Kees Stravers Photography

Eine Symbiose aus nordischen, mittelalterlichen und keltischen Motiven, ein Zusammenspiel ungewöhnlicher alter Instrumente und neuster elektronischer Effekte – das sind Faun. Am 2. Dezember ist die Band mit ihrer Acoustic-Tour in der Orangerie. Bandgründer und Sänger Oliver s. Tyr wirft mit move36 vorab einen Blick zurück – und voraus.

Ihr kommt zurück nach Fulda. Der letzte Besuch ist schon einige Zeit her, damals habt ihr den Schlosshof verzaubert. Worauf freut ihr euch nun in der Orangerie?

Stimmt, das Schlosskonzert war sehr schön, und wir wollten immer mal wiederkommen. Es war ein tolles Publikum und ein schönes Setting. Ich habe von Fulda selbst leider nicht so viel gesehen. Vielleicht schaffe ich es dieses Mal ja, mich umzuschauen.

Mit eurem aktuellen Album „Midgard“ habt ihr euch ein wenig in neue Fahrwasser begeben. Welche Erfahrungen habt ihr mit den Songs bisher live gemacht?

Auf der „Midgard“-Tour hatten wir Gäste dabei, beispielsweise eine Musiker aus Skandinavien an der Geige und einen Sänger aus Norwegen. Das war sehr schön, auch um ein bisschen dieses Klangbild des alten Nordens zu transportieren. Wir hatten auch Instrumenten dabei, die in Skandinavien beheimatet sind, Obertonflöten und die schwedische Schlüßelfiedel. Und wir haben mit skandinavischen Skalen gearbeitet, die hatten ein ganz anderes Musikverständnis. Davon werden auch ein paar Lieder auf der Acoustic-Tour in ruhigerem Gewand präsentiert, was den Norden dann auch ein wenig wieder lebendig werden lässt.

Was war euer Highlight der letzten Tour?

Es gab viele Highlights. Aber ein Lied, das wir auf „Midgard“ vertont haben, „Odin“, das geht sehr weit in die Mythologie des Nordens hinein. Das ist ein Edda-Text, den wir bearbeitet haben. Das hat sich Live als absoluter Hit herausgestellt. Das hat so eine Kraft gehabt, dass es viele Leute als Höhepunkt empfunden haben. Und das ist schon schön, wenn man die besten Songs aus der Bandgeschichte spielt und gerade die neuen Lieder solche Hits sind. Da denkt man sich, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Was wird bei der Acoustic-Tour anders?

Es gibt schon mal den Unterschied, dass jeder sitzt. Die anderen Touren waren meist gemischt. Dadurch entsteht eine ganz andere Ruhe im Saal, man kann sich Zeit nehmen, wir erzählen Geschichten zwischen den Liedern. Vier Balladen werden gesungen, bei denen es um die Texte geht. Das hat etwas Zauberhaftes.

Auf der letzten Tour habt ihr auch eure neue Sängerin Laura Fella vorgestellt. Wie hat sich Faun mit Laura verändert?

Laura ist ein sehr guter Teamplayer. Wenn Frauen zweistimmig singen, ist es ganz ganz wichtig, dass sie ein fast intimes Verhältnis zueinander entwickeln. Man muss genau darauf hören, was macht die andere – ein sehr schwieriges und sehr gefühlvolles Miteinander. Gerade die beiden Mädels sind ein ganz tolles Team. Der gemeinsame Gesang hatte, haben wir gemerkt, diesen Sommer eine ganz besondere Stärke bei uns. Auch davon wird es auf der Tour viel geben.

Was darf denn auf einer Faun-Tour auf keinen Fall fehlen?

Das kann man so gar nicht sagen. Gerade bei den Songs: Einige sind Party-Hits, die dürfen auf einem Konzert nicht fehlen, andere sind für die Acoustic-Tour ein Muss. Was jetzt bei der Tour auf jeden Fall nicht fehlen darf, ist die Harfe. Wir werden vier romantische Balladen dabei haben, die mit der Harfe vorgetragen werden. Das hat eine ganz eigene Wärme.

Welche Musik läuft bei euch Backstage?

Laura ist ein großer Fan von skandinavischer Musik. Das läuft auch viel Backstage, viel schwedischer Folk. Ansonsten machen wir viel selbst Musik.

Zeit für Wünsche und Träume: Was wollt ihr unbedingt mal machen?

Wir haben uns gar nicht viel vorgenommen. Wir folgen der Intuition, den Sachen, die uns passieren. Nächstes Jahr werden wir ein Best-of machen, werden viel im Ausland unterwegs sein. Und darauf sind wir auch gespannt. Und natürlich haben wir noch ganz viele Themen und Projekte in der Schublade.

Wer Faun live sehen möchte, move36 verlost 3×2 Tickets für das Konzert 2.12. in der Orangerie.

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