Engagement geht auch an der Hochschule. Anfang April haben die frisch gewählten studentischen Gremienvertreter ihre Ämter angetreten. Grund genug, sich mal anzusehen, wer da wo was macht und welches Gremium das richtige für dich ist. Heute: Julia und der Senat der Hochschule Fulda.

Wer bestimmt eigentlich, was an der Hochschule passiert? Klar, Präsident Prof. Dr. Karim Khakzar und sein Präsidium sind an der Hochschule sowas wie die Regierung. Wer im Präsidium sitzt, bestimmt aber der Senat. Und hier reden fünf Studierende neben den neun Professoren mit. Eine davon ist ab dem Sommersemester Julia Rathgen.

„Ich war schon ein Jahr lang im Fachschaftsrat Sozialwesen und habe dort die Gremienarbeit kennengelernt“, sagt Julia. Die 26-Jährige wurde neugierig und als die Gremienwahl anstand, stand für sie fest, dass der Senat der Platz für sie ist. „Das Sozialwesen war im Senat nicht mehr vertreten. Das wollte ich ändern und habe mich beworben.“ Und sie war nicht die einzige: vier Studierende dieses Fachbereichs sitzen künftig im höchsten Gremium der HS. Sie vertreten aber nicht nur ihren Fachbereich. Zu ihren Aufgaben gehört es beispielsweise, über die Grund- und der Wahlordnung der Hochschule zu beraten und diese zu beschließen. Der Senat beschäftigt sich mit Schwerpunkten der Lehre, Forschungsrichtungen, Nachwuchsförderung und gibt Stellungnahmen zu die Hochschule betreffenden Themen ab.

„Es ist wichtig, sich für Politik zu interessieren“

„Es ist mir wichtig, den Studenten eine Stimme zu geben“, sagt Julia. „In meiner Fachrichtung, der Sozialen Arbeit, ist es wichtig, sich für Politik zu interessieren. Viele Probleme kann man eben nicht von unten lösen, sie entstehen aus politischen Entscheidungen.“

Aus ihrer Arbeit im Fachschaftsrat Sozialwesen kann sie da einiges mitnehmen. „Ich versuche immer, ein offenes Ohr für meine Kommilitonen zu haben. Haben sie Probleme, vermittelt der Fachschaftsrat zwischen den Betroffenen, den Dozenten und dem Dekanat.“ 2016 hat Julia zum Beispiel bei der Orga und der Durchführung der Hochschultage geholfen. Ein Highlight für sie war auch die Einführungswoche mit den neuen Erstsemestern. „Wir haben auch schon Vollversammlungen organisiert, wenn bestimmte Themen angesprochen oder geklärt werden mussten.“

Konkrete Ziele für ihre Zeit im Senat hat Julia aber noch nicht. Erstmal reinschnuppern und die Abläufe kennenlernen. „Wenn es geht, würde ich aber gerne etwas daran ändern, wie unser Studiengang koordiniert ist. Bei uns wurde eine neue Studienordnung eingeführt. Deswegen läuft vieles noch nicht so reibungslos.“

Wichtig ist ihr aber, dass mehr Studierende auf das Aufmerksam werden, was in den Gremien läuft. „Was mich traurig macht, ist manchmal die Unzufriedenheit der anderen Studenten. Wenn sie sagen, dass wir nichts machen.“ Nicht an allen Entscheidungen des Dekanats könne der FSR etwas ändern. „Das ist schon manchmal ernüchternd. Aber es ist wichtig, die Studenten zu vertreten und den Überblick zu behalten.“

In diesen Gremien setzen sich Studierende für Studierende ein

Hochschulgremien Fulda, Hochschule Fulda

Was welches Gremium genau macht, liest du in der aktuellen Ausgabe des move36-Magazins.

Warum er sich für das Studierendenparlament und den Fachschaftsrat Sozialwesen zur Wahl gestellt hat, erzählt uns Jan Pospischil.

Philipp Schmidt ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit im AStA und schon seit einiger Zeit dabei.

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