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Fulda
Montag, 20. November, 2017
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Das Experiment: So ist das Leben mit Hartz IV

Hartz IV: Das Experiment
Eine Woche Hartz IV: Mehr Überleben als Leben?

Leben von Hartz IV: Dass da keine großen Sprünge möglich sind, weiß jeder. Wie so ein Leben konkret aussieht, wissen jedoch nur die Betroffenen. Malina und Sascha wollten einen Einblick in diese Welt gewinnen und haben eine Woche von Hartz IV gelebt.

Hartz IV ist jedem ein Begriff. In die Lage, diese Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen zu müssen, geraten zum Glück die wenigsten. Dennoch waren vergangenen Dezember im Landkreis Fulda 8860 Menschen von Hartz IV – Leistungen nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetztbuches (SGB II) – abhängig. Immerhin: Das sind knapp 200 weniger als vier Jahre zuvor, wie aus Statistiken des Kreises hervorgeht.

Seit dem ersten Januar dieses Jahres haben sie ein paar Euro mehr zum Leben. Der Regelsatz (ohne Miete) stieg um fünf Euro auf 409 Euro im Monat. Ob damit mehr als Überleben möglich ist? Um der Antwort näher zu kommen, haben Sascha und Malina eine Woche von Hartz IV gelebt.

Hartz IV: So setzt sich der Regelsatz zusammen

Rücklagen für den Notfall

Neben Kosten für Strom, Lebensmittel und Telefon berücksichtigt der Bedarf Ausgaben, die nicht jede Woche oder jeden Monat anfallen.

Malina und Sascha haben für ihr Experiment diese Posten – Kleidung, Haushaltsgeräte, Gesundheitspflege und Bildung – abgezogen. Das Geld haben sie praktisch für den Notfall zurückgelegt.

Expertin hat Zweifel

Ob das in der Praxis funktioniert? Monika Niestroj hat daran Zweifel. Sie arbeitet bei der Sozial- und Lebensberatung des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa. Niestroj und ihre Kollegen betreuen unter anderem Menschen, die von Hartz IV leben.

Monika Niestroj kümmert sich um Menschen, die Hartz IV beziehen.

„Wenn der Kühlschrank kaputt geht, kostet ein neuer ein paar Hundert Euro“, sagt sie. „Der Regelsatz reicht dann vorne und hinten nicht. Aus meiner Erfahrung gelingt es nicht, einen Teil davon für den Notfall zu sparen.“ Auch wenn es sicher ein paar gebe, die fünf oder zehn Euro zur Seite legen würden.

Malina und Sascha versuchen es trotzdem. Sie lassen ihr Budget schrumpfen. Ob sie damit zurechtkommen?

Nach Abzug aller Posten für unregelmäßige Ausgaben bleiben ihnen für einen Monat 324,50 Euro. Da Hartz-IV-Empfänger monatlich 100 Euro verdienen können, ohne dass ihre Hartz-IV-Auszahlung sinkt, steigt der Betrag auf 424,50 Euro – also über den Regelsatz.

Macht auf sieben Tage des 31-Tage-Monats Januar heruntergerechnet 95,85 Euro, mit denen Malina und Sascha über die Runden kommen müssen.

Eine Woche Hartz IV: Berechnung unseres Budgets

Hartz-IV-Regelsatz 409 Euro
abzgl. Kleidung: 34,36 Euro
abzgl. Innenausstattung: 31,00 Euro
abzgl. Gesundheitspflege: 17,59 Euro
abzgl. Bildung: 1,55 Euro
zzgl. Verdienst: 100,00 Euro
Monatsbudget: 424,50 Euro
Budget für sieben Tage: 95,85 Euro

Auf den ersten Blick nicht so wenig

95,85 Euro klingen auf den ersten Blick gar nicht so wenig für einen Menschen, der nur sich versorgen muss.

Ausgaben für Strom, Handy, Internet, Kabelfernsehen und Abos (Zeitungen bzw. Netflix) – darauf wollen beide nicht verzichten – schmälern den Betrag, den Malina und Sascha für Lebensmittel und auch einmal einen Kaffee in einem Lokal übrig haben.

Ihr bleiben 50 Euro. Ihm immerhin 66 Euro.

Hilfe beim Sparen

„Bei den Energiekosten können SGB-II-Empfänger viel sparen. Der Caritasverband hilft ihnen mit einem Energiecheck. Pro Haushalt sind bis 190 Euro Ersparnis im Jahr drin.“
(Monika Niestroj, Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa)

Deprimierende erste Bilanz

Am ersten Tag hat Sascha erst einmal für die Folgetage eingekauft. Brot, Eier, Käse, Aufschnitt, Gemüse, Fleisch: Was man eben so braucht.

Die deprimierende Bilanz: Für den Rest der Woche bleiben ihm noch 32 Euro.

Malina hingegen lebt von Tag zu Tag. Sie kauft häppchenweise ein. Was ihr bereits am ersten Tag klar wird: „Mein Süßigkeitenkonsum geht mit meinem Budget nicht Konform.“ Zum Glück sorgen die Kollegen für Nachschub.

Erste Bestandsaufnahme von Sascha und Malina

Sascha nach Tag 1: "Die Hälfte ist schon weg"

Malina startet in Tag 2: "Leider beim Bäcker gewesen"

Eine Handvoll Münzen

Mit wie wenig Hartz-IV-Bezieher auskommen müssen, verdeutlicht eine einfache Rechnung. Würde Sascha seinen Lebensstil fortführen, blieben ihm gerade einmal 3,90 Euro in der Woche für Lebensmittel.

Er geht zweimal die Woche in der Mittagspause essen, geht am Wochenende aus, hat ein Sky-Sport-Abo, ist Mitglied in einem Fitnessstudio und kauft sich regelmäßig Schallplatten. Darauf verzichtet Sascha eine Woche lang.

Zwischenfazit nach drei Tagen

Was die Ernährung angeht, hat sich für ihn bis Mitte der Woche hingegen wenig geändert. Klar, er ist nicht essen gegangen. Aber beim Einkauf hat er keine großen Abstriche gemacht.

