Es ist mal wieder Gig-Time: Seit mehr als einem Jahr veranstalten wir gemeinsam mit der Jugendkulturfabrik die Konzertreihe Gig in der Fabrik. Am 25. März geht es in die nächste Runde. Und mit den Punkrockern Narcolaptic aus Hamburg und der Ska-Punk-Formation The Infidels aus Gelnhausen lässt das Team der JKF die Wände der Fabrik erbeben. Sänger Tim stellt uns Thee Infidels vor.

Tim, wer seid ihr?

(lacht) Eine lustige Truppe, ansässig in Gelnhausen – meiner Heimatstadt – obwohl wir alle mittlerweile weit verstreut sind. Ich selbst bin ja seit vier Jahren in der Jugendkulturfabrik, unser Gitarrist wohnt in Darmstadt, der Bassist in Berlin und unser Schlagzeuger in Bieber, einem Ort bei Gelnhausen.

Wie habt ihr euch gefunden?

Wir spielen jetzt seit sechseinhalb Jahren zusammen. Am 8. Mai sind es sieben. Wir haben vorher schon alle in Punkrock-Bands gespielt und irgendwann habe ich unseren Schlagzeuger kennengelernt und wir haben Thee Infidels gegründet. Vorher hießen wir mal Grannies Panties. Den Namen haben wir geändert, weil wir irgendwann ernstere Musik machen wollten. Mittlerweile gehen die Texte wieder mehr in die ironische Richtung, wie man auch auf dem aktuellen Album sieht.

„All we got“, reinhören! (Anm. der Redaktion)

Worauf dürfen sich die Fuldaer freuen, wenn ihr hier seid? Ihr seid ja nicht zum ersten Mal hier …

Genau, wir haben schon zweimal auf den Hochschultagen und im Café Panama gespielt …

Und jetzt zum ersten Mal beim Gig …

Genau. Ich würde sagen, wir machen den gleichen Scheiß wie immer (lacht). Laut, schnell. Wenn viele Leute Punk hören, haben sie meist lautes Geballer im Kopf. Ich würde sagen, wir sind sehr melodisch von der Gitarre und den Gesangsmelodien her. Natürlich ist auch ein klein wenig Rotz dabei. Ein bisschen Rotz muss sein. Wir machen viele Ska-Einlüsse, also tanzbare Offbeats.

Worauf freut ihr euch?

Darauf, endlich hier in der Fabrik zu spielen. Wir wurden in den letzten Jahren häufiger angefragt, auch, als ich schon hier gearbeitet habe. Aber es hat nie geklappt.

Mit euch und Narcolaptic hat der Gig dieses Mal Bands, die von etwas weiter weg kommen …

Das stimmt. Wir haben uns in der Fabrik gesagt, dass wir die Konzerte jetzt etwas größer aufbauen wollen. Dieses Mal wurde auch zum ersten Mal richtig die Werbetrommel gerührt und auf den Putz gehauen.

Wo wollt ihr als Band noch hin?

Das ist eine gute Frage. Wir haben gerade eine Einladung nach Israel bekommen. Wir haben letztens mit einer meiner Lieblingsbands, Not on Tour aus Tel Aviv, in Wiesbaden gespielt. Und scheinbar haben wir denen auch ganz gut zugesagt und direkt die Einladung bekommen. Mal schauen, wann wir rüberfliegen können.

Und das ist noch nicht alles

Schon vor dem Gig geht es in der Jugendkulturfabrik richtig heiß her. Am Mittwoch, 22. März, öffnet die Fabrik ihre Pforten und lädt ein, die Rollfabrik, die Kletterwand, die Werkstätten und alle Räume zu erkunden. Von 16 bis 20 Uhr darf hier aber nicht nur geschnuppert werden. Die Kreativwerkstätten laden zum Gestalten ein. So können Buttons hergestellt, Schlüsselanhänger genäht, Muffins und Muffinketten gebacken und gebastelt und in der Holzwerkstatt kreative Schlüssel- oder Schmuckbretter gestaltet werden. Kommt vorbei!

Jugendkulturfabrik

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.

QuelleFoto: Thee Infidels
Teilen
Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.