Es darf sich wieder gebattlet werden: wXw, Deutschlands größte Wrestling-Liga, macht Halt in Fulda. Am Samstag heißt’s „Fight Forever“. Mit am Start ist Wrestling-Newcomerin Raquel Lourenço (25) aka Killer Kelly. Im Interview mit move36 verrät die gebürtige Portugiesin, worauf’s bei dem Sport ankommt und verspricht mitreißende Kämpfe.

Es gibt nicht viele Frauen die mit der wXw auf Tour gehen. Wie bist du zum Wrestling gekommen und warum liebst du den Sport so?

Seit ich 7 Jahre alt bin interessiere ich mich für’s Wrestling. Mein großer Bruder ist ein riesiger Wrestling-Fan. Zusammen mit ihm habe ich mir die Shows im TV angeschaut. Irgendwann habe ich angefangen, in meiner Heimat Portugal zu trainieren. Allerdings interessieren sich nicht viele Portugiesen für Wrestling. Deshalb bin ich zusammen mit meinem Freund im September nach Deutschland gekommen und trainiere jetzt bei der wXw. Im März war ich das erste Mal für eine Woche hier, um zu trainieren.

Wrestlest du schon lange professionell?

Mein offizielles Debut hatte ich 2016. Da habe ich angefangen, mich voll ins Wrestling reinzuhängen. Davor habe ich mich noch mehr auf meinen Job als Grafikdesignerin, meine Familie und meinen Freund konzentriert.

Willst du mal vom Wrestling leben können?

Ja, ich will auf jeden Fall mal vom Wrestling leben können. Deshalb habe ich den Sport zu meiner Priorität gemacht, obwohl ich immer noch arbeite. Momentan hält sich beides die Waage. Ich bin einfach noch nicht bekannt genug, um zu sagen: 80 Prozent Wrestling, 20 Prozent Grafikdesign. Aber mit mehr Shows in der Zukunft, klappt das vielleicht.

Musst du sehr stark sein, um zu wrestlen?

Wenn du wrestlen willst, musst du nicht sehr stark sein, aber es ist von Vorteil, wenn du es bist. Wie im normalen Leben gibt es nette und weniger nette Leute, mit denen du dich auseinandersetzen musst. Auch Verletzungen sind keine Seltenheit.

Wie bist du eigentlich auf den Namen „Killer Kelly“ gekommen?

Das ist eine lustige Geschichte. Ich heiße Raquel, und schon vor dem Wrestling haben mich alle Kelly genannt. In Lissabon habe ich dann bei verschieden Wrestling-Shows mitgemacht. Das Besondere war, dass ich nur gegen Männer angetreten bin und mich dafür ganz gut geschlagen habe. Das Publikum hat dann irgendwann angefangen, Killer Kelly zu rufen, um mich anzufeuern.

Was sagen deine Familie und Freunde zu deiner Entscheidung, zu wrestlen?

Meine Familie und meine Freunde unterstützen mich sehr. Sie wissen, dass Wrestling mein Traum ist. Ich bin auch die einzige in der Familie, die das macht.

Macht es eigentlich einen Unterschied, ob man als Frau oder als Mann wrestlet?

Für männliche Wrestler ist es viel härter, erfolgreich zu sein, weil es mehr Konkurrenten gibt. Frauen entscheiden sich seltener für den Sport, weshalb ich verglichen mit meinen männlichen Kollegen weniger Konkurrenz habe. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch hart trainieren muss.

Angenommen, ich will auch mit Wrestling anfangen, habe das aber noch nie gemacht: Ist das schwer? Worauf kommt es an?

Es ist schwierig, nicht unmöglich. Du musst das Wrestling lieben und dich mit all deiner körperlichen und geistigen Stärke reinhängen. Dann klappt es auch.

Worauf freust du dich in Fulda?

Das ist mein erster Besuch in Fulda. Ich freue mich auf einen herzlichen Empfang des Publikums. Die Leute sollen sich nicht scheuen, laut zu sein. Ich kann es kaum noch erwarten. Wenn ich Zeit habe, schaue ich mir auch die Stadt an.

Was erwartet das Publikum?

Das Publikum kann sich auf eine unterhaltsame Show von der ersten bis zur letzten Minute freuen. Und natürlich werden die Leute sehen, wie ich meiner Gegnerin in den Arsch trete.

Alle Infos zu wXw – „Fight Forever“ am Samstag in Fulda findest du in unserem Eventkalender.

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