Immer mehr FH-Studenten schmeißen hin. Zu dem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Aber was sind die Gründe für den Studienabbruch?

Erschreckende Zahlen an FHs

27 Prozent, so viele Studis haben ihr 2010 beziehungsweise 2011 begonnenes Bachelorstudium an einer FH abgebrochen. Das sind vier Prozent mehr als noch 2008. Ermittelt wurde dieser Wert durch eine bundesweite Befragung der Exmatrikulierten vom Sommersemester 2014. Insgesamt 6029 Ex-Studenten haben bei der Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung mitgemacht.

Vor allem der Anstieg der Abbrecherquote in Mathe und den Naturwissenschaften von 34 auf 42 Prozent ist für die hohen Zahlen verantwortlich. Noch deutlicher zeigt sich der Zuwachs im Masterstudium. Insgesamt 19 Prozent der Studienanfänger von 2012 und damit zwölf Prozent mehr als noch 2010 haben ihr Studium an der FH nicht abgeschlossen.

So sieht’s an der Uni aus

Im Vergleich zum Studium an einer Uni zeigen sich hier deutliche Unterschiede. Zwar ist die Abbrecherquote im Master auch hier gestiegen, aber nur um vier auf 15 Prozent. Im Bachelor zeigt sich sogar ein leichter Rückgang. Nur noch 32 Prozent der Studenten schmissen hin.

Praxisbezug kommt zu kurz

Wo liegen die Gründe? 15 Prozent der Ex-Studenten geben an, dass sie lieber was Praktisches machen wollen. Ihnen ist das Studium zu theoretisch, und eigentlich wollen sie so schnell wie möglich Geld verdienen. Mangelnde Motivation und zu hohe Leistungsanforderungen sind weitere Gründe.

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