Du kommst aus der Schule und hast keinen Plan vom Leben. Dafür kannst du ein Gedicht in vier Sprachen interpretieren. Steuererklärung, Miete, Krankenversicherung, Geldanlage – What? Was du auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltest.

Fange mit zwei Ordnern an

„Die Jugendlichen kommen aus den Schulen und sind Banken und Beratern hilflos ausgeliefert“, kritisiert Johannes Zahn, Leiter der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. Du wirst einfach nicht richtig aufs Leben vorbereitet. Zahn rät dir: „Du brauchst zwei Ordner. Einen für laufende Veträge wie Handy, Fitnessstudio und Internet und einen anderen für lebenslange Sachen.“ Da sollten dann zum Beispiel deine Sozialbescheinigungen rein. Die brauchst du nämlich für die Rente.

Das Revival des Haushaltsbuchs

Stehen die Eltern nicht dahinter, klappt das aber oft nicht, weiß Zahn. Der Experte empfiehlt dir außerdem, ein Haushaltsbuch zu führen. Klingt zwar staubtrocken und oldschool, ist aber super praktisch. „Du musst dir deine laufenden Kosten aufschreiben, um zu sehen, wo du noch Spielraum hast. Mach dir einen Ausgabenplan.“ Größere Anschaffungen solltest du dir ansparen, damit du nicht in den Dispo rutschst.

Finger weg vom Ratenkauf

Schulden seien überhaupt ein Riesenproblem. Handys, die neueste Spielekonsole und Klamotten – heutzutage kannst du alles ganz bequem auf Raten kaufen und so kinderleicht in die Schuldenfalle rutschen. „Wenn du mit deinem Lehrlingsgehalt auskommst, ohne dich zu verschulden, bist du auf der sicheren Seite.“

Wo gibt’s Cash?

Zahn rät dir auch, dich zu informieren, wo es überall Zuschüsse gibt. „Wo gibt’s was vom Staat zurück? Wie rechnest du deine Fahrtkosten ab? Hast du Anspruch auf Bafög oder Ausbildungsbeihilfe?“ Mehr Infos findest du in der aktuellen move36, online oder bei der Lohnsteuerhilfe.

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QuelleFoto: Pixabay
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