Für die Mittagspausen hat Sascha daheim vorgekocht – größtenteils mit frischen Zutaten. Bioprodukte standen jedoch nur in Ausnahmen auf dem Speiseplan.

Bio geht mit Hartz IV kaum oder gar nicht

Bio liegt in Deutschland im Trend. Der Umsatz mit vermeintlich umweltschonender produzierten und gesünderen Lebensmitteln hat sich von 2000 bis 2015 auf 8,62 Milliarden Euro mehr als vervierfacht. Das geht aus Veröffentlichungen des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft hervor.

Hartz-IV-Bezieher können sich solche Lebensmittel nur schwer leisten. Hätte Sascha Ruccola, Zucchini, Orangen, Parmesan, Champignons, Tomaten und Hähnchenbrust im Bioladen gekauft, wäre er zweieinhalbmal so viel Geld losgeworden wie im Discounter oder Supermarkt. Konkret: knapp 35 Euro statt rund 14 Euro.

Auch Malina macht nicht sonderlich große Abstriche. Sie kocht teils mit Lebensmitteln, die sie bereits vor der Woche gekauft hatte. Die Kosten zieht sie vom Budget ab. Dabei merkt Malina: Süßkartoffeln können sich Hartz-IV-Empfänger wohl nicht ohne Weiteres leisten.

In anderer Hinsicht hat Malina sogar etwas geschummelt. Mitte der Woche liegen abends auf einmal mehrere Pakte auf dem Boden ihrer Wohnung. Sie „musste“ sich ein paar Sachen bestellen – natürlich auf Rechnung.

Die eine schummelt, der andere hält sich zurück

Malina: "Das kann man sich definitiv nicht leisten"

Sascha verkneift sich ein paar Sachen

Hartz-IV-Empfängern ist es nur schwer möglich, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das merken Malina und Sascha schnell. Die Konzerttickets, die er sich für dieses Jahr besorgt hat, hätte er sich abschminken können. Und einmal ein Fest besuchen und es krachen lassen? Dafür müssten beide schon ordentlich sparen.

„Familien, die diese Leistung beziehen, müssen sehr sparsam sein, wollen sie zum Beispiel ein Fest wie das Schützenfest in Fulda besuchen“, sagt Lebensberaterin Niestroj. „Häufig lassen die Eltern nur die Kinder Karussell fahren, etwas essen und trinken. Sie selbst halten sich zurück. Oder die Familie bleibt ganz daheim.“ Das gehe Niedrigrentnern und Kleinstverdienern ähnlich.

Altersarmut droht

„SGB-II-Empfängern, die länger ohne Job sind, droht Altersarmut. Die Caritas hilft mit einer ‚Schuldner- und Budgetberatung für Senioren'“
(Monika Niestroj, Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa)

Das Leben abseits der gesellschaftlichen Mitte führt viele in Isolation und Einsamkeit. „Wenn ich wegen Geldnot am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen kann, ziehe ich mich immer mehr zurück“, sagt Monika Niestroj.

Etwas, worunter Malina und Sascha während des Experiments nicht leiden. Er hat kein Problem, mal eine Woche weniger zu unternehmen. Bei mehreren Wochen sähe das wohl anders aus. Sie nimmt Einladungen von Freunden an und bringt auf Partys einfach weniger mit. Ob das mit der Hartz-IV-Realität übereinstimmt, sei dahingestellt.

Experiment „Hartz IV“ neigt sich Ende zu

Für Sascha neigt sich das Experiment dem Ende entgegen – und damit sein Budget. Am Freitag musste er außerplanmäßig Geld für Benzin ausgeben.

Auch Malina hatte Reisekosten zu verkraften. Sie ist mit dem Zug nach Hanau auf einen Geburtstag gefahren. Von ihrem Hartz-IV-Budget hätte sie sich die Fahrt nicht leisten können. Ihre Mutter ist ihr zur Seite gesprungen.

Nur noch ein paar Euro für’s Wochenende

Sascha: "Für das Wochenende bleiben wenige Euro"

Malina startet mit Eis und Ofenkäse in die letzte Runde

Ein Thema, das beide für ihr Experiment ausgeklammert hatten, sind Klamotten. Wer kauft sich schon wöchentlich Kleidung und Schuhe? Malina vielleicht?

Sie investiert im Monat jedenfalls über 200 Euro in die Ausstattung ihres Kleiderschranks. Als Hartz-IV-Empfängerin wäre der wohl nicht so prall gefüllt. Für Kleidung und Schuhe blieben ihr im Monat nicht einmal 35 Euro.

Reicht Hartz IV für Kleidung und Schuhe?

Ein Alleinstender hat laut Regelsatz 412,32 Euro im Jahr für Kleidung und Schuhe zur Verfügung. Reicht das, um den Kleiderschrank für alle Jahreszeiten zu füllen?

Wir haben in drei Geschäften unterschiedlicher Kategorien geguckt, was eine Ausstattung zu regulären Preisen kostet – Jacke, Pullover oder Sweatshirt, T-Shirt, Jeans, Unterhose, Socken und Schuhe.

Kik: Alles außer Schuhe

Kik-Kunden können sich für 45 bis 60 Euro fast komplett einkleiden. Schuhe gibt es in dem Discounter allerdings nicht.

H&M: Maximal dreieinhalb Outfits

H&M ist auf den ersten Blick deutlich teurer als Kik. Ohne Berücksichtigung der Sonderangebote kostet dort ein Outfit mindestens um um die 115 Euro – Schuhe inklusive. Für unsere Modell-Outfit können H&M-Kunden jedoch problemlos auch mehr als 200 Euro ausgeben.

Karstadt: Zu teuer für Hartz IV?

Außerhalb der Rabattsaison fällt es Menschen, die Hartz IV beziehen, schwer, sich bei Karstadt ein Outfit zu leisten. Die günstigste Variante, die wir zusammengestellt haben, kostet gut 200 Euro. Die Kosten für einzelne Outfits übersteigen gar den Betrag des Regelsatzes, der auf das Jahr gerechnet für Kleidung und Schuhe vorgesehen ist.

