Lkws rauschen an dir vorbei, deine Musik läuft auf voller Lautstärke. Lärm begleitet dich in deinem Alltag – und er macht dich krank. Ist dein Gehör einmal geschädigt, bleibt das dein ganzes Leben lang so. „Krach unter Kontrolle“ – der Kreativwettbewerb des Projekts „Jugend will sich-er-leben“ – macht dir das klar und zeigt, wie du dich schützt. Das sind die Gewinner.

Die Preisträger

Insgesamt 15 Schulklassen aus Hessen wurden ausgezeichnet. Die Preise gab es am Donnerstag in der Richard-Mülller-Schule. Die zählte mit gleich zwei Platzierungen zu den Abräumern des Tages. 500 Euro Preisgeld und Platz zwei sicherte sich Klasse 11 HH mit ihrem Kurzfilm. Der mit 100 Euro dotierte zwölfte Platz ging an die Klasse 11 FOSA-2. Der Sieger im Wettbewerb „Krach unter Kontrolle“ kommt aus Gelnhausen – Klasse 10 WBÜ2 der Beruflichen Schulen des Main Kinzig Kreises. Sie setzten sich gegen 20.373 Schüler aus hessenweit 52 Berufsschulen durch.

Darum geht’s

„Mit dem Wettbewerb wollten wir Jugendliche dazu sensibilisieren, den Arbeitsschutz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie sollen gesund in den Beruf starten und es auch bleiben, denn mit 65 Jahren ist nicht Schluss“, erklärt Dr. Albert Platz, Landesdirektor des Landesverbandes Mitte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Gerade auf ihr Gehör sollten Jugendliche achten. Einmal geschädigt, bleibt das ein Leben lang so. „Das ist nicht wie bei einem gebrochenem Bein. Und mal ehrlich, wer will schon in seiner Jugend mit einem Hörgerät rumlaufen?“, gibt Platz zu bedenken.

„Die Jugend ist wenig vernünftig. Das liegt vor allem an der Pubertät“, meint Claudia Hümmler-Hille, Leiterin der RiMS. Umso wichtiger sei es deshalb, den Schülern nicht den erhobenen Zeigefinger zu zeigen. „Die Motivation, sich mit den Folgen von und dem Schutz vor Lärm auseinanderzusetzen, muss schon von den Jugendlichen selbst kommen.“ Dazu trage der Wettbewerb wesentlich bei. Jetzt sei die letzte Gelegenheit für „Jugend will sich-er-leben“, in die Schulen zu gehen. Haben die Jugendlichen erst einmal ihren Abschluss in der Tasche, werde es schwer, einen so großen Adressatenkreis zu erreichen.

„Vielen Jugendlichen ist die Bedeutung von Lärmvermeidung vielleicht noch nicht klar. Aber wer andere verstehen und nicht isoliert werden will, braucht ein gutes Gehör“, weiß Dag Wehner, Fuldas Bürgermeister. Die Initiative der DGUV setze am richtigen Punkt an. „Als Vater weiß ich sehr gut, wie schwer es ist, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren.“

Das sind die Kurzfilme der Schüler

Die Filme der Preisträger siehst du auf dem YouTube-Channel von „Jugend will sich-er-leben“.

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