Das Sahnehäubchen: Wenn es denn überhaupt eins gibt, ist es die Großmutti mit ihrem Schandmaul. Ansonsten wirken viele Szenen einfach dadurch lustiger, dass sie amateurhaft aus der Perspektive der GoPro dargestellt sind.

Fazit: Einmal schauen geht, kann man mal drüber lachen – aber nicht unbedingt im Kino. Wer auf Klamauk steht, ist hier richtig.

Punkte: 2 von 3 Punkten