Pizzaria dicht, Pleite abgewendet

Es ist Sonntagmitternacht. Das Hartz-IV-Experiment ist zu Ende. Malina hat noch 8 Euro auf der hohen Kannte. Wobei – eigentlich wäre sie deutlich in den Miesen. Sie hat Sachen auf Rechnung bestellt und sich mehrfach einladen lassen.

Bei Sascha sind noch 6,50 Euro übrig. Aber nur, weil er am Sonntag nicht abwarten konnte, bis die Pizzaria in der Nähe öffnet. Eigentlich wollte er sich dort etwas zu Essen holen. Am Ende hat er sich ein paar Brote geschmiert.

Das sagen Malina und Sascha über ihre Woche mit Hartz IV

Malinas Fazit: "Ich bin gescheitert"

Saschas Fazit: "Das würde öde"

„Für einige gibt es wenig Hoffnung“

Während Sascha und Malina nach sieben Tagen in ihr geregeltes Leben mit fester Arbeitsstelle zurückkehren, werden einige Hartz-IV-Bezieher den Rest ihres Lebens in dieser prekären Lage verbringen. „Bei etwa der Hälfte besteht Hoffnung, dass sie Hartz IV entkommen“, sagt Monika Niestroj vom Caritasverband. „Andere werden von Beschäftigungsmaßnahmen aufgefangen. Sie zählen zu den SGB-II-Empfängern, die einfach zu lange aus ihrem Beruf draußen sind.“ Für die gebe es erfahrungsgemäß wenig Hoffnung.

Morddrohung und Polizeieinsatz: Psychoterror gegen Andreas Goerke von „Fulda stellt sich quer“

In Fulda scheint ein politischer Streit zu eskalieren. Andreas Goerke, Sprecher des Vereins Fulda stellt sich quer, und seine Familie sehen sich immensem Psychoterror ausgesetzt. Die Familie hat unter anderem eine Morddrohung erhalten.

Eskalation im Kampf linker und rechter Aktivisten? Seit einigen Wochen sehen sich Andreas Goerke, Sprecher des Vereins „Fulda stellt sich quer“, und seine Familie Psychoterror ausgesetzt. Das teilte Goerke move36 persönlich und sein Verein am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Demnach standen am 2. Februar dieses Jahres plötzlich sechs Feuerwehrautos und zwei Rettungswagen vor seinem Haus. Ein Anrufer habe bei der Feuerwehr gesagt, dass das Haus der Goerkes in Flammen stehe. Was jedoch nicht der Fall gewesen ist. Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber move36. Laut Christian Stahl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, liegt eine Anzeige wegen Missbrauchs des Notrufs vor.

Polizei stürmt Grundstück

„Am selben Tag standen zudem acht Pizzalieferanten vor meiner Tür“, sagt Andres Goerke. „Sie hatten Ware im Wert von jeweils 150 bis 200 Euro dabei.“ Einen Tag später seien den Goerkes 500 Bücher geliefert worden. „Außerdem habe ich ein Bestätigungsschreiben über eine Mitgliedschaft in der NPD erhalten“, sagt Goerke. Diese hatte der Linksaktivist jedoch nicht beantragt.

Diese Fälle sollten nur das Vorspiel weit drastischer Vorkommnisse sein. „Am 11. Februar stürmte ein Einsatzkommando mein Grundstück und stand mit gezückten Waffen vor mir“, sagt Goerke. „Jemand hatte unter meinem Namen bei der Polizei angerufen und detailliert geschildert, wie ich meine Frau ermordet haben soll.“

Morddrohung gegen Sohn

Die Polizei bestätigt auch diesen Vorfall gegenüber move36. „Uns liegt eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung und der Vortäuschung einer Straftat vor“, sagt Pressesprecher Stahl.

Vier Tage später erreichte der Psychoterror seinen vorläufigen Höhepunkt. Die Familie Goerke erhielt per Brief – dieser liegt der Redaktion vor – eine Morddrohung gegen ihren Sohn. Neben den Drohungen sind darauf ein altes Foto des Jungen, vermutlich von Facebook runtergeladen, sowie als Todesdatum das Jahr 2017 zu sehen.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts einer politisch motivierten Straftat. Goerke und sein Verein sahen sich in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen mit Personen aus anderen politischen Lagern ausgesetzt. Daher sei es naheliegend, dass die Vorfälle mit diesen Auseinandersetzungen zusammenhingen, sagt Christian Stahl.

Pressekonferenz am Donnerstag

Erst im Januar hatte unter anderem „Fulda stellt sich quer“ gegen eine interne Veranstaltung des AfD-Kreisverbandes Fulda mobil gemacht. Dort sollte der Thüringische Fraktionsvorsitzende Björn Höcke auftreten.

„Fulda stellt sich quer“ und andere Gruppen wollten vor Ort demonstrieren. Die AfD sagte die Veranstaltung schließlich ab. Es habe Anfeindungen gegeben, man wolle die Parteimitglieder schützen, lautete die Begründung.

Schutz hat derweil nun die Familie Goerke nötig. Sie leidet unter dem Psychoterror. Schweigen will Andreas Goerke jedoch nicht. Am Donnerstag wird er im Haus des DGB eine Pressekonferenz geben.

Bahn frei für Neuwahlen – Jamaika im Bund schlägt fehl

dpatopbilder - Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin, Angela Merkel, äußert sich am 20.11.2017 zum Scheitern der Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin. Die FDP hatte die Jamaika Sondierungsgesprächen zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer Regierung abgebrochen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Jamaika im Bund? Gibt’s nicht! Nach vier Wochen Verhandlungen ist jetzt klar: CDU, CSU, FDP und Grüne werden nicht zusammen regieren. Die FDP hat hingeschmissen. Wie geht’s jetzt weiter mit Deutschland?

