Mit 12 Jahren starteten die Brüder Heiko und Roman Lochmann ihren YouTube-Chanel DieLochis. Heute haben die 17-Jährigen bereits einen Film und ein Album auf dem Markt und touren derzeit durch die Republik. Am 10. und am 11. Januar sind sie in der Batschkapp in Frankfurt. Wir haben mit den beiden Jungs aus Riedstadt bei Darmstadt über Träume, wahre Freunde und ihren Künstlernamen gesprochen.

Von Sophia Reddig

Habt ihr Vorsätze fürs neue Jahr?
2016 war ein ultrakrasses Jahr für uns. Wir wollen, dass 2017 mindestens genauso krass wird und freuen uns auf die Projekte, die alle anstehen.

Genau, 2016 habt ihr nicht nur euer Album #Zwilling veröffentlicht, im Sommer habt ihr auch euer Fachabi gemacht. Wie habt ihr es geschafft, Schule, Freunde und eure Karriere unter einen Hut zu bekommen?

Sehr viel Stress und ein sehr gutes Zeitmanagement. Wir hatten so viel Motivation, wir sind nach der Schule teilweise noch nach Köln und Berlin ins Studio gefahren. Die Schule war schon immer ein Stein im Weg, aber wir haben das durchgezogen und können uns nun voll auf die Karriere konzentrieren.

Ihr müsst jetzt keine Hausaufgaben mehr machen …

Haben wir auch so nicht gemacht! (lachen)

Trotzdem müsst ihr doch jetzt viel mehr Zeit haben. Was stellt ihr damit an?

Seitdem wir mit der Schule fertig sind, haben wir ehrlich gesagt weniger Zeit als je zuvor. Wir sind nur unterwegs und arbeiten hart.

Eure Karriere wird oft mit der von Justin Bieber verglichen. Habt ihr vor, irgendwann den internationalen Markt zu stürmen?

Das wäre schon geil, aber bisher haben wir das noch nicht vor. Aber man darf ja träumen.

 Was waren eure allerersten Traumberufe als Kinder?

Wir wollten schon als Kinder genau das machen, was wir jetzt tun. Wir haben in der Grundschule zum Beispiel als „Heiro“ Fußballlieder gesungen. Nachdem wir unsere Lehrerin angebettelt haben, durften wir sogar mit 9 Jahren auf dem Schulfest auftreten. Die haben das alle gefeiert, das war voll geil. Da hat alles angefangen. 

Habt ihr noch mit den Leuten aus der Grundschule zu tun?

Ja, wir haben bewusst nicht so viele Freunde, aber dafür lieber richtig gute. Das sind dann größtenteils alte Freunde aus der Heimat.

 … auch wenn eure Lebenswelten sich jetzt total unterscheiden.

Ja, gerade deshalb ist es uns so wichtig, mit unseren alten Freunden unterwegs zu sein, wenn wir nach Hause kommen. In unserer Situation wirst du mit so vielen Leuten konfrontiert, die dann nur vermeidliche Freunde sind. Dann lieber eine Handvoll Menschen, die uns nicht als die Lochis sehen, sondern als Heiko und Roman.

 Wünscht ihr euch manchmal ein ganz normales Leben?

Klar, unsere Privatsphäre ist manchmal schon krass eingeschränkt. Klar, manchmal denkt man „Was wäre wenn?“. Aber am Ende des Tages sind wir total happy mit unserem Leben.

Wenn ihr auf die letzten fünf Jahre zurückblickt. Würdest ihr nachträglich was anders machen?

Wir hätten uns einen anderen Künstlernamen ausgedacht. Die Lochis kann man schon falsch verstehen (lachen). Aber wir waren 12, als wir uns das überlegt haben, da denkt man nicht unbedingt über sowas nach. 

Was wäre heute der Künstlername eurer Wahl?

… Elton John! Nein Spaß, aber das ist eine interessante Frage, da müssten wir uns mal länger Gedanken drüber machen. 

Welchen Fehler sollten angehende YouTuber auf keinen Fall machen?

Den falschen Namen wählen (lachen). Außerdem sollte man nicht sofort aufgeben, wenn es bei dem ersten oder zweiten Video nicht gleich klappt. Man sollte immer nur das machen, worauf man Bock hat, und nicht das, was die anderen von einem erwarten.

Du möchtest die Lochis in Frankfurt auf keine Fall verpassen? Dann jetzt schnell sein: Wir verlosen 2×2 Tickets. Hier geht’s zum Last-Minute-Konzert-Gewinnspiel.

Schreibfehler gefunden?

Sag uns Bescheid, indem du den Fehler markierst und STRG + Enter drückst.

QuelleFoto: Dennis Moebus
Teilen
Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.