„Ich möchte dem Fachbereich eine Stimme geben“ – Jan ist Studierendenparlamentarier

Soft-Skills, Engagement und Erfahrungen – keine Bewerbung kommt heute ohne dieses Plus an Qualifikationen aus. Neben Vereinen und Organisationen, die sich über Unterstützung freuen, gibt es aber auch an der Hochschule eine Vielzahl an Gremien, in denen du dich beteiligen kannst. Ab dem 1. April treten die frischgewählten Gremienvertreter an der HS ihr Amt an. Grund genug, sich mal anzusehen, wer da wo was macht und welches Gremium das richtige für dich ist.

Studium, das war schon immer mehr als bloßes Vorlesungen besuchen und Büffeln. Studierende müssen, anders als in einer Ausbildung, ziemlich viel allein auf die Kette bekommen. Stundenplan zusammenstellen, Schwerpunkte auswählen, mit Nebenjobs, Bafög und Eltern dafür sorgen, dass immer genug auf dem Konto ist. Und nicht nur das, sie sind nach Hochschulgesetz auch angehalten, sich sich für ihre Belange an der Hochschule selbst einzusetzen. Schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts wählen sich die Studis dafür Studierendenausschüsse.

Das ist nicht nur Titelhascherei, sondern macht sich prima im Lebenslauf und bietet die Plattform, sich in der relativ sicheren Umgebung der Hochschule politisch auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen.

Das Studierendenparlament, der AStA und die Fachschaftsräte, sie beschäftigen sich mit Hochschulpolitik, organisieren Veranstaltungen und sorgen dafür, dass das Studium so angenehm wie möglich wird. Jedes Jahr im Dezember wird an der Hochschule Fulda gewählt, wer die wichtigen Gremien ab April für ein Jahr besetzt. In unserer Frühjahrsausgabe haben wir auf dem Campus Vorschläge gesammelt und sorgen für Durchblick im Gremien-Dschungel. Was man in welchem Gremium machen kann, erzählen dir hier auf dem Portal in den kommenden Wochen diejenigen, die sich dort engagieren.

Jan Pospischil, Hochschule Fulda, Fachschaftrat Sozialwesen, Studierendenparlament

Den Anfang macht Jan.

Jan Pospischil ist gerade 20 geworden, studiert im vierten Semester Sozialwesen und ist gleich in zwei Gremien aktiv: dem Fachschaftsrat Sozialwesen und dem Studierendenparlament, kurz StuPa.

Bei Jan fing alles mit dem Fachschaftsrat an. Als zum Wintersemester die neuen Studis an der Hochschule ankamen, suchte der FSR nach Unterstützung für die Einführungswoche. Jan meldete sich, und blieb hängen. Denn im Fachschaftrat kann man auch ohne gewählt zu sein mitarbeiten und sich einbringen. Das machte Jan erstmal, indem er auf die Sitzungen ging, Protokoll schrieb und anfing, der Ordnerstruktur auf dem FSR-Rechner zu überarbeiten. „Das will nie einer machen, aber es muss ja gemacht werden und irgendwie macht es mir Spaß, ein wenig Ordnung und Struktur zu schaffen.“

Und dann war es kein weiter Weg mehr ins Studienparlament. Genauso wie die Fachschafträte wird auch das StuPa von den Studierenden direkt gewählt. Es ist das oberste
Organ, das sich die Studierendenschaft geben kann, die Legislative, die unter anderem den anderen Gremien im Rahmen von Satzungen und Ordnungen ihre Handlungsspielräume vorgibt, die AStA-Mitglieder, den Ältestenrat und die Rechnungsprüfer wählt und die Höhe der Beiträge der Studierenden festlegt.

StuPa-Vertreter durch Zufall

„Ich bin da eher durch Zufall reingekommen“, sagt Jan. „Aus unserer Fachschaft standen noch nicht genügend Bewerber auf der Liste. Ich hatte gerade mit einem anderen FSR-Mitglied ein Schaubild zur Gremienwahl erstellt und mich daher ein wenig in die Strukturen eingearbeitet. Also habe ich gesagt: setzt mich auf die Liste.“ Jan dachte, dass er vielleicht Nachrücker wird. Doch plötzlich hat er sogar den ersten Sitz seiner Fachschaft inne, vertritt den Fachbereich also künftig bei jeder StuPa-Sitzung gemeinsam mit dem für den zweiten Sitz gewählten Matthias Steinhauer.

Obwohl Jan erst jetzt gewähltes Mitglied ist, hat er in den vergangenen Monaten schon einige StuPa-Sitzungen als Gast besucht und sich ein Bild der Arbeit dort gemacht. „Ich habe das Gefühl, dass unser Fachbereich immer etwas schlecht wegkommt, ein komisches Bild nach außen liefert. Das möchte ich ändern und unserem Fachbereich eine Stimme im StuPa geben.“ Sich mit Satzungen und Ordnungen herumzuschlagen, davor scheut sich Jan nicht. „Ich kann mich ganz gut in Neues einarbeiten“, sagt er und nimmt sich für seine Legislatur vor, daran mitzuarbeiten, die Arbeit gerade des StuPa etwas transparenter zu machen. „Man hört vor allem immer vom AStA, was ja auch gut ist, das ist immerhin das Organ, das für die Studierenden direkt da ist und was auf die Beine stellt. Aber wir sind für die Grundlagen zuständig, und ich hatte selbst vorher nur sehr wenig von der Arbeit des StuPa mitbekommen. Dabei hat es eine sehr wichtige Aufgabe.“

In diesen Gremien setzen sich Studierende für Studierende ein

Hochschulgremien Fulda, Hochschule Fulda

Was welches Gremium genau macht, liest du in der aktuellen Ausgabe des move36-Magazins.

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