Das Frankenstein-Experiment Jamaika ist fehlgeschlagen. Vier Wochen lang haben CDU, CSU, FDP und Grüne darüber gestritten, ob sie überhaupt zusammen regieren können. Für die FDP und ihren Chef Christian Lindner steht jetzt gut zwei Monate nach der Bundestagswahl fest: Können sie nicht. Da sollte offensichtlich das zusammenwachsen, was nicht zusammen gehört. Gerade beim Thema Klima und Flüchtlinge lagen die Parteien meilenweit auseinander. Unabhängig davon, wer Jamaika vor die Wand gefahren hat, fragst du dich sicher, wie’s jetzt weiter geht. Gibt’s wieder eine Große Koalition? Hättest du doch lieber Neuwahlen? Oder probiert die Kanzlerin mal was ganz Neues, eine Minderheitsregierung?

Möglichkeit 1: die GROKO

Die SPD knickt ein und lässt sich auf weitere vier Jahre große Koalition mit der CDU ein. Das ist derzeit aber unwahrscheinlich. SPD-Vize Ralf Stegner sagt dazu: „Die Ausgangslage für die SPD hat sich nicht verändert. Wir haben kein Mandat für eine erneute Große Koalition.“

Möglichkeit 2: Nochmal wählen gehen

Wir dürfen nochmal wählen. Damit es soweit kommt, muss aber einiges passieren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier müsste erst einmal einen Kanzlerkandidaten vorschlagen. Nehmen wir mal an, das wäre Angela Merkel. Die stellt sich dann zur Wahl im Bundestag und verfehlt die Mehrheit. Dann gibt’s innerhalb von zwei Wochen einen zweiten Anlauf. Schafft sie’s dann wieder nicht, reicht ihr im dritten Durchgang die relative Mehrheit, also mehr Ja- als Nein-Stimmen. Steinmeier hat in dem Fall die Qual der Wahl. Er könnte den Bundestag auflösen. Dann müsste innerhalb von 60 Tagen neu gewählt werden. Oder…

Möglichkeit 3: eine Minderheitsregierung

… er ernennt Angela Merkel zur Chefin einer Minderheitsregierung. Möglich wäre da eine Koalition aus CDU/CSU und FDP oder Grünen. Problem: Merkel bräuchte immer auch Stimmen aus der Opposition, um ihre Projekte auf den Weg zu bringen. Dass Die Linke oder die AfD Merkel auch nur in einem Punkt eine Mehrheit verschaffen würden, können wir wohl vergessen. Dann bliebe nur die SPD, und auch die wird wohl nicht jeder Entscheidung der Kanzlerin zustimmen. Dazu kommt, dass es auf Bundesebene bisher nie eine Minderheitsregierung gab. Es fehlt also die Erfahrung damit.

Unterm Strich sind Neuwahlen damit am wahrscheinlichsten. Danach fängt das Sondieren wieder von vorne an. Fragt sich nur, wer dann miteinander verhandeln wird.

Was ist das Besondere an Fulda? – Mach mit und gewinne dein Adventsgeschenk!

Auf ihre Initiative hin haben sich viele Fuldaer Einzelhändler zusammengetan (v.l.): Patrick Wagner von TUI Fulda, Derya Aylin Tabery von Lua Lua, Dominik Bleuel von TUI Fulda, Marius Ebert vom Sporthaus Marquardt, Letitia Föller von Letitia Bademode & Dessous in Fulda, Brigitte Schmidt von Wohnlevel und Nicola Drüschler von Nicolissima.

„Was gefällt dir an Fulda am besten?“ Diese Frage stellen die Fuldaer Einzelhändler derzeit ihren Kunden. Wie? Auf coolen Fulda-Postkarten. Warum? Für den Fuldaer Adventskalender. Noch bis zum 28. 11. kannst du dir deine Karte sichern. move36 ist natürlich dabei.

Die Fuldaer Geschäfte verwandeln sich im Advent in einen Adventskalender. Bis zum 28. November gibt es bei vielen Läden und Unternehmern Fulda-Postkarten, auf die du schreiben sollst, was dir an der Barockstadt am besten gefällt. Die Antworten werden gesammelt und in einen großen Lostopf geworfen.

Denn mit deinem Blick auf deine Heimat kannst du ab 1. Dezember etwas gewinnen. Im Advent öffnet sich dann jeden Tag ein Türchen – jeden Tag gibt es ein Paket von einem der teilnehmenden Geschäfte. Am 24. wartet ein besonderes Geschenk auf den Gewinner. Wer alles dabei ist, siehst du auf dem Plakat zum Postkartenmotiv.

Warum das alles? Für jede abgegebene Postkarte spenden die Unternehmer einen Euro an die Organisation „2more-Smiles“, die bedürftige Kinder in Afrika unterstützt. „Wir wollten schon länger eine gemeinsame Aktion starten“, sagt Patrick Wagner vom TUI Reisebüro,
der die Initiative ergriff. Viele Fuldaer waren sofort begeistert dabei. „Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, um sich für einen guten Zweck einzusetzen. Und dabei können die Fuldaer sogar etwas gewinnen.“

Und was ist jetzt an Fulda so cool?

Letitia Föller (Letitia Bademode & Dessous):

Ich liebe Fulda und die Menschen hier. Und ich finde es wichtig, dass wir als Unternehmer etwas gemeinsam machen, um die Menschen hier zusammenzubringen.

Aylin Tabery (Lua Lua):

Fulda ist meine Heimat und eine wirklich schöne. Nach dem Abi will jeder erstmal raus. Wenn man dann aber wieder zurückkommt, merkt man, was man hier hat und wie schön die Stadt ist.

Patrick Wagner und Dominik Bleuel (Tui):

In Fulda kennt jeder jeden, es ist einfach ein toller Ort. Wenn ich jetzt im Herbst frühs schon durch das Paulustor komme: das ist der schönste Anblick in ganz Hessen.

Bock auf Technik? Der Tag der offenen Tür an der Ferdinand-Braun-Schule zeigt, warum

Foto: Felix Weigl

Welcher Beruf passt perfekt zu dir? Beim Tag der offenen Tür an der Ferdinand-Braun-Schule konntest du es herausfinden. Denn hier zeigten die verschiedenen Fachrichtungen, welche Perspektiven sie für Absolventen bieten.

