Outfits und Fashion – darum geht es auf Patrick Lessers Instagram-Account, und er  begeistert damit ein großes Publikum. Der 27-jährige Fuldaer hat inzwischen über 52 000 Follower und möchte jetzt mit seinem neuen Blog „iampatricklesser“ durchstarten.

Hinter einem erfolgreichen Instagram-Account steckt weit mehr als ab und an ein Foto posten – Patrick investiert am Tag mehrere Stunden in sein Hobby, postet täglich ein neues Outfit. „Mittlerweile gehen circa 55 Prozent meiner Akkuleistung am Tag für Instagram drauf“, erzählt Patrick, der zusätzlich einen Vollzeitjob bei Technolit als Leiter vom Telefonverkauf hat und Fußball spielt.

„Um erfolgreich zu werden, musst du die Leute auf dich aufmerksam machen, das geht natürlich nicht einfach nur durch posten. Am Anfang hat es auch echt gedauert, irgendwann habe ich dann angefangen viel bei anderen zu kommentieren und Fashionseiten zu liken“, so Patrick, der das Ganze als eine Art Projekt sieht und einfach schauen möchte, wie weit er damit kommt.

Mit dem Gedanken einen Instagram-Account zu eröffnen und regelmäßig Fotos zu posten, hatte er schon länger gespielt. „Ich ziehe mich einfach gern ein wenig ausgefallener an als die meisten in Fulda. Im Januar habe ich dann damit angefangen Outfits zu posten. Vorher habe ich mit dem einen oder anderen größeren Blogger gesprochen, wie ich es am besten mache“, berichtet er, „Am Anfang habe ich auch viel Geld in Klamotten investiert, man kann schließlich nicht immer die gleichen Outfits posten.“

 

Vor allem verbringt Patrick viel Zeit damit, bei anderen zu kommentieren, circa 1000 Kommentare hinterlässt er pro Tag. „Du darfst eigentlich von keinem großen Blogger einen Post verpassen und musst alles immer kommentieren. Irgendwann werden sie auf dich aufmerksam, manche aber auch erst nach Monaten“, sagt der 27-Jährige.

Zwar geht für sein Hobby viel Zeit drauf, seine Kumpels sind manchmal angenervt, dass er so viel am Handy hängt. Trotzdem hat es sich bisher gelohnt: „Ich war zum Beispiel auf einem coolen Event in Hamburg, kann nach Berlin zur Fashion Week. Da kommt man nicht so einfach hin. Außerdem habe ich schon haufenweise Klamotten zugeschickt bekommen. Mir macht es einfach Spaß“, erzählt Patrick.

Bis Firmen einen allerdings wahrnehmen dauert es: „Als ich um die 10 000 Follower hatte kamen die ersten kleineren Kooperationen zu Stande. Das waren zum Beispiel eine Handyhülle oder Caps, für die ich dann Werbung gemacht habe. Je größer der Instagramaccount, desto bessere Kooperationen bekommt man.“ Mittlerweile gibt es sogar einige Instagraamstars, die mit Kooperationen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Vor allem wenn hinter dem Instagram-Account noch ein Blog, steht hat man im Netz mehr Erfolg bei Firmen, denn „viele Kunden schicken einem nichts, wenn man nicht auf seiner Seite drüber schreibt.“ Deshalb hat Patrick vor wenigen Tagen seinen Blog gelauncht, mit dem er jetzt ebenfalls durchstarten möchte.