Ein kunterbuntes Durcheinander: In der Jugendkulturfabrik Fulda findet derzeit das Internationale Workcamp statt. 15 Jugendliche aus fünf verschiedenen Ländern beschäftigen sich mit internationalen Themen und der Gestaltung der Jugendkulturfabrik. Als krönender Abschluss steigt am Wochenende eine große Beachparty.

Ein Text von Samira Berger

Als Felix vom Videoteam und ich den Hof der Jugendkulturfabrik betreten, erwartet uns bereits ein kunterbuntes Durcheinander. An jeder Ecke wird eine andere Sprache gesprochen. Belgien, Frankreich, Serbien und Deutschland, die Teilnehmer des Workcamps kommen aus ganz Europa. Die 15 Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren beschäftigen sich während ihrer Zeit im Workcamp vor allem mit aktuellen Themen. Im Vordergrund steht jedoch, dass sich die Jugendlichen gegenseitig, aber auch die verschiedenen Kulturen kennenlernen, erzählt uns Alex, einer der sechs hauptamtlichen Mitarbeiter.

 „Art in Motion“

Vormittags erarbeiten die Jugendlichen in Seminaren Themen der Politik, Kunst und Kultur. Dynamische Gruppenspiele bringen Bewegung ins Spiel und begünstigen die gemeinschaftliche Interaktion. Damit das Workcamp nicht an den Schulalltag erinnert, findet nachmittags der künstlerisch-gestalterische Teil des Erasmus-Austauschprojektes statt. In verschiedenen Arbeitsgruppen wird die Jugendkulturfabrik ganz nach dem Motto „Art in Motion“ partytauglich gemacht, denn am Samstag steigt eine große Beachparty. Die Jugendlichen haben die Wahl, eine Tanzchoreografie einzustudieren, selber Songs zu schreiben oder das Graffiti-Sprayen zu lernen.


Spaß haben und Freunde finden

Wir haben Tracy und Morgane aus Frankreich gefragt, wieso sie sich für das Workcamp entschieden haben: „Wir lernen Jugendliche aus anderen Ländern kennen und verbringen Zeit miteinander. Außerdem haben wir viel Spaß dabei, hier die Wände zu besprühen“, berichten uns die beiden 16-Jährigen, die Teil der Graffiti-Arbeitsgruppe sind. Auch Tan findet das Workcamp „einfach super“. Der Sechzehnjährige kommt eigentlich aus Thailand, lebt aber seit ein paar Monaten in einer deutschen Austauschfamilie. „Mir war es wichtig, dass ich hier Freunde finde, denn es ist gar nicht so leicht, in einem fremden Land Freundschaften zu schließen“, sagt er.

Eine Gemeinschaft werden

„Das Projekt findet im Rahmen eines Erasmus-Austausches statt. Wir versuchen zudem, das Interesse der einheimischen Kids zu erwecken, um die Jugendkulturfabrik interessanter zu machen“, erzählt Jelena, die Koordinatorin des Workcamps. „Es ist wichtig, dass Jugendliche aus aller Welt kommunizieren und eine Gemeinschaft werden.“

Jelena – Koordinatorin des Workcamps

Wer Lust auf eine sonnige Beachparty hat, ist herzlich eingeladen, am Samstag, 12. August, in der Jugendkulturfabrik in der Weimarer Straße mitzufeiern.

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