Der Schreiner-Nachwuchs aus der Region kann sich sehen lassen – doch leider sieht man von dem, was die Azubis schaffen, in der Öffentlichkeit viel zu wenig. Deswegen stellt move36 zusammen mit der Schreinerinnung Fulda-Hünfeld im Januar die besten Gesellenstücke des Jahres aus.

Die Prüfung steht an, in einem Gesellenstück sollen die Nachwuchshandwerker beweisen, was sie in den drei Jahren ihrer Ausbildung gelernt haben. Jeder von ihnen steckt nicht nur unglaublich viel Zeit und Schweiß in Idee und Umsetzung, es steckt auch jede Menge Herzblut darin. Und am Ende sieht es außer der Familie und den Prüfern keiner.

Das wollen wir gemeinsam mit der Schreinerinnung Fulda-Hünfeld in diesem Jahr ändern und zeigen dir die besten Gesellenstücke des Schreinernachwuchses vom 16. bis 26. Januar bei uns im Foyer des Verlagshauses Parzeller in der Frankfurter Straße 8 in Fulda.

Wer entscheidet, welche Möbel die besten sind? Eine Experten-Jury bewertet im Rahmen des Innungswettbewerbs „Die gute Form“ die Stücke zunächst auf regionaler Ebene, die besten qualifizieren sich für den Landes- und – falls sie dort erfolgreich sind – für den Bundesentscheid.

Eine schwebende Schreibtischplatte

Erstplatzierter: MARKUS WEISBECK (20) Schreinerei Schramm

In diesem Jahr überzeugte die Jury am meisten der Schreibtisch von Markus Weisbeck aus der Schreinerei Schramm in Böckels. Der 20-Jährige, der in Bimbach wohnt, sagt über sein Werk: „Die Besonderheit an meinem Schreibtisch ist, dass er um zehn Grad nach links geneigt ist und die Schreibtischplatte nur von dem 500 Millimeter breiten Korpus auf der linken Seite getragen wird und somit keine Füße benötigt. Es sieht also so aus, als ob der Schreibtisch auf der rechten Seite schweben würde.“ Davon kannst du dich bei der Ausstellung selbst überzeugen. Und es gibt noch mehr zu sehen.

Markus Weisbeck hat sein Gesellenstück in Schräglage versetzt

Zum Beispiel die Idee von Adrian Happ (20) aus Haimbach für einen hängenden TV-Schrank. Adrian hat in der Schreinerei Weisbeck in Bimbach gelernt und ein Möbelstück aus Eiche und Schiefer kreiert, das auch im Innenleben durch allerlei Raffinessen besticht.

Adrians Gesellenstück: ein hängender TV-Schrank
Zweitplatzierter: ADRIAN HAPP (20) Schreinerei Weisbeck
Drittplatzierte: IDA SICHAU (24) Schreinerei Jehn

Ein echter Hingucker für die Mädels ist der Schmink- und Schmucktisch von Ida Sichau aus Fulda. Die 24-Jährige, die bei der Schreinerei Jehn in Weyhers lernte, sagt über das Stück: „Das Gesellenstück ist bewusst klassisch gehalten. Es ist schlicht, dadurch, dass es aus nur einer Holzart gefertigt wird und symmetrisch aufgebaut ist.“

Idas Gesellenstück: Ein Schmink- und Schmucktisch

Am Dienstag wird die Ausstellung um 17 Uhr im Foyer des Verlags Parzeller eröffnet. Komm doch mal vorbei.

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