„Ab dem 3. Januar werde ich mir meinen Lebenstraum erfüllen und auf der thailändischen Insel Koh Lanta Freiwilligenarbeit in einem Auffangcenter für Straßenhunde und -katzen leisten“, schrieb uns Anna-Lena Köhl vor einigen Wochen. Die 25-Jährige hat in Fulda Gesundheitsmanagement studiert und arbeitet jetzt in einem Ingenieursbüro. Für ihr dreimonatiges Engagement hat sie ihr Chef sogar freigestellt. Nun, kurz vor ihrer Abreise, haben wir gehorcht, was sie sich von ihrer weiten Reise erhofft. 

Anna-Lena, in kaum einer Woche startest du deinen Trip. Aufgeregt? 

Ich arbeite ja gerade noch, aber ja, das fängt so langsam an. Ich packe zwar schon die ersten Sachen, aber es ist irgendwie noch nicht so real.

Die meisten machen einen Auslandsaufenthalt nach der Schule oder während dem Studium…

Ja, ich hatte das auch während des Studiums schon im Sinn, aber nach einem Thailand-Urlaub vergangenes Jahr erst richtig angepackt. Ich bin meinem Chef jedenfalls super dankbar, dass er mir das noch ermöglicht.

Und warum Thailand?

Einerseits ist meine Patentante schon lange eine begeisterte Thailand-Urlauberin. Außerdem hatte ich schon immer Lust auf einen Backpacker-Urlaub und konnte vergangenes Jahr meinen Freund dazu überreden. Wir haben uns dann informiert, und Thailand ist super einfach für Backpacker, fast alle sprechen Englisch zum Beispiel. Und die Leute sind so unglaublich nett, Thailand wirbt ja auch damit, das Land des Lächelns zu sein.

Was erhoffst du dir von den drei Monaten als freiwillige Helferin in dem Tierheim?

Mein Freund sagt immer, ich bin ein halber Hund (lacht). Ich bin mit Hunden aufgewachsen, und es geht mir extrem nah, wenn ich Tiere leiden sehe. Von daher ist das eine Herzensangelegenheit für mich. Ich bin froh, dass ich einen Auslandsaufenthalt noch mal mit sozialem Engagement für Tiere verbinden kann. Da ich mit einer viel älteren Schwester das Nesthäkchen bin, ist das zu einem kleinen Teil auch ein Abnabelungsprozess von den Eltern (grinst).

Anna-Lena absolviert ihre Freiwilligenarbeit in dem Tierheim „Lanta Animal Welfare“ im Südwesten Thailands. 2005 als Non-Profit-Organisation gegründet, haben sich die Freiwilligen zum Ziel gesetzt, die unkontrollierte Vermehrung von Hunden und Katzen mit Sterilisationen in den Griff zu bekommen – zumal die Überpopulation mit Misshandlungen, Tötungen und Krankheiten einhergeht. Auch werden die Tiere hier medizinisch versorgt. Somit soll auch die Bevölkerung im Umgang mit streunenden Tieren sensibilisiert werden.

Vermittelt werden die Tiere in die ganze Welt. Das Tierheim finanziert sich allein aus Spenden, auch medizinisches Equipment und Medikamente werden hier immer gebraucht. Kennst du einen Tierarzt oder allgemein jemanden, der etwas entbehren kann, oder möchtest selbst spenden, findest du hier die Infos, wie du „Lanta Animal Welfare“ unterstützen kannst.

Schreibfehler gefunden?

Um uns Bescheid zu sagen, markiere den Fehler und drücke STRG + Enter.

Teilen