Mündliche Noten zu geben ist für Lehrer nicht immer leicht und für Schüler nicht immer fair, da Lehrer auf ihr Erinnerungsvermögen angewiesen sind. Um die Notengebung zu verbessern, hat eine Gruppe vom Marianum in Fulda eine Armbanduhr entwickelt, die den Unterricht aufnimmt. Beim Wettbewerb “Jugend forscht” in Hanau haben sie die Jury damit überzeugt und sich für den Hessenentscheid in Darmstadt qualifiziert.

Ein Text von Selina Smolka

Kaufen kann doch jeder, aber selber etwas erfinden ist durchaus schwieriger. So haben die vier Schüler des Marianums in Fulda Malte Bürger (17), Jan-Herold Müller (16), Clemens Schöppner (16) und Kilian Vogler (17) eine Armbanduhr erfunden, die den Unterricht aufnimmt, um die Notengebung einfacher und fairer zu machen. Natürlich kein vollkommener Ersatz für das Einschätzungsvermögen der Lehrer, aber durchaus eine gute Unterstützung für die Verteilung der mündlichen Noten.

14-Jährige begeistert Jury

Mit dem etwas sperrigen Titel “Analyse zur Quantität der mündlichen Mitarbeit im Kontext Schule” überzeugten die Jungforscher damit beim Wettbewerb “Jugend forscht” in Hanau die Jury aus Professoren, Wissenschaftlern und Lehrern und setzten sich gegen 27 weitere Teams durch. Nun dürfen die Vier im April zum Hessenentscheid von “Jugend forscht” nach Darmstadt fahren.

Und noch eine weitere Jungforscherin des Marianums überzeugte die Jury derart, dass sie die 14-jährige Anna Fleck sogar kurzum von der Altersgruppe “Schüler experimentieren” in die ältere Gruppe “Jugend forscht” hievte. Sie untersuchte, wie spezielle Flüssigkeiten in Protektoren von Motorrädern eingesetzt werden können und räumte damit den ersten Platz im Fachgebiet Physik ab. Damit fährt sie ebenfalls zum Landeswettbewerb nach Darmstadt.

Auch die Lehrer gingen nicht leer aus

Doch auch die Betreuer der Projekte mussten nicht leer ausgehen – die Lehrer Tobias Fraatz und Christian Heil sowie Johann Letnev von der Hochschule Fulda haben den Sonderpreis für engagierte Talentförderung von der “Friederichs Stiftung” erhalten.