Was ist Mut? Sich zu etwas zu überwinden, was sich andere nicht trauen? Sich seinen Ängsten zu stellen? Nach vorn zu schauen? All das. Und all das bringen die Teilnehmer der Mut-Tour mit. Sie machen mit ihrer Reise auf dem Tandem, im Kajak oder zu Fuß quer durch Deutschland auf eine Krankheit aufmerksam, vor der wir gern die Augen verschließen: Depression. Am Sonntag hielt die Tour auch in Fulda.

3.200 Kilometer durch die Republik. Schon allein für dieses Wagnis braucht es Überwindung. Mit Tandems, Zweier-Kajaks und zu Fuß sind die Teilnehmer der Mut-Tour seit dem 10. Juli und noch bis zum 25. August auf verschiedenen Strecken von der Küste bis nach Süddeutschland unterwegs. Zwei Teams durchquerten dabei am Wochenende auch Fulda. Der Mut der Teilnehmer, die zum Teil Erfahrungen mit Depressionen haben, zum Teil aber auch kaum mit dem Thema in Berührung gekommen sind, soll anderen Mut machen. Betroffenen wie Interessierten. Mut, sich mit dieser Erkrankung zu beschäftigen. Mut, zuzuhören, Fragen zu stellen, Betroffene nicht allein zu lassen, sich selbst Hilfe zu suchen.

Erstmals startete die Tour 2012, in den vergangenen Jahren haben 126 Menschen insgesamt 22.000 Kilometer für die Aktion zurückgelegt.

MUT-TOUR 2017

● Start: Montag, 10. Juli, Bremen / Ziel: Samstag, 25. August, Leipzig
● 3.200 Kilometer Gesamtstrecke
● 11 Etappen à 5 bis 10 Tage
● 69 Etappen-Plätze, 45 Teilnehmer (einige fahren mehrere Etappen)
● 15 neue und 30 alte Teilnehmer
● 29 Frauen und 16 Männer

Die Partner der MUT-TOUR 2017:

Trägerverein ist als einziger bundesweit tätiger Betroffenenverband die Deutsche DepressionsLiga. Die BARMER, Aktion Mensch und die Deutsche Rentenversicherung Bund sind Kostenträger. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, das Bündnis gegen Depression, der Deutsche Behindertensportverband und der Fahrrad-Club ADFC e.V. sind Bundespartner der MUT-TOUR.

Selbsthilfe bei Depression:

Auch in Osthessen gibt es Selbsthilfegruppen, die Betroffenen und Angehörigen weiterhelfen. Hier kannst du sie erreichen:

  • Depash – Depressionen und Angst Selbsthilfegruppe Lauterbach
    Kontakt: Edith Koch: Tel. (06641) 6465843, Mail
  • Frauen helfen sich SHG für Frauen mit Depressionen, Ängsten, Panikattacken
    Treffen jeden 2. und 4. Donnerstag um 19 Uhr, Mehrgenerationenhaus, am Aschenbergplatz 16-18, Fulda
    Kontakt über das Selbsthilfebüro Osthessen, Tel. (0661) 9019846 und Mail.
  • SHG Wege aus der Dunkelheit (für Menschen mit Ängsten-Depressionen)
    Treffen jeden Donnerstag um 18 Uhr, Ev. Kirchengemeinde „An St. Johann“ 1-5,
    Petersberg
    Kontakt per Mail oder über das Selbsthilfebüro Osthessen, Tel. (0661) 9019846, Mail.

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QuelleFoto: Joscha Reinheimer
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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.