Horror, Komödie oder Weihnachtsfilm: Unsere 36 Filmtipps für die kuschelig-dunklen Stunden

Cropped shot of a young african american couple watching television at home

Da ist sie wieder – die graue Jahreszeit. Aber grau und dunkel heißt ja nicht gleich schlecht. Erst recht, wenn man sich im Winter mit den Liebsten – seien es Partner, Freunde oder Familie – aufs Sofa mummelt und einen Filmmarathon startet. Aber es müssen nicht immer Blockbuster sein. Wir haben dir aus einigen Genres mal die etwas anderen Filme zusammengestellt. Film ab!

Thriller

Zwielicht

Ein ruhiger, aber gleichsam hochspannender Gerichtsthriller: In „Zwielicht“ versucht Richard Gere als Star-Anwalt, die Unschuld des jungen, psychisch angeschlagenen Messdieners Edward Norton zu beweisen, den alle für schuldig an dem Mord an einem Erzbischof halten. Nortons Schauspielleistung ist hier großartig, und am Ende gibt’s eine krasse Wendung.

Road to Perdition

Im Gangster-Epos „Road to Perdition“ gerät Tom Hanks Anfang der 30er als rechte Hand eines Gangsterbosses durch einen dramatischen Unglücksfall in dessen Visier. Die Reise mit seinem Sohn Richtung Perdition wird zu einer Odyssee, auf der sich Vater und Sohn aber näherkommen.

Hard Candy

Dieser Psychothriller ist nichts für schwache Nerven. Die blutjunge Ellen Page verabredet sich mit einem erwachsenen Mann, beginnt, ihn zu verführen. Ob er drauf eingeht? Und was sie eigentlich vorhat? Erfährst du im Film. Jedenfalls entlädt sich alles in einem psychotischen Showdown.

Fantasy

Das Kabinett des Dr. Parnassus

Dieser Fantasyfilm bietet ein einzigartig-zauberhafte Kulisse mit Starbesetzung. Doktor Parnassus, der mit einem Wandertheater durch die Welt tingelt, hat vor vielen Jahren einen fatalen Pakt mit dem Teufel geschlossen – wie so oft für die ewige Jugend. Nun muss er verhindern, dass der Teufel sich dafür seine Tochter holt.

Donnie Darko

„Donnie Darko“ ist alles andere als ein typischer Fantasyfilm – eher ein fantastischer Mysteriethriller. Überragend spielt Jake Gyllenhaal einen psychisch instabilen Teenager, dem immer wieder ein dämonischer Hase erscheint, der ihm den Weltuntergang verkündet. Es geht um Überschneidungen zwischen Einbildung und Realität, es geht um Theorien des Zeitreisens und das Abdriften eines Jungen in wirre Theorien. Hat er am Ende Recht?

Die Stadt der verlorenen Kinder

In dem französischen Film kann Krank nicht träumen und entführt deswegen Kinder, um ihre Träume zu stehlen. One – stark wie ein Pferd – sucht mithilfe der kleinen Miette seinen kleinen Bruder Denree und findet die Stadt der verlorenen Kinder. Ein skurriler und düsterer Fantasyfilm.

Liebesfilme

La La Land

Das Showbizz in Hollywood ist hart und durchtrieben. Emma Stone und Ryan Gosling versuchen im oscarprämierten Musical-Drama, ihre Karriere und Beziehung unter einen Hut zu bekommen.

True Romance

Kein klassischer Liebesfilm, aber eine Liebesgeschichte in ein Road Movie gepackt. Durch blöde Zufälle wird ein frisch vermähltes Paar von der Polizei und der Mafia durchs Land gejagt. Das Drehbuch für den Film von Quentin Tarantino und Roger Avary war mit 500 Seiten zu lang für einen Film. Daher hielt ein großer Teil der Story für den durchgeknallten Actionthriller „Natural Born Killers“ her.

Brokeback Mountain

Schwule Liebe ist in der US-Provinz ein No-Go. Doch Jake Gyllenhaal und Heath Ledger (2008 gestorben) geben sich dieser hin, als sie auf dem Brokeback Mountain einen Sommer Schafe hüten. Danach schlüpfen sie in die von der Gesellschaft vorgegebenen Rollen, sie heiraten, führen ein „normales“ Leben. Bis sie sich wieder sehen …

Drama

Die Verurteilten

Großartige Filme wurden in den 90ern gemacht. So auch dieser Klassiker. Im Gefängnisdrama „Die Verurteilten“ wird Tim Robbins Anfang der 40er unschuldig eingebuchtet. Er freundet sich mit Insasse Morgan Freeman an und übersteht mit ihm Jahrzehnte im Knast, in denen für Tim stets klar ist: Er wird irgendwann fliehen.

L.A. Crash

L.A. Crash ist ein Episodendrama, das unter die Haut geht. Es wird erzählt, wie sich in 24 Stunden die Schicksale verschiedener Menschen kreuzen: unglückliche Zusammenstöße, tragische Unfälle, aber auch einige glückliche Momente. Alltagsrassismus ist das Thema, das den ganzen Film durchzieht.

Benny & Joon

Johnny Depp in jungen Jahren – und als sanft-abgedrehter Jüngling namens Benny, in den sich die psychisch kranke Joon verliebt. Ihrem Bruder, der nach einem Unfall der Eltern für sie sorgt, gefällt das zunächst nicht. Doch sie nehmen Benny bei sich auf, und ihr Leben wird auf den Kopf gestellt.

Komödie

Adams Äpfel

Irgendwo im dänischen Nirgendwo landet der Neonazi Adam zwecks Resozialisierung in der Kirche eines eigenwilligen, immer optimistischen Pfarrers. Mit der grotesk zusammengewürfelten Truppe aus einem Trinker, einem Vergewaltiger und einem arabischen Tankstellenräuber versucht er, dem Pfarrer das Lächeln aus dem Gesicht zu tilgen. Leichter gesagt als getan. Ein herrlich schwarze Komödie.

