Wie viele Medien gerade unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation berichten, grassiert die sexuell übertragbare Krankheit Tripper (Gonorrhoe) immer mehr. Ein Grund: Die Bakterien bilden resistente Keime, denen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Doch es gibt Hoffnung. 

Bereits im Juni vergangenen Jahres berichteten wir groß im Magazin über den Vormarsch von Geschlechtskrankheiten. Nun warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es Tripper mit multiresistenten Keimen schon in 50 Ländern gibt. Bakterien entwickeln sich stets weiter, sodass die herkömmlichen Antibiotika nicht mehr anschlagen.

Doch es gibt weitere Gründe, warum sich die Geschlechtskrankheit weiter ausbreitet: Laut WHO benutzen immer weniger Menschen Kondome. Zudem ist die Aufklärung nach wie vor schlecht, wie uns Experten für die Magazingeschichte gesagt haben. Tripper, Chlamydien oder Syphilis übertragen sich nämlich nicht allein beim Sex. Es reicht bereits Schleimhautkontakt, um sich anzustecken, also zum Beispiel Küssen. Das Heimtückische: Oft bleiben die Krankheiten unerkannt, weil man keine Schmerzen hat und die Symptome für harmlose Erscheinungen hält.

Ein alter Impfstoff könnte helfen

Forscher haben nun entdeckt, dass womöglich ein alter Impfstoff vor Tripper schützen könnte, wie Spiegel Online und die Süddeutsche Zeitung berichten. Allerdings ist der Impfstoff nicht mehr erhältlich, weswegen laut der Wissenschaftler dringend neue Studien erforderlich seien.

Gleichzeitig berichtet Deutschlandfunk heute von einem ungewöhnlich starkem Hepatitis-A-Anstieg in der Berliner Schwulenszene, der die Gesundheitsbehörde umtreibt. Rumgesprochen habe sich das in der Szene noch nicht hinreichend; daher wolle die Behörde nun eine Aufklärungs- und Impfkampagne starten.

Die ganze Magazingeschichte „Geschlechtskrankheiten auf dem Vormarsch – wenn Sex böse Folgen hat“ liest du in der movecard-App auf iOS und Android.

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