Kennst du schon ..? Jede Woche kommen neue Alben, Bücher, Serien, Filme, Gadgets auf den Markt – neuer Kram, den wir unbedingt haben müssen. Wir picken uns aus Neuerscheinungen den besonders heißen Scheiß raus und geben unseren Senf dazu. Heute: das Spiel „Make’n’Break“ und die Anime-Serie „Devilman Crybaby“.

An die Bauklötze, fertig …

Von Mariana Friedrich

Hier ist Geschicklichkeit und ein fittes Köpfchen gefragt: In „Make’n’Break“ lebt die gute und schöne Kleinkindzeit wieder auf. Ihr greift zu Bauklötzen und müsst sie so schnell wie möglich zu atemberaubenden Bauwerken stapeln.

Einfach? Wart’s ab. Ihr tretet in Teams gegeneinander an. Das Team, das an der Reihe ist, würfelt. Die gefallene Zahl gibt die Zeit an, die das Team für seinen Bauversuch hat. Dann wird der Timer gestellt, und los geht es. Das Team zieht eine Karte und muss das abgebildete Bauwerk möglichst schnell nachbauen. Das gegnerische Team prüft, ob der Nachbau gelungen ist. Ist das der Fall, darf die nächste Karte gezogen werden und so weiter, bis der Timer abgelaufen ist.


Doch einfach nur zu bauen wäre ja langweilig. Deshalb gibt es einen zweiten Würfel, der die Baubedingungen etwas erschwert. Beispielsweise kann es sein, dass ihr im Team nur abwechselnd Steine platzieren dürft, vor Start des Timers festlegen müsst, wie viele Aufgabenkarten ihr absolvieren werdet oder dass die Bauklötze nur mit den Fingerspitzen angefasst werden können.

Macht das Laune? Auf jeden Fall. Denn gerade unter Zeitdruck und den skeptischen Augen der Mitspieler ist es gar nicht so einfach, ein ruhiges Händchen zu bewahren. Als Party- und Familienspiel eine wirklich gelungene Sache. Die Zweipersonenvariante ist allerdings schon eher eine Notlösung.

Eine teuflische Heulsuse

Von Toni Spangenberg

„Devilman Crybaby“ in zwei Worten: kranker Scheiß! Der Anime ist auf keinen Fall Mainstream. Du wirst konfrontiert mit jeder Menge Blut, zerfetzten Körpern und abartigen Teufeln. Garniert wird das Gemetzel mit einer platten 0815-Story.

Der Schüler Akira, eine richtige Heulsuse, wird zum Devilman – also ein Wesen mit der Kraft eines Teufels und dem Herzen eines Menschen. Sein Ziel: Der Kampf gegen die Rasse der Teufel. Die ergreifen Besitz von den Menschen, nisten sich in ihren Körpern ein, wollen die Welt dominieren. Und glaubt man Akiras Freund Ryo, sind sie so mitverantwortlich für alles Schlechte auf der Welt.

Mehr Tiefe? Gibt’s nicht. Selbst der Animationsstil ist kein Eye-Candy. Die Macher sparen mit Details. Minimalismus ist die Prämisse. Stattdessen siehst du viele Kontraste, viel schwarz und weiß. Klar, das ist mal was anderes, gerade wenn man der Serie Ghibli-Klassiker wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ gegenüberstellt, die mit unglaublichen Detailreichtum glänzen.

Allerdings sorgt der Minimalismus auch dafür, dass die Charaktere genauso platt wirken, wie die Story. Die Entwicklung der Figuren ist dürftig. Dazu passt, dass sich Sex und Gewalt wie ein roter Faden durch den Anime ziehen. Creepy. Für einen verregneten Sonntag oder zum Ausklang eines stressigen Tages ist dieser kranke Scheiß aber vielleicht genau das Richtige. Kopf aus, Netflix an und zehn Episoden „Devilman Crybaby“ reinziehen. Wohl bekomms.

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QuelleFotos: Mariana Friedrich
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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.