Grand Budapest Hotel

Im oscarprämierten „Grand Budapest Hotel“ bekommt der gebildete und legendäre Concierge Monsieur Gustave H. einen neuen Lobbyboy namens Moustafa, den Gustave in die Geheimnisse seines Berufs einführt. Der Film spielt in den goldenen 20ern in der fiktiven Republik Zubrowska. Als Stammgast Madame D. stirbt, beginnt einen abenteuerliche Jagd nach einem wertvollen Renaissancegemälde, das die Dame nicht ihrer Familie, sondern Gustave vermacht hat. Der Film begeistert allein mit seinen Kameraeinstellungen, Perspektiven und Schnitten, die eine urkomische Atmosphäre entstehen lassen.

Ferris macht blau

Diese Kultkomödie von 1986 mit Matthew Broderick muss man gesehen haben. Er spielt den coolen Ferris, dem einfach alles gelingt – selbst als er einen Tag die Schule schwänzt und vom Schulleiter gejagt wird, der ihm auf Teufel komm raus seine Sünden nachweisen will.

Science Fiction

Ex Machina

Der erfolgreiche Programmierer Domhnall Gleeson gewinnt in „Ex Machina“ einen firmeninternen Wettbewerb und darf eine Woche in dem in den Bergen gelegenen Haus des Firmenchefs verbringen – was sich als Experiment entpuppt. Er soll mit einer schönen Roboterfrau zusammenarbeiten. Nach und nach driftet der Programmierer in ein Gefühlschaos ab. Was ist Bewusstsein, was bedeutet Menschsein, beginnt er sich zu fragen.

Animatrix

Auch wenn der Episodenfilm bestehend aus neun Geschichten schon über zehn Jahre alt ist, so ist er immer noch eine absolutes Muss für Filmfans. „Animatrix“ ist eine avantgardistische Verbindung von Computeranimationen und japanischen Animes, inszeniert von Größen des Genres. Zu verdanken ist er den Büchern von Andy und Larry Wachowski, denen auch die Matrix Trilogie entsprungen ist.

Interstellar

In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts ist die Biosphäre so stark geschädigt, dass die Menschheit am Abgrund steht. Industrie gibt es nicht mehr, und es geht nur noch ums Überleben. In dem epischen Endzeitwerk „Interstellar“ wagt daher eine Gruppe von Wissenschaftlern eine Reise durch ein Wurmloch, um einen vermeintlich bewohnbaren Planeten aufzuspüren. Visuell ist der Film ein Augenschmaus, aber auch die Zeitreise-Theorien, basierend auf der Arbeit eines Pioniers auf dem Gebiet, lassen einen die vollen 170 Minuten gebannt im Sessel sitzen.

Drogenfilme 

Fear and Loathing in Las Vegas

Dieser absolute Klassiker mit Johnny Depp in einer seiner besten Rollen darf natürlich nicht fehlen: Hunter S. Thompsons Buch „Fear and Loathing in Las Vegas“ basiert – man kann es kaum glauben – auf einem wahren Drogen- und Psychotrip mit seinem Anwalt durch die Stadt in der Wüste, der seinesgleichen sucht. Eigentlich wollte der Journalist über ein Wüstenrennen berichten, aber der Koffer voller Drogen sagte was anderes. Unter anderem prägte Thompson damit den Begriff des Gonzo-Journalismus.

Spun

Im abgedrehten Crystal-Meth-Epos „Spun“ begleitet der Zuschauer einen jungen, abgehalfterten Junkie drei Tage lang durch sein Dauerhigh und die verwahrlosten Zustände am Rande von Los Angeles. Mickey Rourke tritt in Redneck-Attitüde als Drogenkoch auf und Brittany Murphy (2009 gestorben) als die heiße Junkiebraut. Um die durchpeitschende Wirkung von Meth zu visualisieren, spielt der Film mit vielen hektischen und vorspulenden Sequenzen, die den Zuschauer mit in den rasenden Strudel der Drogensucht nehmen.

The Salton Sea

Val Kilmer will den Mörder seiner Frau finden und sie rächen. Dabei rutscht er in einen Drogensumpf aus Amphetaminen. Sein altes Leben als Musiker und liebenden Ehemann lässt er hinter sich. Zudem versorgt er zwei zwielichtige Cops und das FBI mit Informationen. Ob sein riskantes Spiel an mehreren Fronten glückt? Val Kilmer erhielt für die intensive Darstellung des Charakters einen Preis. Zu unrecht floppte der Film an den Kinokassen.

Horror

Irreversible

Die Franzosen machen großartig-düstere Horrorfilm, keinen 0815-Kram wie aus Hollywood. Aber dieser krasse Schocker ist nichts für zarte Gemüter, nicht mal unbedingt was für jeden Horrorliebhaber. Denn der Film wurde wegen einer brutalen Vergewaltigungsszene hitzig diskutiert, die aber letztendlich nur die Realität abbildet. Das Einzigartige: „Irreversible“ läuft in Zeitsprüngen rückwärts, er beginnt mit dem derben Showdown. Aber sieh selbst.

Identität

Ein unglückliche Verkettung von Ereignisse in einer stürmischen Nacht führt zehn Menschen in einem Motel zusammen. Gleichzeitig soll über die Begnadigung des Serienmörders Malcolm Rivers entschieden werden. Nachdem der erste unfreiwillige Hotelgast stirbt, beginnen die gegenseitigen Verdächtigungen. Bald ahnen sie: Ihre Zusammenkunft war kein Zufall. Der Horror gipfelt in einem raffiniertem Ende.

Jacob’s Ladder – in der Gewalt des Jenseits

Jacob leidet nach seinem Einsatz im Vietnamkrieg an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Ihn plagen Albträume, und bald hat er auch wach Wahnvorstellungen. Er sieht Menschen, die nicht menschlich sind. Er wird skeptisch und beginnt zu recherchieren. War er Opfer eines Drogenexperiments des Militärs? Den Film kennzeichnen verstörenden Bilder ganz im Stil des 90er-Horrors, die einen immer wieder schocken.

