Die Roboter sind los: die First Lego League an der Hochschule

Sie tüfteln, sie konstruieren, sie forschen – Zum zweiten Mal findet der Forschungs- und Roboterwettbewerb der First Lego League an der Hochschule Fulda statt. 115 Schüler erforschen mit ihren Lego-Helfern dieses Mal die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Und alle haben sich ganz verschiedene Wege überlegt, wie sie diese Aufgabe angehen.

„Es ist unfassbar faszinierend, was hier abgeht“, sagte Stadtbaurat Daniel Schreiner beeindruckt von der Leistung der osthessischen Schüler. Bei der First Lego League erforschen Schüler mit Lego Robotern wissenschaftliche Themen. In diesem Jahr: die Beziehung von Menschen und Tieren. Die Nachwuchsforscher bauten Tierroboter , programmierten sie und untersuchten so, wie wir und unsere Lieblingstiere sich verhalten.

Zehn Wochen lang hatten die Schüler zwischen 9 und 16 Jahren vorher Zeit gehabt, sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier auseinanderzusetzen – aus wissenschaftlicher und technischer Sicht. Und die Ergebnisse waren beeindruckend.

So zeigte ein Team, wie die Menschen mit moderner Technik den Zugvögeln helfen können. Da viele Tiere die Überquerung der Alpen nicht schaffen, hatte das Team ein Zugmodell entworfen und herausgearbeitet, dass der Schwarm jenem Tier folgt, das sich auszukennen scheint. Die Idee: Ein GPS-gesteuertes Flugzeug als Leittier einzusetzen, um den Vogelschwarm sicher über die Alpen zu bringen.

Sicherheit im Bienenstock

Eine andere Gruppe widmete sich den der Honigkontrolle bei Imkern. Diese Kontrollen sind nötig, aber für den Imker sehr arbeitsintensiv, und dabei sterben auch immer wieder Bienen. Die Schüler hatten eine Lösung parat, die so in Australien genutzt wird. Die Waben werden verschoben, so dass der Honig herausfließen kann, ohne, dass der Imker die Waben herausziehen muss. Weniger Arbeit und besser für die Bienen.

Nach den Forschungspräsentationen hieß es, mit den eigens für den Wettbewerb aus Sensoren, Motoren und LEGO-Steinen konstruierten, selbstständig agierenden Robotern kniffelige Aufgaben auf einem Spielfeld zu erledigen, beispielsweise eine Hai zu transportieren, ohne dass dieser in seinem Becken die Wände berührt, einem Tier eine Beinprothese einzusetzen und einen mechanischen Gecko an einer Wand zu platzieren, um so die Hafteigenschaften dieses Tieres nachzuahmen.

Teamworksieg für die Rabanus-Baurus-Schüler

Sieger des Gesamtwettbewerbs wurde das Team „Jawas – A new hope“ aus Paderborn. Mit nur einem Punkt Rückstand in der Gesamtwertung belegte das Team „Robonerds“ von der Rhönschule in Gersfeld Platz zwei, das auch in der Bewertungskategorie der Robot-Games abräumte. Den dritten Platz in der Gesamtwertung holte das Team „Kabelsalat“ aus Paderborn. Über den Sieg in der Bewertungskategorie Teamwork konnte sich das Team „Robotus-Maurus“ von der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda freuen.

Die Hochschule Fulda richtete den Wettbewerb zum zweiten Mal mit dem MINTmachClub aus. Alle Ergebnisse im Überblick findest du hier.

Schülerinnen und Schüler jeden Alters für diese vier Themen zu begeistern, das hat sich der MINTmachClub Fulda auf die Fahnen geschrieben. Durch Projekte und Aktionen in Kooperation mit den Projektpartnern Kinder- Akademie Fulda und offenes Labor Fulda möchte er die Faszination für Naturwissenschaften stärker ins Bewusstsein rücken.

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QuelleFotos und Video: Steffen Hildenbrand
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Buchstabendompteurin im Dienste der move36-Redaktion mit einem besonderen Blick auf gesellschaftliche Brennpunkte der Region.