Zwei Schülerinnen aus der Klasse 6 spotten über die Kleidung einer Mitschülerin; zwei Schüler aus Klasse 8 beleidigen und provozieren sich gegenseitig. Es sind solche Situationen, bei denen die Streitschlichterinnen- und Streitschlichter der Wigbertschule zum Einsatz kommen können. Während früher Lehrerinnen und Lehrer solche Konfliktfälle schlichten mussten, können sie nun auf ausgebildete Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und älter zurückgreifen.

Ein Text der Wigbertschule

In jeder großen Pause stehen sie als Ansprechpartner in einem eigenem Raum zur Verfügung. Seit einigen Jahren bildet Oberstudienrat Ralf Urspruchgibt die Streitschlichter aus. In diesem Jahr kamen zwölf Schülerinnen und Schüler neu dazu. Eine Besonderheit dieses Jahrgangs ist, dass einige bereits in dem Projekt „Digitale Helden“ mitarbeiten. Diese Gruppe spezialisiert sich besonders auf Konflikte in sozialen Medien, die an der Schule auftreten. „Durch die personelle Verzahnung zwischen Streitschlichtern und „Digitalen Helden“ kann nun schnell ein Konflikt von den geeigneten Mediatoren gelöst werden“, so der Koordinator für Soziales Lernen an der Wigbertschule, Ralf Urspruch.

Schulleiter Markus Bente überreichte am Schluss des Ausbildungstages den Streitschlichtern Zertifikate und betonte die Bedeutung einerseits der Ausbildung, hob aber andererseits hervor, wie wichtig es für eine Schule ist, ein funktionierendes System der Konfliktbewältigung zu haben – außerhalb der Lehrerautoritäten. Nicht zuletzt in der Arbeitswelt ist ein Arbeitgeber dankbar zu wissen, dass ein Mitarbeiter seines Unternehmens gelernt hat, wie man schwierige Situation oder Konflikte einvernehmlich löst.

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QuelleFoto: Christoph Heigel
Die Autoren:

Daniel Beise

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Nachrichtenjunkie bei move36 mit Vorliebe für spitzzüngige Kolumnen.