Anime

Akira

Der Anime-Klassiker von 1988 nimmt dich mit in die Straßen von Neo-Tokyo im Jahr 2019. Damals, 1988, ging in Tokyo eine Atombombe hoch, die den Dritten Weltkrieg ausgelöst hat. Heute existieren in der Mega-City Zerfall und Wohlstand nebeneinander; Arbeitslose, Drogensüchtige und sektiererische Vereinigungen machen sich breit. Motorradgangs bekriegen sich, Tetsuo gehört zu einer von ihnen. Bei einem Unfall tauchen plötzlich Militärhubschrauber auf und stellen ihn unter Quarantäne. Bald entwickelt er übernatürlich Kräfte – was steckt dahinter?

Tekkonkinkreet

Die beiden umtriebigen Jungen Black und White müssen in der surrealen Metropole Treasure Town ohne ihre Eltern klarkommen. Das Leben zwingt sie dazu, gerissen zu sein, aber eigentlich sind sie bloß zwei unschuldige Jungs. Doch bald wird das Leben so hart, dass sich ihr Kampf in einen Krieg steigert. Black und White stehen dabei metaphorisch für die Charaktere der beiden – Black macht sich die Hände schmutzig, während White die gute Seele ist. Markant und super schön anzusehen ist der schemenhafte, zuweilen chaotisch-verwischte Zeichenstil, den man nicht so oft findet in Animes.

A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm

Kein Anime, aber ein grandios animiertes Thrillerdrama mit Keanu Reeves und Woody Harrelson. In der Zukunft hat Amerika den Krieg gegen die Drogen verloren. Die Menschen leben in einem totalen Überwachungsstaat und sind größtenteils der Substanz D verfallen, die ihre Persönlichkeit spaltet – so auch bei Undercoverermittler Keanu Reeves. Steckt aber hinter alldem ein staatliches System, um die Massen hörig zu stimmen?

Kriegsfilm

Der schmale Grat

Das preisgekrönte Kriegsepos führt dem Zuschauer die Absurdität des Krieges vor Augen – diesen schmalen Grat vom Irrsinn zum Tod, zwischen Menschsein und animalischem Todestrieb. Ein US-Soldat kapselt sich ab von seiner Truppe, lebt kurze Zeit auf einer paradiesischen Insel im Pazifik, wird aber wieder eingesammelt und muss sich an einem Himmelfahrtskommando beteiligen. Mit John Travolta, Woody Harrelson und Sean Penn trumpft das Kriegsdrama mit Starbesetzung auf.

Jarhead – Willkommen im Dreck

Jake Gyllenhaal ist Einzelgängen und Scharfschütze. Nach dem Ausbildungslager wartet 1991 unmittelbar der erste Kampfeinsatz auf den jungen Mann in der Operation Desert Shield im Irak. Weiß der schroffe Typ, was ihn am Persischen Golf erwartet? Das Kriegsdrama verdeutlicht die Monotonie des Grauens.

Full Metal Jaket

Stanley Kubricks „Full Metal Jaket“ gilt als einer der besten Anti-Kriegsfilme und arbeitet den Vietnamkrieg auf. Man begleitet den jungen Private Joker durch die sadistische Drill-Ausbildung bis zum brutalen Einsatz in einem zerstörten Land. Am Ende steht die Erkenntnis: Es gibt keinen gerechten Krieg.

Weihnachtsfilm

Eine Weihnachtsgeschichte

Der Animationsfilm mit Jim Carrey erzählt die klassische Weihnachtsgeschichte um Ebenezer Scrooge, der aufgrund seines egoistisch-miesen Charakters von drei Geistern heimgesucht wird. Lehrreich, emotional und schön anzusehen. Genau das Richtige für einen gemütlichen Abend mit der Familie.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

In der Kultkomödie kommt Libuse Safránková in der Rolle des Aschenbrödels dank dreier Zaubernüsse ihrem Prinzen näher. Die Geschichte vom Aschenputtel, Aschenbrödel oder der Cinderella kennt jeder, unzählige Verfilmungen laufen jedes Weihnachten hoch und runter. Allen voran dieser. Warum ist er trotzdem ein Muss? Weil der 1973 (! Ja, so alt ist der!) erschienene Film nach wie vor eine der schönsten Märcheninterpretationen ist, weil die Filmmusik Weihnachten so richtig weihnachtlich macht und weil Aschenbrödel hier eben kein hübsches armes Mädchen, sondern eine echt toughe junge Frau ist.

Schöne Bescherung

Die alten Weihnachtskomödien sind noch die besten. Lachmuskelkater garantiert bei diesem Film. Chevy Chase freut sich auf ein ruhig-besinnliches Fest – doch schon der Kauf eines Weihnachtsbaums gestaltet sich schwierig, und mit den anrückenden Verwandten tritt das Chaos vollends ein.

Action

R.E.D. – Älter, härter, besser

Ex-CIA-Agent Frank Moses (Bruce Willis) langweilt der Ruhestand. Da kommt das Killerkommando seines ehemaligen Arbeitgebers gerade recht. Der findet nämlich, dass Franks Insiderwissen eine Gefahr darstellt – wie auch das der anderen drei alten CIA-Hasen des Teams, die immer noch ordentlich Feuer unterm Hintern haben. Moses trommelt alle zusammen, um sich mit vielen Kugeln und coolen Sprüchen der Geheimdienst-Verschwörung zu stellen.

Rurouni Kenshin

Das Eastern-Epos „Rurouni Kenshin“, das auf der gleichnamigen Manga-Reihe basiert, spielt in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dreht sich um den Niedergang des Samurai-Kämpfers. Der frühere Kämpfer Kenshin hat der Gewalt abgeschworen und irrt durch Japan. Doch als ihn die idealistische Kaoru bittet, ihre Kampfschule vor Übergriffen eines Drogenbosses zu schützen, zeigt er, was er am besten kann: kämpfen. Die Kampfszenen sind erstklassig und eindrucksvoll. Auch die beiden Fortsetzungen sind nur zu empfehlen.

Bittersweet Life

Die Südkoreaner machen derbe Actionthriller, die unter die Haut gehen. In „Bittersweet Life“ ist Sun-woo die rechte Hand des Unterweltenkönigs Kang. Dieser beauftragt ihn, seine junge Freundin Heesoo im Auge zu behalten, weil er misstrauisch ist. Zu Recht. Sun-woo erwischt sie, doch etwas hindert ihn, sie zu erschießen. Fatal, denn nun steht er selbst auf der Abschussliste. Er wird brutalst verdroschen und lebendig begraben. Aber sein Lebenswille ist stark, und er hat nur ein Ziel vor Augen: einen erbarmungslosen Rachefeldzug.

