Kennst du schon ..? Jede Woche kommen neue Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets – generell neuer Kram auf den Markt, den wir unbedingt haben müssen. Wir picken uns aus Neuerscheinungen den besonders heißen Scheiß raus und geben unseren Senf dazu. Heute: das fünfte Studioalbum der Bluesrocker von Radio Moscow „New Beginnings“. 

Als ich ich das Album am Wochenende voll aufgedreht habe, dachte ich schon beim ersten Track: „Okay, hier kannst du nix falsch machen. Die drei Jungs von Radio Moscow liefern einfach ab!“ So wie vergangenes Jahr auf dem Herzberg Festival. Instrumentarium auf die Bühne schaffen. Soundcheck. Abrocken und das Publikum zum Kochen bringen. Danke sagen und Ciao. Kein Brimborium, keine Megashow, keine Selbstinszenierung. Abliefern halt – und gut ist. Das Publikum hat’s gefeiert.

Wenn du auf Bluesrock stehst, hör dir „New Beginnings“ an – aber: Aufdrehen! Als summende Hintergrund-Mucke taugt der Radio-Moscow-Sound nicht. Die psychedelisch-verzerrten Riffs, die brachialen Drums, die noch den letzten Musikmuffel aus seinem Sessel treiben, die verrucht-hallende Stimme von Frontmann Parker Griggs verdienen eine angemessene Lautstärke.

Als mein Vater sie zum ersten Mal gehört hat, meinte er nur: „Geil, das ist ja Mucke wie von damals!“ Gemeint waren natürlich die 60er und 70er. Psychedelic à la Jimi Hendrix, ein bisschen dreckiger Stoner, etwas fetziger Rock’n’Roll – und fertig ist dieser einzigartig-fette und vielschichtige Sound, der auf dem neuen Album noch mal an Tempo und Roughness zulegt. Erst beim vorletzten Track „Pick up the Pieces“ kehrt mal etwas Ruhe ein, die in „Dreams“ aber gleich wieder weggeschmettert wird. Aber genug der Worte – hören und abrocken!

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QuelleFoto: Screenshot
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