Ab ins Kino! Wir dürfen vor die Leinwand – und erzählen euch, wie es war. Getestet wird, was in Fulda in der Sneak läuft. Unsere Kinoexperten berichten über die Stimmung im Saal, die Sahnehäubchen des Films und vergeben Punkte.


Die Story: Die Geschichte ist schnell erzählt: Die 16-jährige Jesse ist neu in der Stadt und zudem wunderschön. Sie wird als Model unter Vertrag genommen, nun geht es steil bergauf. Doch die Konkurrenz schläft nicht und wird bald zur Bedrohung.

Die Stimmung: Manche haben den Film als so schlecht empfunden, dass sie ihm mit Humor begegneten. Ansonsten kommt bei „Neon Demon“ in den ersten eineinhalb Stunden keine wirkliche Stimmung auf. Er ist einfach etwas fürs Auge, schön und ästhetisch. Eine spektakuläre Handlung gibt es nicht, die Dialoge sind nichtssagend. Dann schwenkt es um: Die letzte halbe Stunde ist einfach nur krank, verstörend und widerlich.

Das Sahnehäubchen: Jede einzelne Kameraeinstellung ist bis ins feinste Detail durchdacht und wunderschön anzusehen. Es wird viel mit Lichteffekten und Farben gespielt, auch der Soundtrack passt gut dazu. Ebenfalls sehr passend: Elle Fanning, die kleine Schwester von Dakota Fanning, in der Hauptrolle und Model Abbey Lee Kershaw als ihre blutrünstige Rivalin.

Fazit: Diesen Film wird man so schnell nicht vergessen, denn in den letzten dreißig Minuten ist alles dabei: Kannibalismus, Nekrophilie und andere Perversionen. Nimmt man die drei Viertel des Films davor, ist es ein Kunstfilm, den man durchaus anschauen kann und der im Kino besonders gut wirkt. Danach gibt es nur noch einen Rat: Flucht. Außer man steht auf kranken Scheiß. Trotzdem hat der Film als Kunstobjekt zwei Punkte verdient.