Regionale Förderer vergeben 22 Deutschlandstipendien an der Hochschule Fulda

Unternehmen, Institutionen, Vereine und Privatpersonen aus der Region fördern seit fünf Jahren Studierende der Hochschule Fulda mit dem Deutschlandstipendium. Beste Aussichten gefördert zu werden haben Bewerberinnen und Bewerber, die gute Leistungen vorzuweisen haben und sich ehrenamtlich engagieren.

Für jeweils ein Jahr finanzieren die regionalen Förderer die Hälfte eines Stipendiums, die andere Hälfte kommt vom Bund. 300 Euro monatlich erhält so jede Deutschlandstipendiatin bzw. jeder -stipendiat für den Zeitraum eines Jahres. Eine Unterstützung, die den Studierenden den Rücken fürs Studium frei halten und ihnen zudem ermöglichen soll, ihr ehrenamtliches Engagement fortzusetzen. Am Mittwochabend dieser Woche wurden die neuen Förderbescheide an die Stipendiatinnen und Stipendiaten übergeben. Gleichzeitig feierten das Deutschlandstipendium und der Verein der Freunde und Förderer, dem inzwischen 58 Mitglieder aus Hochschule, Politik und Wirtschaft angehören, das fünfjährige Jubiläum.

Regionales Engagement macht Stipendienprogramm möglich

„Wir sind sehr froh darüber, dass sich regionale Unternehmen, Organisationen, aber auch Vereine und Privatpersonen seit fünf Jahren am Deutschlandstipendium beteiligen und mit ihrem Engagement diese Förderung an unserer Hochschule überhaupt erst möglich machen“, strich Hochschulpräsident Prof. Dr. Karim Khakzar in seiner Begrüßungsansprache heraus und wies darauf hin: „Einige der Förderer sind seit der ersten Stunde dabei.“

Auch Studierende mit Fluchthintergrund unter den Geförderten

19 Förderer und 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten sind es in diesem Jahr. 256 Bewerbungen gingen ein – von Erstsemsemestern, Bachelor- sowie Masterstudierenden. Auch internationale Studierende waren darunter. Besonderes Augenmerk richtete Khakzar auf jene Stipendiatinnen und Stipendiaten, die einen Fluchthintergrund haben: „Dass sie sich durch ihre Leistungen und mit ihrem Engagement durchsetzen konnten, ist herausragend“, betonte er.

Verbindendes Element zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

127 Deutschlandstipendien konnten bislang vergeben werden. Auf rund 390.000 Euro belaufen sich die ausgezahlten Stipendienmittel, mehr als 96.000 Euro sind es alleine in diesem Jahr. Dr. Olaf Dahlmann, Bürgermeister der Gemeinde Wartenberg, ließ als Festredner unter dem Titel „5 Jahre gemeinsam für die Zukunft“ das bisherige Engagement der Förderer und der Hochschule Fulda noch einmal Revue passieren. Dahlmann hatte 2012 als Mitarbeiter der Hochschule Fulda das Deutschlandstipendium mit auf den Weg gebracht und bewertete die Einführung positiv. Mit dem Deutschlandstipendium sei ein verbindendes Element zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entstanden, das „den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und regionalen Unternehmen intensiviert hat.“

Großes Interesse am Austausch mit Unternehmen und Organisationen

Dass das Stipendium für die Geförderten mehr ist als eine rein finanzielle Unterstützung, daran ließ Marina Paul keinen Zweifel. Die Bachelor-Studentin der Internationalen Betriebswirtschaftslehre, die stellvertretend für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten die Dankesrede hielt, formulierte es so: „Die Förderung ist für uns nicht nur eine Anerkennung unserer bisherigen Leistungen und unseres Engagements, sondern auch eine Motivation für die Zukunft.“ Sie betonte, dass die Studierenden großes Interesse an dem Austausch mit den Unternehmen und Organisationen aus der Region haben. „Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und vor allem auch von Ihrer Lebenserfahrung zu profitieren. Das Stipendium bedeutet für uns, auch einen Einblick in Ihre Unternehmen und Vereine zu erlangen. Wir würden uns freuen, wenn aus dem Einblick auch ein persönlicher Kontakt über die Förderzeit hinaus resultiert, beispielsweise auch in Form von Praktika oder vielleicht sogar einer langfristigen Arbeitsstelle.“

Dass nach dem offiziellen Teil ausreichend Gelegenheit gegeben war, die Förderer persönlich kennenzulernen, kam da den Stipendiatinnen und Stipendiaten entgegen. So konnten sie noch am selben Abend die ersten Schritte auf dem Weg hin zu einem intensiveren Austausch mit den regionalen Förderern machen.

  • Die regionalen Förderer 2017:
  • Bickhardt Bau AG, Kirchheim
  • DESOI GmbH, Kalbach
  • Drimalksi & Partner GmbH, Fulda
  • Förderkreis des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Fulda e.V.
  • Förstina-Sprudel Mineral- und Heilquelle – Ehrhardt & Sohn GmbH & Co., Eichenzell
  • Susanne und Franz Erhard Walther, Fulda
  • Freunde des Fachbereichs Angewandte Informatik der Hochschule Fulda e.V.
  • Freunde und Förderer der Hochschule Fulda – University of Applied Sciences e.V.
  • Friedrich Zufall GmbH & Co. KG, Fulda
  • Industrie- und Handelskammer Fulda
  • Jubiläumsstiftung der Sparkasse Fulda
  • JUMO GmbH & Co. KG, Fulda
  • MineralBrunnen RhönSprudel – Egon Schindel GmbH, Ebersburg
  • Preh GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale
  • RhönEnergie Fulda GmbH
  • Stiftung der Sparkasse Fulda
  • Technolit GmbH, Großenlüder
  • VR Genossenschaftsbank Fulda eG
  • Zeitsprung IT-Forum-Fulda e.V.
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