Fernseher aus – das Dschungelcamp geht wieder los

Diesmal sogar mit einem Osthessen

Leider geht es nun wieder los: Gerade hat RTL die Teilnehmer des diesjährigen Dschungelcamps bekannt gegeben. Mit dabei: Florian Wess aus Neuhof, besser bekannt als Botox Boy und BFF von Gina-Lisa. Wir schwelgen nun in Erinnerungen an den Februar 2016, unsere Volontärin Malina konnte kaum glücklicher sein, dass die elende Dschungelei endlich vorbei war, zumindest für einige Monate …

Menderes ist Dschungelkönig, und ich kann wieder aufatmen: Ein paar Monate lang wird mich die Medienwelt nicht mit Meldungen aus dem Dschungel überfluten und nichts könnte mich glücklicher machen. Bis es wieder heißt: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“

Ich habe keinen Fernseher, im Elternhaus gab es kein RTL und vom Dschungelcamp bin ich in meinem bisherigen Leben zum Glück verschont geblieben. Und trotzdem könnte ich einen Luftsprung machen, dass der Dschungelkönig 2016 gekürt wurde, denn die Medien haben in den letzten Wochen von nichts anderem mehr berichtet: „Menderes Bagci ist für Sonja Zietlow & Daniel Hartwich der Dschungelkönig!“, „Damit wird Nathalie Volk David Ortega das Herz brechen!“, „Was der Pop-Titan über den Dschungelkönig sagt“ oder auch „Diese Medikamente musste Helena Fürst im Dschungelcamp schlucken“. Wen interessiert das denn? Und vor allem: Wer ist diese Nathalie Volk und wer zum Henker ist David Ortega? Muss man die kennen? Für mich wird die Frage klar mit „Nein“ beantwortet. Wer im Dschungelcamp Insekten vor der Kamera frisst, der ist einfach nur verzweifelt und verdient nicht einmal den Titel „Z-Promi“. Und der Slogan „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ ist mehr als ein Griff ins Klo. Ihr seid keine Stars verdammt.

Überall nur ein Thema: Dschungelcamp

Selbst, wenn ich während der Ausstrahlung Handy, Computer und Internet fasten würde, würde ich immer noch mit diesem Dünnpfiff konfrontiert werden. Das Thema am Kaffeetisch? Natürlich Dschungelcamp. Der Blick in den Zeitschriftenladen? Alles voll mit Dschungelcamp. Nicht einmal beim Bäcker kann ich mich in die Schlange stellen, ohne irgendwelche Gespräche übers Dschungelcamp aufzuschnappen. In spätestens einer Woche wird es hoffentlich keinen mehr interessieren, und ich kann mich wieder mit meinen Mitmenschen sozialisieren und mein Haus verlassen, ohne auch nur ein einziges Mal das Wort „Dschungelcamp“ zu hören. Wundervoll.

Mein Hirn hat sich selbst gefressen

Wer jetzt sagt: „Du hast nur Vorurteile, das ist eine ganz tolle Show, du hast es ja noch nie gesehen!“ Doch, ich habe es versucht. Ganze zwei Minuten lang. Länger habe ich es nicht ausgehalten, und schon nach so kurzer Zeit habe ich mich gefühlt, als ob mein Hirn sich selbst aufgefressen hätte. Keine Ahnung, wie jemand jede einzelne Folge schauen kann, ohne nicht komplett zu verdummen.

Jetzt ist erstmal für ein paar Monate Sendepause. Menderes hat gewonnen und trällert jetzt seinen neuen Dschungelsong, alle sind happy und ich kann wieder im dschungelfreien Internet surfen

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