An Tag zwei auf der Fuldaer Wiesn 2017 gab es eine kleine Premiere. Erstmalig war die Joe Williams Band am Start. Joscha hat sich bei Gästen und Alteingesessenen auf der Wiesn umgehört, wie ihnen der Abend gefallen hat.

Nur einen Schlag hat Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) gestern Abend benötigt, um das Fass anzustechen. Damit sind die Fuldaer Wiesn zum sechsten Mal eröffnet.

Ein Text von Jacqueline Kleinhans, Anja Trapp, Jessica Vey und Mariana Friedrich

Niemanden hält es mehr auf den Bänken, als die Bimbacher Musikanten – gefolgt von den Verantwortlichen der Fuldaer Wiesn – in das Festzelt einziehen. Kurz darauf fließt das Bier: Heiko Wingenfeld braucht nur einen Schlag für den Fassanstich. „O’zapft is“, ruft er ins Mikrofon, ehe der OB die ersten Maßkrüge auf der Bühne verteilt.

Die Fuldaer Wiesn sind einmal mehr eröffnet und versprechen bis zum Sonntag Oktoberfeststimmung auf dem Gelände der Messe Galerie-Fulda. Es wird getanzt, geschunkelt und gelacht. Mitten drin das Wiesn-Paar Kim und Konstantin, für die das Fest in diesem Jahr eine doppelte Premiere ist. Zum ersten Mal sind die das Wiesn-Paar der Barockstadt. Zum ersten Mal sind die beiden aber auch auf der Fuldaer Wiesn!

Nach ihrem Eröffnungstanz zu Polkaklängen der Bimbacher Musikanten tummelte sich das Wiesn-Paar im Feststadl zwischen den Gästen und genoss sichtlich die Gespräche und die gute Stimmung. Besonders freuten sie sich, dass die Eltern der beiden sowie die Geschwister, Paten und Großeltern von Konstantin mit von der Partie waren.

Und die Stimmung nahm sie direkt in den Bann. Denn spätestens als die Isartaler Hexen das Festzelt stürmten, standen die ersten auf den Tischen. Wie in jedem Jahr.  Mit Songs aus den Harry-Potter-Filmen machten die acht Hexen ihrem Namen alle Ehre und schossen, nachdem der Countdown heruntergezählt war, auf die Bühne. „Wir freuen uns auf euch. Jetzt aber mal alle aufstehen“, animierten sie die Zuhörer und zeigten damit gleich, wohin
die Reise gehen sollte: Jeder sollte mitmachen und sich von der Hexen-Power mitreißen lassen. Seit mittlerweile 17 Jahren sind die acht Power-Frauen – Alex, Birgit, Maria, Mikki, Tina, Sandi, Susal und „Oberhexe“ Ulla – auf Europas Bühnen unterwegs. Von Anfang an gehören sie schon zum festen Wiesn-Inventar – dieses ist ihr sechstes und 2018 wird ihr letztes Mal sein, denn für Ende 2018 hat die Gruppe ihren Ruhestand angekündigt.

torgranate.de schickte die 23 Teams auf die Wiesn

Auch in diesem Jahr hat das Fußballportal torgranate.de den Teams mit den meisten Treffern der Saison wieder eine besondere Freude gemacht, alle Spieler kurzerhand eingepackt und auf die Wiesn eingeladen. 23 osthessische Teams machten so auf den Wiesn ordentlich Stimmung gemacht. In Hessen- und Verbandsliga wurden ausschließlich die osthessischen Teams berücksichtigt: Lehnerz und Bad Soden haben hier das Rennen gemacht. Von der SG Maberzell/Gläserzell haben sogar die erste und die zweite Mannschaft abgeräumt: „Wir sind heute mit 30 Mann zum Feiern hier, da macht es noch mehr Spaß“, sagt André Arzt, Kapitän der ersten Mannschaft. In der A-Liga hat sein Team schon in den ersten vier Spielen 21 Tore geschossen. Der höchste Sieg lag bei 7:0. Damit haben die Jungs sich die Freikarten für die Wiesn mehr als verdient. „Der Besuch auf den Fuldaer Wiesn ist gut für unsere Gemeinschaft, Teamgeist ist für uns ganz wichtig, der wird hier gestärkt“, findet der Mannschaftskapitän.

Auf Teamgeist setzt auch die zweite Mannschaft des TSV Künzell. „Dass wir es hierher auf die Wiesn geschafft haben, haben wir Lukas Vogel zu verdanken. Er ist unser Vize-Kapitän und vertritt Florian Keil, wenn der oft nicht da sein kann. Er hat eine wichtige Führungsrolle und hat viel dazubeigetragen, dass wir schon neun Tore erzielt haben“, betont Jonas Aschenbrücker, hebt aber auch Simon Herbach als Top-Torschützen der Mannschaft hervor. Lukas Vogel selbst sagt: „Es ist immer schön, wenn die Mannschaft zusammenkommt. Heute wird gefeiert“, und stößt mit seinen Team-Kollegen auf den bisherigen Saisonerfolg und auf die Fuldaer Wiesn an.

Feierstimmung herrscht auch bei der Reserve der SG Reulbach. Die Jungs sind einheitlich in schwarz-gelben Vereinsshirts und Lederhosen gekleidet und stehen schon nach kurzer Zeit zur Stimmungsmusik der Isartaler Hexen auf den Tischen. Simon Wehner hat mit fünf Treffern einen großen Anteil daran, dass das Reulbacher Team freien Eintritt auf den Wiesn hat. „Die meisten haben sich für Freitag Urlaub genommen, und ein Sammeltaxi, das uns abholt, ist schon organisiert“, sagt der Reulbacher. Für einen feuchtfröhlichen Abend stand den Rhönern also nichts mehr im Wege.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Freitag, 8.9.
Joe Williams Band
19 bis 24 Uhr, Einlass 17 Uhr

Samstag, 9.9.
Frühschoppen mit Blasmusik heimischer Kapellen
11 bis 16 Uhr
Die Wilderer
19 bis 24 Uhr, Einlass 17 Uhr

Sonntag, 10.9.
Festival der Volksmusik mit Sigrid&Marina, Die Jungen Zillertaler, Polizeichor Fulda und  Targe of Gordon
11.30 bis 16 Uhr

Für Nachtschwärmer

Auch in diesem Jahr haben alle Wiesn-Gäste wieder die Möglichkeit, nach den Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag günstig und bequem mit dem Wiesn-Shuttle-Bus in Fuldas Innenstadt zu fahren.

Der Preis beträgt pro Fahrgast 2 Euro. Die Fahrkarten gibt es am Wiesn-Info-Counter, VIP-Gäste können mit ihren Armbändern kostenfrei fahren.

Hinweis: Dauerkarten vom RMV oder anderen Anbietern gelten bei diesen Sonderfahrten nicht!

Für Feierbiester

Am Wiesn-Wochenende gehört die Fuldaer Innenstadt #TeamDirndl und #TeamLederhose. Der After-Wiesn-Hotspot mit Live-Musik am Freitagabend und DJ am Samstagabend ist auch in diesem Jahr wieder der Doppeldecker – die „Äktschnkneipe“ in der Brauhausstraße 3a in Fulda.

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